4 Punkte von GN⁺ 2023-11-21 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen

Zusammenfassung: Unfaire Behandlung von Firefox-Nutzern durch YouTube

  • YouTube verlangsamt die Ladezeit von Videos für Firefox-Nutzer künstlich.
  • Wenn man den User-Agent als Chrome tarnt, wird das Problem behoben.
  • Dies könnte als Verstoß gegen das EU-Kartellrecht angesehen werden.
  • Es werden Bedenken gegenüber Googles Plänen für eine "Web Integrity API" geäußert.
  • Dieses Verhalten von YouTube wird dafür kritisiert, den Wettbewerb zu behindern und ein Monopol aufrechtzuerhalten.
  • Im Client-JavaScript von YouTube ist ausdrücklich Code vorhanden, der Firefox-Nutzer 5 Sekunden warten lässt.
  • Das Problem lässt sich beheben, indem man einen vom uBlock-Origin-Team bereitgestellten Filter anwendet.
  • YouTube hat sich in der Vergangenheit bereits ähnlich unfair verhalten.
  • Das Verhalten von YouTube könnte rechtliche Schritte nach sich ziehen, und viele Nutzer sowie Juristen fordern Maßnahmen dagegen.

Meinung von GN⁺

Der wichtigste Punkt in diesem Beitrag ist, dass YouTube Firefox-Nutzer unfair behandelt und dass dies gegen das Kartellrecht verstoßen könnte. Ein solches Verhalten behindert den Wettbewerb in der Technologiebranche und verschlechtert die Nutzererfahrung, weshalb viele Menschen über die monopolartige Stellung von YouTube besorgt sind. Der Beitrag behandelt über das technische Problem hinaus auch rechtliche und ethische Fragen, was ihn für viele zu einem interessanten und wichtigen Thema macht.

2 Kommentare

 
xguru 2023-11-21

Es gibt viele Diskussionen darüber, weil einige sagen, dass sich die Situation reproduzieren lässt, andere wiederum nicht.

Das uBO-Team hat auch einen Filter veröffentlicht, der dieses Problem behebt.

www.youtube.com##+js(nano-stb, resolve(1), 5000, 0.001)   
 
GN⁺ 2023-11-21
Hacker-News-Kommentare
  • Im in der Reddit-Diskussion erwähnten Link zum Polymer-Skript von YouTube gibt es Code, der fünf Sekunden lang nichts tut und den Nutzer warten lässt. Dieser Code verwendet die Funktion setTimeout, um eine bestimmte Aufgabe nach fünf Sekunden auszuführen.
  • Mit dem Performance-Profiler in den Browser-Entwicklertools lässt sich prüfen, ob YouTube ein setTimeout mit fünf Sekunden Verzögerung enthält. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass je nach User-Agent die Browser-Technologie umgeschaltet wird.
  • Nutzer, die mit dem Terminal vertraut sind, müssen sich nicht mit der Unbequemlichkeit der YouTube-Web-UI herumschlagen. Mit mpv und yt-dlp lässt sich das Video abspielen.
  • YouTube zeigt beim Symbol für die Videoqualität zwar „4K“ an, spielt tatsächlich aber einen Stream in 720p oder noch niedrigerer Qualität ab. Wenn der Nutzer die 4K-Streamqualität manuell auswählt, liefert YouTube 4K.
  • Wenn Google andere Browser absichtlich verlangsamen wollte, hätte es vermutlich keine Methode verwendet, die sich so leicht entdecken lässt. Wahrscheinlicher wäre etwas wie eine langsamere Auslieferung von JavaScript-Dateien abhängig vom User-Agent.
  • Bei der Nutzung von Firefox startet YouTube „sofort“, und das Video wird abgespielt, noch bevor der Großteil der UI geladen ist. Es dauert definitiv weniger als eine Sekunde.
  • Google hat auf Firefox Mobile die Art geändert, wie auf Unternehmensinformationen zugegriffen wird. Auf Firefox Mobile lassen sich Rezensionen nicht leicht lesen.
  • Als Firefox-Nutzer habe ich fortlaufend nur auf Google-Websites Probleme. Ich halte extra ein Chrome-Fenster offen, um Google Maps, Gmail-Chat, Google Meet, YouTube usw. zu nutzen. Es ist offensichtlich, dass Google der Unterstützung von Firefox keine Priorität einräumt.
  • Der interessanteste Teil der Diskussion ist, dass diese Maßnahme in der denkbar simpelsten Form umgesetzt wurde und sich leicht durch Nachahmung von Chrome umgehen ließ. Das deutet darauf hin, dass es Ingenieure geben könnte, die mit solchen Maßnahmen unzufrieden sind.
  • Unter Firefox 120 tritt die Verzögerung nicht auf. Ich habe es auch im ausgeloggten Zustand ausprobiert. Der erwähnte Code wirkt wie eine faule Methode, um einen Concurrency-Bug zu beheben.