Gentoo startet Unterstützung für Binärpakete!
- Gentoo Linux ist zwar als quellbasierte Distribution bekannt, aber der Paketmanager Portage unterstützt bereits seit Jahren auch Binärpakete, und Installationen aus Quellcode und Binärpaketen lassen sich frei mischen.
- Für Systeme mit geringer Hardware-Leistung oder aus Gründen der Bequemlichkeit gibt es nun die Option, Binärpakete herunterzuladen und direkt zu installieren.
- Auf den meisten Architekturen ist das Angebot auf das Kernsystem und wöchentliche Updates beschränkt, aber für amd64 und arm64 stehen mehr als 20 GB an Paketen bereit – von LibreOffice über KDE Plasma und Gnome bis hin zu Docker – und Gentoo stable wird täglich aktualisiert.
Fragen und Antworten
- Um Binärpakete in einer bestehenden Gentoo-Installation zu verwenden, muss in
/etc/portage/binrepos.conf/ eine Konfigurationsdatei erstellt werden.
- Bei einer Neuinstallation ist die passende
/etc/portage/binrepos.conf/gentoobinhost.conf bereits enthalten, und für einen lokalen Mirror kann die Einstellung src-uri angepasst werden.
- amd64-Pakete werden mit
-march=x86-64 -mtune=generic -O2 -pipe kompiliert, arm64-Pakete mit -O2 -pipe, sodass sie auf den jeweiligen Architekturen genutzt werden können.
- Die Paketkonfiguration für andere Architekturen und ABIs ist an die Stage-Builds gekoppelt, und derzeit gibt es keine Pläne für eine weitere Ausweitung.
- Die Pakete werden mit demselben Schlüssel wie die Stages kryptografisch signiert, und die Signatur wird vor der Installation verifiziert.
- Wenn die Signaturprüfung fehlschlägt, wird die Installation verweigert; in der Standardkonfiguration können jedoch auch unsignierte XPAK-Pakete installiert werden.
- Wenn ausschließlich signierte Pakete verwendet werden sollen, muss in
make.conf FEATURES="binpkg-request-signature" gesetzt werden.
- Tritt ein Fehler bei der Signaturprüfung auf, sollte das Gentoo Trust Tool
getuto mit Root-Rechten ausgeführt werden.
- Wer selbst erstellte Binärpakete verwenden möchte, muss einen Signaturschlüssel einrichten und diesem Schlüssel im Anchor von
/etc/portage/gnupg vertrauen.
- Wenn Downloads langsam sind, kann
/etc/portage/binrepos.conf bearbeitet werden, um einen lokalen Mirror zu nutzen.
- Portage setzt weiterhin auf das Kompilieren aus Quellcode, erlaubt aber die gemischte Nutzung mit Binärpaketen.
- Wenn Probleme entdeckt werden, sollte man auf IRC, in Foren oder Mailinglisten um Rat fragen oder einen Bug melden.
Meinung von GN⁺
- Dass Gentoo nun Unterstützung für Binärpakete anbietet, ist eine wichtige Änderung, die Nutzern schnellere Installationen und mehr Komfort bietet.
- Diese Änderung dürfte besonders für Nutzer mit leistungsschwächerer Hardware oder mit dem Wunsch nach einer schnellen Installation attraktiv sein.
- Die kryptografische Signierung und Verifikation der Binärpakete ist eine wichtige Funktion, die eine sichere Software-Installation gewährleistet.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Meinung eines Nutzers, der sich als Gentoo-Fan bezeichnet:
eselect-Profilen zu wählen.Meinung eines Nutzers, der das Portage-System von Gentoo bevorzugt:
Meinung eines Nutzers, der mit Gentoo etwas über Software-Paketierung und Optimierung gelernt hat:
Meinung eines Nutzers, der das Gefühl hatte, mit Gentoo Zeit verschwendet zu haben:
Meinung eines Nutzers, der durch Gentoo etwas über Linux gelernt hat:
Meinung eines Nutzers, der Gentoo im Alltag verwendet:
Meinung eines Nutzers, der Gentoo kritisch sieht:
Meinung eines Nutzers, der die Wartungsfreundlichkeit von Gentoo lobt:
Meinung eines Nutzers, der sich Sorgen über die Umweltauswirkungen des Kompilierens aus dem Quellcode macht:
Meinung eines Nutzers, der die Vorteile von Gentoo erklärt:
binhostgibt, muss man nichts kompilieren, wenn man das nicht möchte.