Ein Fall, der direkt zum Ende sprang
(danangell.com)Der Einstieg in die Webentwicklung und die Erfahrung mit Google
- Mit 8 Jahren begann die Person zusammen mit einem Freund, Websites zu erstellen; 2003 kursierten damals Gerüchte über Web 2.0.
- In der Bibliothek lernte sie DHTML kennen, es gab noch keinen Markt für mobile Apps, und Websites wie eBay und Google waren das Spannendste in der Computerwelt.
- Zusammen mit einem Freund entstanden einfache Webseiten, und für die Entwicklung von Webspielen brauchte man nur ein paar Links.
Googles Wachstum und die persönliche Entwicklung
- Google wuchs in Echtzeit zu einem Unternehmen im „Web-Maßstab“ heran und bot seinen Mitarbeitenden großzügige Vergütungen.
- In der Highschool betrieb die Person einen persönlichen Blog, schrieb HTML und CSS selbst und erstellte die Grafiken ebenfalls eigenhändig in Paint.
- Die Familie erwartete, dass sie eines Tages bei Google arbeiten würde, und Google galt als Gipfel einer Programmierkarriere.
Erfahrungen in Silicon-Valley-Startups
- Nach dem Bachelor in Informatik gab es zwar ein Einstellungsangebot von Google, letztlich kam es jedoch nicht zur endgültigen Zusage.
- Stattdessen arbeitete die Person in einem Startup im Silicon Valley, mit guter Work-Life-Balance und fähigen Kolleginnen und Kollegen.
- In einem Jahr neben einem Gründungsingenieur lernte sie mehr als je zuvor.
Wachstum in einem AI/LLM-Startup
- Während der Pandemie wechselte die Person zu einem schnell wachsenden Startup im Bereich AI/LLM.
- Innerhalb von 8 Monaten erreichte das Unternehmen Tausende Anmeldungen und einen ARR in Millionenhöhe und schrieb alles von Grund auf neu.
- Schnelles Feedback spielte eine entscheidende Rolle auf dem Weg zur Expertin bzw. zum Experten.
Rückkehr zu Google und Enttäuschung
- Später kam erneut ein Angebot von Google, und die Person erhielt eine Zusage für eine L4-SWE-Position.
- Nach dem Teambeitritt kündigte jedoch der technische Leiter, der Manager antwortete nicht auf E-Mails, und Kolleginnen und Kollegen verließen nacheinander das Unternehmen.
- Schließlich wurde klar, dass sie der falschen Version des Teams beigetreten war, und sie wechselte zu einem benachbarten Team, das Zertifizierungsstellen verwaltete.
Managementprobleme und Unternehmenskultur
- Das Webprojekt wurde von einer anderen Abteilung verwaltet und der Person einem „gestrichelten Manager“ zugeordnet.
- Sie begann mit einer neuen Aufgabe, doch der gestrichelte Manager verlangte Führungsverantwortung, was zu Konflikten mit dem direkten Vorgesetzten führte.
- Der direkte Manager fantasiierte über zukünftige Sexroboter, die die Einsamkeit von Männern kommerzialisieren würden.
Lehren aus Google und Fazit
- Durch die Erfahrung bei Google erkannte die Person, dass sie weniger an Geld oder prestigeträchtiger Wirkung interessiert war, sondern vielmehr daran, durch harte Arbeit zu wachsen.
- FAANG war kein Ort zum Lernen, sondern eine Möglichkeit, Geld zu verdienen, und deshalb war sie nicht ins Silicon Valley gekommen.
Meinung von GN⁺
Das Wichtigste an diesem Text ist, dass er ein reales Beispiel dafür liefert, wie die persönliche Karriereentwicklung und Erfahrungen am Arbeitsplatz die eigenen Werte und die berufliche Zufriedenheit beeinflussen. Besonders für Menschen, die eine Laufbahn im Software Engineering anstreben, dürfte er interessant sein. Er vermittelt die wichtige Botschaft, dass die Arbeit bei einem Großunternehmen wie Google nicht immer für alle das Richtige ist und dass man in kleineren Unternehmen oder Startups mitunter größere Erfüllung und Zufriedenheit finden kann.
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Bei Google ist eine der wichtigsten Kennzahlen für Führungserfolg die Zahl der Menschen, die man führt
Man habe gehört, dass man bei Google 12 Monate lang einfach nichts tun könne, weil Entlassungen sehr viel Papierkram erfordern
Alles, was man über Google liest und hört, wirkt sehr dystopisch
Als Aktionär fragt man sich, warum nicht mehr Menschen wütend darüber sind zu hören, dass Google so arbeitet
Es gibt keinerlei Groll gegen Google, aber es ist schade, dass das kollektive Streben der Hacker-Kultur allmählich nachlässt
Google ist ein großes Unternehmen, und es gibt viele verschiedene Arten technischer Rollen
Für Softwareingenieure liegt die ideale Unternehmensgröße zwischen 50 und 500 Mitarbeitenden
Nur Reiche sagen, Geld sei nicht wichtig, und nur Ex-Google-Mitarbeitende sagen, Google sei nicht wichtig
In Großunternehmen können Anreize seltsam sein
Man arbeitet bei einem Unternehmen im FAANG-Umfeld und gibt zu, auf den politischen Teil nicht vorbereitet gewesen zu sein