Die Schlussrede aus „Der große Diktator“
- Ich möchte kein großer Diktator sein. Es ist nicht mein Ziel, andere zu beherrschen oder zu erobern.
- Alle Menschen wollen einander helfen und durch Glück leben. Sie wollen einander nicht hassen oder verachten.
- Auf der Welt gibt es genug Platz für alle, und die reiche Erde kann für alle sorgen.
- Gier vergiftet die Seele der Menschen, füllt die Welt mit Hass und führt uns auf den Weg von Elend und Blutvergießen.
- Die Entwicklung der Maschinen hat Wohlstand gebracht, doch in Wirklichkeit lässt sie uns Mangel empfinden. Wissen und Klugheit machen uns zynisch und hart.
- Wir brauchen mehr Menschlichkeit, Güte und Sanftmut. Ohne diese Tugenden wird das Leben gewalttätig, und alles geht verloren.
Ein Appell an die Einheit und den Fortschritt der Menschheit
- Erfindungen wie Flugzeug und Radio haben die Menschheit enger zusammengebracht. Diese Erfindungen rufen nach der Güte des Menschen und der Brüderlichkeit der ganzen Menschheit.
- Diese Rede erreicht in diesem Augenblick Millionen Menschen auf der ganzen Welt und überbringt den Unterdrückten eine Botschaft der Hoffnung.
- Das gegenwärtige Leid ist nur ein vorübergehendes Ergebnis der Gier, die Bitterkeit derer, die den Weg des menschlichen Fortschritts fürchten. Hass und Diktatoren werden verschwinden, und die den Menschen geraubte Macht wird zu den Menschen zurückkehren.
Der Kampf für Freiheit und Menschlichkeit
- Er appelliert an die Soldaten, sich nicht jenen Barbaren auszuliefern, die ihre Menschlichkeit verloren haben und wie Maschinen handeln.
- Der Mensch ist weder Maschine noch Vieh, sondern trägt Menschenliebe in sich. Hass ist das Gefühl derer, die nie Liebe erfahren haben.
- Er ruft dazu auf, nicht für die Sklaverei, sondern für die Freiheit zu kämpfen, und zitiert, dass in jedem Menschen das Reich Gottes liege.
- Die Menschen haben die Kraft, Maschinen zu bauen und Glück zu schaffen. Er ruft dazu auf, diese Kraft zu nutzen und sich für die Demokratie zu vereinen.
- Er appelliert, für eine neue Welt zu kämpfen, eine Welt mit angemessener Arbeit, einer Zukunft und sicherem Lebensabend.
- Diktatoren machen sich selbst frei, aber die Menschen zu Sklaven. Er ruft dazu auf, zu kämpfen, um dieses Versprechen einzulösen.
- Er ruft dazu auf, für eine Welt der Vernunft zu kämpfen, eine Welt, in der Wissenschaft und Fortschritt zum Glück aller Menschen führen.
Hintergrund zu „Der große Diktator“
- „Der große Diktator“ ist Charlie Chaplins erster Tonfilm.
- Chaplin spielt den jüdischen Friseur und den Diktator Hynkel aus Tomania.
- Chaplin und Hitler haben nur eine Woche Abstand beim Geburtstag; die beiden Figuren stehen für die entgegengesetzten Extreme der Menschheit.
- Chaplin entwarf und überarbeitete die Schlussrede des Films über mehrere Monate hinweg. Diese Rede ist ein Appell für den Frieden.
- Einige kritisierten die Rede, andere empfanden sie als inspirierend.
- Chaplins Worte sind heute noch genauso relevant wie 1940.
Meinung von GN⁺
- Diese Rede betont die grundlegende Güte des Menschen, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und die Sehnsucht nach Freiheit. Das sind universelle Werte, die für jede Epoche gelten.
- Chaplins Botschaft bietet tiefe Einsichten in aktuelle gesellschaftliche und politische Probleme. Seine Worte inspirieren uns noch immer.
- Der Film und die Rede zeigen, wie Kunst zeitübergreifend kraftvolle gesellschaftliche Botschaften vermitteln kann. Das unterstreicht die Bedeutung des Einflusses von Kunst und Kultur auf die menschliche Erfahrung.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ein Nutzer erwähnt, dass er die Version mit hinzugefügter Musik mag, und teilt ein Gespräch, das er im Gefängnis mit einem jungen Mexikaner geführt hat. Sie verglichen die Wärter mit gefühllosen Maschinen, fanden darüber eine gemeinsame Ebene und erinnern sich an den schönen Moment, in dem sie gemeinsam versuchten, sich an die Rede zu erinnern.
Ein anderer Nutzer zitiert aus Dickens’ "Eine Weihnachtsgeschichte" die Worte des "Geistes der gegenwärtigen Weihnacht" an Scrooge und kritisiert die Arroganz derer, die so handeln, als hätten sie Entscheidungsgewalt über Leben und Tod anderer Menschen.
Ein Nutzer sagt, Gier habe die menschliche Seele vergiftet, und äußert eine kritische Sicht auf das Phänomen, dass Gier, die früher als Sünde galt, heute von manchen als Tugend angesehen wird.
Ein anderer Nutzer berichtet, den Film kürzlich bei einem Filmfestival auf der großen Leinwand gesehen zu haben, und sagt, er halte ihn für einen Film, der um die Rede herum aufgebaut sei. Außerdem erwähnt er die Szenen, in denen Hitler im Film persifliert wird.
Ein Nutzer widerspricht der Vorstellung, dass eher das Herz als der Verstand sprechen sollte, weist darauf hin, dass Unterstützung für Faschismus auf emotionalen Appellen beruhe, und argumentiert, dass echte Entscheidungen des Herzens empathisch, konstruktiv und weise sein müssten.
Ein anderer Nutzer sagt, dass Menschen online dazu neigten, eher nur Wut zu empfinden als nachzudenken.
Ein Nutzer erklärt, dass Präsident Franklin D. Roosevelt Charlie Chaplin zur Produktion von "Der große Diktator" ermutigt habe und dass der Film zu einem Auslöser für die Abneigung vieler Amerikaner gegen Chaplin geworden sei. Chaplin sei aus politischen Gründen aus den USA ausgewiesen worden, und dazu wird eine Buchrezension vorgestellt.
Ein weiterer Nutzer erwähnt die interessante Tatsache, dass diese Rede häufig in japanischen Englischlehrbüchern für Oberschulen enthalten ist.
Abschließend zitiert ein Nutzer die Stelle aus der Rede, in der es heißt, "Der Hass der Menschen wird vergehen, und Diktatoren werden sterben, und die Macht, die dem Volk genommen wurde, wird zum Volk zurückkehren", und führt sie als Widerlegung der Arroganz von Milliardären an, die ewig leben wollen.