10 Punkte von xguru 2024-01-05 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Der AI-Hype verschwindet

  • Für 2024 werden bemerkenswerte Veränderungen rund um Künstliche Intelligenz (AI) und insbesondere die Richtung von AI-Investitionen erwartet.
  • 2023 waren Finanzierungsrunden über 100 Millionen US-Dollar zwar üblich, doch viele Investoren ziehen sich aus dem Markt zurück und stellen sowohl die überzogen gestiegenen Bewertungen als auch die Frage infrage, wie viele Gewinner es im Markt für generative AI überhaupt geben wird.
  • Unternehmen wie OpenAI und Anthropic dürften zwar weiterhin die gewünschten Bewertungen erzielen, doch unter Investoren nimmt die FOMO (Angst, etwas zu verpassen) ab, und andere Veränderungen in der Branche könnten die Stimmung der Investoren beeinflussen.
  • Das Interesse der Investoren an Marketing-/Vertriebsplattformen, die AI lediglich anwenden, nimmt ab.
  • Einige VCs erwarten, dass sich Investitionen in AI-Startups verlangsamen werden, weil AI-Unternehmen in den USA und im Ausland mit rechtlichen und regulatorischen Dilemmata konfrontiert sein könnten.
  • Als die mobile Revolution stattfand, waren die größten Gewinner in der grundlegenden Infrastrukturschicht die etablierten großen Tech-Unternehmen; auch diesmal dürften große Tech-Unternehmen die Investitionen in AI anführen.
  • AI ist ein kostenintensiver Bereich: Startups benötigen verschiedenste Ressourcen wie Daten, Rechenleistung und Talente, und genau das können große Tech-Unternehmen bereitstellen.
  • Wenn große Tech-Unternehmen ihre Investitionen stoppen und VCs die Finanzierung kappen, könnte 2024 für viele AI-Startups ein schwieriges Jahr werden.

Abschwächung bei Venture-Fonds

  • Neben den Schließungen von Startups wächst auch das Interesse an der Zukunft der VCs (Venture Capital) selbst.
  • 2020 und 2021 entstanden viele neue Venture-Fonds, doch viele von ihnen mussten Wertverluste bei ihren Investments hinnehmen.
  • Diese Fonds werden kein neues Kapital einsammeln können; einige könnten schließen oder Beteiligungen an Unternehmen frühzeitig verkaufen.
  • Selbst einige große Venture-Fonds mussten ihre Fundraising-Pläne an die Marktveränderungen anpassen.
  • Venture Capital wirkt wie ein attraktives Geschäft, solange Geld im Überfluss vorhanden ist, doch wenn sich der Markt neu justiert, zeigt sich das Risiko.

Entlassungen in der Tech-Branche haben sich verlangsamt, sind aber nicht vorbei

  • Allein in den USA wurden mehr als 300.000 Tech-Beschäftigte entlassen, und es sieht nicht so aus, als würden die Entlassungen 2024 enden.
  • Da Startup-Schließungen und Entlassungen bei Großunternehmen anhalten und der Ausblick für den IPO-Markt 2024 weiterhin nicht besonders rosig ist sowie die Finanzierung für Startups schwieriger wird, dürften die Entlassungen weitergehen.

Das Ende der Erzählung „Alles ist zusammengebrochen“

  • 2023 war ein Jahr negativer Vergleiche, doch 2024 dürfte es leichter werden, bei der Finanzierung positive Year-over-Year-Geschichten zu erzählen.
  • Zum Beispiel könnte im Bereich Consumer-Product-E-Commerce, in dem die Investitionen im jüngsten Quartal stark eingebrochen sind, schon ein kleiner Anstieg als große Erholung verkauft werden.
  • Angetrieben von Erwartungen auf Zinssenkungen der US-Notenbank sind Tech-Aktien in den vergangenen Wochen gestiegen, was auch die Rückkehr von IPOs ankündigen könnte.

Aber keinen IPO-Boom erwarten

  • 2024 könnten zwar einige IPOs zurückkehren, doch es wird nicht erwartet, dass sich der Markt für Neuemissionen kräftig erholt.
  • Angesichts der verhaltenen Entwicklung von Klaviyo und Instacart nach ihrem Börsengang 2023 sind Investoren an den öffentlichen Märkten bei IPO-Kandidaten wählerischer geworden und gewichten Profitabilität stärker als Umsatzwachstum.
  • Deshalb könnten Unternehmen, die ihren IPO verschieben können, bis 2025 oder noch länger warten.
  • Auf dem Crunchbase Unicorn Board gibt es derzeit jedoch mehr als 1.500 nicht börsennotierte Unternehmen mit Bewertungen von über 1 Milliarde US-Dollar, und sie alle müssen irgendwann an die öffentlichen Märkte gehen oder auf anderem Weg einen Exit finden.

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