2 Punkte von GN⁺ 2023-12-31 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Düstere Aussichten für kreative KI

  • Kreative KI-Systeme werden mit urheberrechtlich geschütztem Material trainiert und können Inhalte erzeugen, die möglicherweise Urheberrechte verletzen.
  • OpenAI ist nicht transparent darüber, mit welchen Materialien die eigenen Systeme trainiert wurden.
  • Nutzer können ohne Informationen über die Herkunft der erzeugten Bilder Urheberrechte verletzen.

Grenzen der Systeme

  • Systeme wie DALL-E und ChatGPT sind im Wesentlichen „Black Boxes“, denen derzeit die Fähigkeit fehlt, Quellen nachzuverfolgen oder anzugeben.
  • Bis neue Architekturen entwickelt werden, die eine Quellenverfolgung ermöglichen, werden Urheberrechtsverletzungen unabhängig von der Absicht der Nutzer weitergehen.

Rechtliche und finanzielle Risiken

  • Die Klage der New York Times ist nur die erste von vielen Klagen gegen kreative KI, und selbst eine Einigung dürfte voraussichtlich einen Wert von mehreren Millionen Dollar oder mehr haben.
  • Nicht nur OpenAI, sondern auch Microsoft, das Dall-E über Bing anbietet, ist rechtlichen Risiken ausgesetzt.

Meinung von GN⁺

  • Die Weiterentwicklung kreativer KI-Technologien erhöht das Risiko von Urheberrechtsverletzungen und macht damit ein wichtiges Spannungsfeld zwischen Technologie und Rechtsrahmen deutlich.
  • Dass Nutzer die Herkunft der erzeugten Inhalte nicht kennen können, ist ein zentrales Element der Debatte über KI-Ethik und Transparenz.
  • Dieser Artikel bietet interessante Einblicke in mögliche unerwartete Nebenwirkungen der rasanten Entwicklung von KI-Technologien und deren Auswirkungen auf verwandte Branchen.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-12-31
Hacker-News-Kommentare
  • Zusammenfassung des ersten Kommentars:

    • Einer der Gründe für Disneys Erfolg ist, dass das Unternehmen bestehende Geschichten wie über Generationen weitergegebene Volksmärchen adaptiert hat.
    • Kultur ist ein Gut der Gemeinschaft und entwickelt sich durch gemeinsames Erzählen und Neuinterpretieren weiter und wächst.
    • Die aktuelle Debatte über KI und Urheberrechtsverletzungen neigt dazu, diesen grundlegenden Aspekt kultureller Evolution zu übersehen.
    • Bei der Frage, was eine kreative Gesellschaft im Kern ausmacht, dürfen die rechtlichen Implikationen und der historische Kontext kulturellen Erzählens nicht ignoriert werden.
  • Zusammenfassung des zweiten Kommentars:

    • In der Europäischen Union (EU) wird dieses Problem bereits durch Artikel 3 und 4 der „Richtlinie über das Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ geregelt.
    • Alle, auch kommerzielle Entwickler von Machine Learning (ML), dürfen rechtmäßig zugängliche Werke nur dann nutzen, wenn der Rechteinhaber die Nutzung für Text- und Data-Mining-Zwecke nicht ausdrücklich vorbehalten hat.
    • Diskutiert wird so etwas wie eine „robots.txt“, um Inhalte zu kennzeichnen, die nicht für das Training verwendet werden sollen; Endnutzer sollten beim Einsatz generierter Inhalte vorsichtig sein.
  • Zusammenfassung des dritten Kommentars:

    • Dass mit urheberrechtlich geschütztem Material trainierte KI ähnliche Ergebnisse erzeugen kann, ist bereits bekannt.
    • Große Unternehmen haben diesen Ansatz bereits übernommen, und inzwischen scheint es kein Zurück mehr zu geben.
    • Da die breite Öffentlichkeit weder gut versteht, wie KI hergestellt wird, noch wie das Urheberrecht dabei greift, lautet die entscheidende Frage nun: „Wie gehen wir jetzt damit um?“
  • Zusammenfassung des vierten Kommentars:

    • Die Verantwortung dafür, dass keine Urheberrechte verletzt werden, liegt bei der Person, die ein Werk veröffentlicht.
    • Es ist naiv anzunehmen, dass ChatGPT oder andere Tools keine urheberrechtlich geschützten Inhalte erzeugen werden.
  • Zusammenfassung des fünften Kommentars:

    • Das zentrale Ziel von Kunst und Veröffentlichung sollte darin bestehen, Kultur und Gesellschaft zu beeinflussen, nicht nur Geld zu verdienen.
    • Kreative Werke brauchen Schutz, sollten aber viel schneller in die Public Domain übergehen, um Kreativität und Inspiration zu fördern.
  • Zusammenfassung des sechsten Kommentars:

    • Die Lösung des Problems scheint nicht besonders schwierig zu sein.
    • Ein Ausdruck wie „Videospiel-Klempner“ ist eine Abkürzung, die auf eine bestimmte Entität verweist, und die meisten Menschen setzen ihn mit „Mario“ gleich.
    • Es dürfte nicht schwer sein, mit einem KI-Tool Bilder zu beschreiben, die Mario ähneln, und solche Ergebnisse aus Antworten auf Anfragen wie „Videospiel-Klempner“ herauszufiltern.
  • Zusammenfassung des siebten Kommentars:

    • Der rechtliche Präzedenzfall für generative KI sei derselbe wie bei Google, das Websites scrapt und für die Suche indexiert.
    • Niemand behauptet, dass Google durch die wortgetreue Anzeige der Originalinhalte von Websites Urheberrechte verletzt.
    • Wenn generative KI sowohl kulturelle Referenzen als auch populäres geistiges Eigentum (IP) vollständig entfernen müsste, wäre sie nutzlos.
  • Zusammenfassung des achten Kommentars:

    • Es geht um die Frage der Urheberrechtsverletzung, wenn Session-Musiker engagiert werden, um Teile eines berühmten Songs einzuspielen, die dann als Sample verwendet werden.
    • Daraus ergibt sich die Frage, wer die Verantwortung für eine Urheberrechtsverletzung tragen sollte.
  • Zusammenfassung des neunten Kommentars:

    • Erwähnt wird ein laufender verwandter Thread, in dem die New York Times die Zerstörung aller Large Language Models (LLMs) fordert, die mit ihren Daten trainiert wurden.
  • Zusammenfassung des zehnten Kommentars:

    • Durch ein Experiment dazu, wie gut das Modell Llama2 Text komprimiert, wurde festgestellt, dass es erhebliche Teile des ersten Kapitels eines Harry-Potter-Buchs enthält.