Die OpenGL-Unterstützung des Asahi-Linux-Projekts überholt Apple Silicon offiziell
- Das unabhängige Entwicklerteam des Asahi-Linux-Projekts arbeitet seit etwa drei Jahren daran, Linux auf Apple-Silicon-Macs zu unterstützen.
- Das Projekt hat sich von einer frühen Phase als „sehr instabiles Experiment“ zu einem „erstaunlich funktionalen und nutzbaren Desktop-Betriebssystem“ entwickelt.
- Die aktuellen Treiber unterstützen OpenGL Version 4.6 und OpenGL ES Version 3.2 vollständig und liegen damit über den Versionen, die Apple unter macOS bereitstellt.
Vergleich mit Apples GPU-Treibern
- Entwicklerin Alyssa Rosenzweig erklärte in einem Blogbeitrag, dass der neue Treiber erst dann offiziell als geeignet anerkannt wurde, nachdem er „mehr als 100.000 Tests“ bestanden hatte.
- Da Apples GPU einige Funktionen nicht unterstützt, mussten zur Implementierung von OpenGL und OpenGL ES indirekte Methoden verwendet werden.
- Das Asahi-Team arbeitet weiter an der Unterstützung der Vulkan API, mit dem Ziel, die Low-Overhead-Vulkan-API auf Apple-Hardware zu ermöglichen.
Aktueller Stand und Zukunft von Asahi Linux
- Fedora Asahi Remix unterstützt viele M1- und M2-Mac-Modelle, darunter Webcam, Lautsprecher, Wi-Fi und Bluetooth sowie Grafikbeschleunigung.
- Thunderbolt, Display-Anschlüsse über USB-C, das integrierte Mikrofon und der Touch-ID-Fingerabdrucksensor funktionieren noch nicht.
- Für die neuesten M3-Macs wird grundlegende Unterstützung voraussichtlich noch mindestens sechs Monate benötigen.
Meinung von GN⁺
- Das Asahi-Linux-Projekt ist ein hervorragendes Beispiel für die Stärke und technische Kompetenz der Open-Source-Community. Dass ohne offizielle Unterstützung von Apple ein Treiber entwickelt wurde, der die neuesten OpenGL-Standards unterstützt, ist eine bemerkenswerte Leistung.
- Das Projekt ermöglicht es Linux-Nutzern, Apples leistungsstarke Hardware zu verwenden, und trägt dazu bei, Kompatibilität und Auswahl zwischen verschiedenen Betriebssystemen zu erweitern.
- Mit Unterstützung der Vulkan API besitzt es das Potenzial, die Linux-Erfahrung bei grafikintensiven Anwendungen wie Spielen zu verbessern, was sich positiv auf die Zukunft von Open-Source-Software auswirken könnte.
2 Kommentare
Es wäre schön, wenn Apple mal Linux-Laptops bauen würde. Mit etwas großzügigerem Arbeitsspeicher ... ich glaube, die würden sich ziemlich gut verkaufen.
Hacker-News-Kommentare
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