4 Punkte von GN⁺ 2023-12-04 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Vertrag zwischen OpenAI und Rain AI

  • OpenAI hat eine Absichtserklärung unterzeichnet, 51 Millionen Dollar in Rain AI zu investieren, ein Startup, das vom Gehirn inspirierte Chips entwickelt.
  • OpenAIs CEO Sam Altman hat persönlich in Rain AI investiert.
  • Rain AI entwickelt eine neuromorphe Verarbeitungseinheit (NPU), die die Funktionen des menschlichen Gehirns nachahmt, und OpenAI hatte 2019 informell zugesagt, diese Chips zu kaufen, sobald sie auf den Markt kommen.

Sam Altmans Investment und OpenAIs Chip-Bedarf

  • Sam Altman befindet sich als CEO von OpenAI in einer komplexen Situation, in der sein persönliches Investment mit den Entscheidungen des Unternehmens verflochten sein könnte.
  • OpenAI zeigt, dass das Unternehmen bereit ist, hohe Summen auszugeben, um die für seine AI-Projekte benötigten Chips zu sichern.
  • Altman hat sich öffentlich über den Mangel an AI-Chips und deren hohe Kosten beklagt und darauf hingewiesen, dass neue Chip-Designs und Lieferketten das Tempo der AI-Entwicklung beeinflussen könnten.

Die Technologie von Rain AI und der Marktausblick

  • Rain AI behauptet, dass seine NPUs deutlich mehr Rechenleistung und Energieeffizienz bieten werden als bestehende GPUs.
  • Rain AI hat rund 40 Mitarbeitende und besteht aus Expertinnen und Experten für die Entwicklung von AI-Algorithmen und traditionelles Chip-Design.
  • Das Unternehmen hat kürzlich einen CEO-Wechsel vollzogen und wird nun vom beförderten neuen CEO William Passo geführt.

Finanzierung von Rain AI und Sicherheitsbedenken

  • Rain AI hat im vergangenen Jahr in einer von Prosperity7 Ventures angeführten Finanzierungsrunde insgesamt 33 Millionen Dollar eingesammelt.
  • Der Ausschuss für Auslandsinvestitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS) hat Prosperity7 Ventures aus Gründen der nationalen Sicherheit aufgefordert, seinen Anteil an Rain AI zu veräußern.
  • Diese Entscheidung könnte die Markteinführung der eigenständigen Chip-Technologie von Rain AI verzögern.

Meinung von GN⁺

Der wichtigste Punkt dieses Artikels ist, dass OpenAI eine große Investition in das Startup Rain AI beschlossen hat, um seine Versorgung mit AI-Chips zu sichern. Das unterstreicht die Bedeutung von Hardware für den Fortschritt der AI-Technologie und zeigt insbesondere, wie führende Unternehmen wie OpenAI versuchen, bestehende Hardware-Beschränkungen durch Investitionen in neue Chip-Technologien zu überwinden. Diese Investitionsentscheidung könnte erhebliche Auswirkungen auf die künftige Entwicklung im AI-Bereich haben und ist daher für technikinteressierte Leserinnen und Leser besonders spannend.

3 Kommentare

 
botplaysdice 2023-12-05

Ich fand es schon sehr merkwürdig, dass Altman angeblich nicht einmal eine einzige OpenAI-Aktie besitzt, aber offenbar hat Altman eine noch größere Wette auf KI selbst abgeschlossen.

 
kuroneko 2023-12-04

Hoffentlich entwickelt sich das gut, sodass es neben Nvidia auch noch andere Möglichkeiten gibt.

 
GN⁺ 2023-12-04
Hacker-News-Kommentare
  • Die unverbindliche Absichtserklärung von 2018 ist das Risiko begrenzter Verluste und unbegrenzter Gewinne, das man eingeht, wenn man in extrem innovative Projekte investiert. Boom Supersonic nutzte mit United Airlines einen ähnlichen Ansatz, um ein noch nicht entwickeltes Überschallflugzeug zu finanzieren. Die Investition von 1 Million Dollar bedeutet für Altman einen begrenzten Verlust aus seinem Privatvermögen, während sie den Gründern einen unbegrenzten Gewinnanreiz für den Erfolg bietet. Der Wert der Investition war für Altman auf dem Papier null, half aber den Gründern, die damals im Raumfahrtbereich als einige der vielversprechendsten galten, enorm bei Finanzierung, Einstellung und Glaubwürdigkeit für künftige Verkäufe. OpenAI muss die Chips nicht kaufen, solange die Kriterien nicht erfüllt werden. 2018 war OpenAI nur eines von vielen Startups, die versuchten, ein scheinbar unlösbares Problem zu lösen.
  • Einer der Gründe für Altmans Entlassung war, dass der Vorstand das Vertrauen in seine Ehrlichkeit verloren hatte. Das war das Ergebnis vieler kleiner Vorfälle, und Altman kehrte unter der Bedingung zurück, dass eine Untersuchung durchgeführt wird.
  • Es gibt zwar Skepsis gegenüber dem OpenAI-Deal, aber die Investition von 1 Million Dollar in das Chip-Startup macht es unwahrscheinlich, dass Altman als wesentlicher Eigentümer gelten kann. Das Startup hat bislang 33 Millionen Dollar eingesammelt, und es ist schwer vorstellbar, dass Altman mehr als 5 % besitzt. Das wirkt wie die Art von Investment, die man von einem wohlhabenden Angel-Investor in ein Startup mit Bezug zu den eigenen Interessen erwarten würde.
  • Da es zuletzt viel Verdacht und Diskussion darüber gab, dass es beim internen Machtkampf bei OpenAI um Interessenkonflikte ging, ist es unerquicklich, aber nicht überraschend, dass dieser Deal bis ins Jahr 2019 zurückreicht. Das könnte die Kontroverse um die Vorgänge bei OpenAI weiter anheizen.
  • Falls der Artikel auf Tatsachen beruht, stellt sich die Frage, ob dies nicht ein Beispiel für Korruption ist.
  • Adam Neumann von WeWork besaß die Markenrechte an „We“ und erzielte große Gewinne, indem er Gebäude in seinem Besitz an WeWork vermietete.
  • Altman wurde in der Vergangenheit von Paul Graham wegen Problemen mit Self-Dealing entlassen.
  • Als Venture-Capitalist ist „Jemand will unser Produkt kaufen, wir brauchen nur Kapital, um es liefern zu können“ das ideale Angebot. Die Alternative wäre gewesen, dass OpenAI diese Chips im Voraus bezahlt und viel Risiko übernimmt. Aus Altmans Sicht hat er das Risiko persönlich übernommen statt OpenAI (und dessen Investoren).
  • Sieht so aus, als wäre die WeWork-Strategie verwendet worden.
  • Sieht so aus, als wäre Adam Neumanns Strategie gefolgt worden.