Der Dunning-Kruger-Effekt ist Autokorrelation
(economicsfromthetopdown.com)Der Dunning-Kruger-Effekt ist Autokorrelation
- Der Dunning-Kruger-Effekt ist dafür bekannt, die Tendenz inkompetenter Menschen zu beschreiben, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen.
- Dieser Effekt wurde 1999 von Psychologen entdeckt und schien in vielen Studien durch Daten bestätigt zu werden.
- Tatsächlich ist dieser Effekt jedoch das Ergebnis eines statistischen Fehlers, der Autokorrelation, und hat nichts mit menschlicher Psychologie zu tun.
Was ist Autokorrelation?
- Autokorrelation bezeichnet das Phänomen, dass eine Variable mit sich selbst korreliert.
- Misst man zum Beispiel die Körpergröße einer Person, dann ist diese Größe perfekt mit sich selbst korreliert.
- Wenn eine Variable auf beiden Seiten einer Gleichung vermischt auftaucht, ist Autokorrelation schwer zu erkennen.
Der Dunning-Kruger-Effekt
- Der Dunning-Kruger-Effekt ist ein Beispiel für Autokorrelation und beruht tatsächlich auf einer Fehlinterpretation des Diagramms.
- Dunning und Kruger testeten Personen, ließen sie ihre Fähigkeiten selbst einschätzen und berichteten anschließend, dass leistungsschwache Personen dazu neigten, ihre Fähigkeiten zu überschätzen.
- Diese Ergebnisse beruhen in Wirklichkeit jedoch auf der Autokorrelation zwischen Testergebnissen und Selbsteinschätzungen.
Zerlegung des Dunning-Kruger-Effekts
- Das Dunning-Kruger-Diagramm gruppiert Personen anhand ihrer Testergebnisse, stellt diese als Perzentile dar und vergleicht sie mit der Selbsteinschätzung.
- Diese Vorgehensweise entspricht im Grunde dem Vergleich der Testergebnisse mit sich selbst und verschleiert damit die Autokorrelation.
- Dass der Dunning-Kruger-Effekt selbst mit Zufallsdaten auftritt, liegt genau an dieser Autokorrelation.
Reproduktion des Dunning-Kruger-Effekts
- Wenn man versucht, den Dunning-Kruger-Effekt anhand realer Daten zu verstehen, zeigen sich andere Ergebnisse als in den ursprünglichen Daten.
- Versucht man, das Experiment zu reproduzieren, wirken die Rohdaten zufällig und zeigen keine Spur des Dunning-Kruger-Effekts.
- Analysiert man die Daten jedoch anders, kann es so aussehen, als trete der Dunning-Kruger-Effekt auf.
Der Zusammenbruch des Dunning-Kruger-Effekts
- Dass Forschende den Dunning-Kruger-Effekt reproduzierten, obwohl sie tatsächlich Zufallszahlen verwendeten, lag an der Autokorrelation.
- Nachdem dieser Fehler entdeckt wurde, wurde klar, dass das Dunning-Kruger-Diagramm in Wirklichkeit auf Autokorrelation basiert.
Das Ausbleiben des Dunning-Kruger-Effekts
- Misst man den Dunning-Kruger-Effekt mit statistisch validen Methoden, zeigt sich, dass der Effekt verschwindet.
- Misst man die Fehler in der Selbsteinschätzung von nach Bildungsniveau gruppierten Personen, bleibt der durchschnittliche Fehler um 0, und es gibt keine Hinweise auf den Dunning-Kruger-Effekt.
Inkompetent und sich dessen nicht bewusst
- Dass Dunning und Kruger einen statistischen Fehler gemacht haben, kann ein Versehen gewesen sein, doch ihr Aufsatz behauptet, inkompetente Menschen würden ihre eigene Inkompetenz nicht erkennen.
- Tatsächlich offenbarten jedoch Dunning und Kruger selbst statistische Inkompetenz, indem sie Autokorrelation mit einem psychologischen Effekt verwechselten.
Meinung von GN⁺
Das Wichtigste an diesem Artikel ist, dass der Dunning-Kruger-Effekt in Wirklichkeit nichts mit menschlicher Psychologie zu tun hat, sondern auf einem statistischen Fehler namens Autokorrelation beruht. Das zeigt eine Falle, in die Forschende bei der Interpretation von Daten geraten können, und veranschaulicht, wie wissenschaftliche Entdeckungen durch fehlerhafte statistische Auslegung missverstanden werden können. Das Verständnis solcher Fehler ist eine wichtige Lehre für die Interpretation und Überprüfung von Forschungsergebnissen und bietet nicht nur Junior-Softwareentwicklern, sondern Forschenden in allen Wissenschaftsbereichen nützliche Einsichten.
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