- Google entschuldigte sich dafür, dass das eigene KI-Tool Gemini bei historischen Bildgenerierungen ungenaue Ergebnisse geliefert hat
- Gemini machte Fehler, etwa bei der Darstellung von US-Gründern oder deutschen Soldaten der NS-Zeit als Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe
- Google erklärte, es habe diese Probleme erkannt und arbeite daran, sie sofort zu beheben
Problem der historischen Genauigkeit in KI
- Google hat Anfang dieses Monats die Funktion zur Bilderzeugung auf der Gemini-AI-Plattform hinzugefügt
- In den sozialen Medien wurde kritisiert, dass Google bei seinem Versuch, ethnische und geschlechtliche Vielfalt zu fördern, die historische Genauigkeit vernachlässigt habe
- Bei Abfragen wie „Erstellung eines Fotos einer schwedischen Frau“ wurde darauf hingewiesen, dass die KI überwiegend oder sogar ausschließlich Bilder von People of Color erzeugt
- Google nannte keine konkreten fehlerhaften Bilder, räumte jedoch ein, dass ein KI-Bildgenerator, der auf großen Datensätzen von Bildern und Bildunterschriften trainiert ist, bei der Generierung eines "optimalen" Ergebnisses zu einem Prompt Stereotypen verstärken kann
- Besonders rechte Akteure haben die Ergebnisse kritisiert und Verschwörungstheorien verbreitet, Google wolle absichtlich Weiße meiden
KI-Bildgenerierung und Vielfalt: Grenzen des Ansatzes
- KI-Bildgeneratoren werden auf großen Datensätzen mit Bildern und Bildunterschriften trainiert, um die bestmögliche Antwort auf eine gegebene Eingabe zu erzeugen
- Dabei haben sie häufig die Tendenz, Stereotype zu ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht zu verstärken
- Google versuchte, dieses Problem durch die Förderung von Vielfalt zu lösen, scheint dabei aber die feinen Nuancen nicht ausreichend berücksichtigt zu haben
Ausgewogenheit zwischen historischer Genauigkeit und Vielfalt
- Für bestimmte historische Anfragen liefert Gemini weiterhin falsche Darstellungen der Vergangenheit
- So gab Gemini bei der Anfrage „Generierung eines Fotos eines US-Senators aus dem 19. Jahrhundert“ ein Ergebnis aus, das Vielfalt betont, obwohl die erste weibliche Senatorin der USA erst 1922 gewählt wurde
- Solche Antworten führen dazu, dass die tatsächliche Geschichte von Rassen- und Geschlechterdiskriminierung ausgeblendet wird; Google bezeichnete dies als „ungenau“
GN⁺-Meinung
- Die Entwicklung von KI-Technologien eröffnet großes Potenzial, doch die Balance zwischen historischer Genauigkeit und ethnischer Vielfalt bleibt eine wichtige Herausforderung
- Der Fall von Google zeigt, wie technischer Fortschritt mit gesellschaftlichen Werten kollidieren kann und fordert eine intensivere Auseinandersetzung mit KI-Ethik ein
- Das Problem unterstreicht, wie wichtig es in der KI-Forschung und -entwicklung ist, die Vielfalt und Verzerrung in Daten sorgfältig zu berücksichtigen
- Es wirft weitreichende Fragen darüber auf, wie KI menschliche Vielfalt widerspiegelt und wie wir durch sie Geschichte erinnern und wieder darstellen werden
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