- Ein Artikel über Rob Pikes fünf Programmierregeln aus dem Jahr 1989
- Regel 1: Gehe nicht davon aus, wo ein Programm die meiste Zeit verbringen wird; Engpässe können unerwartet auftreten. Vermeide Speed-Hacks, bis ein Engpass nachgewiesen ist.
- Regel 2: Miss immer zuerst, bevor du auf Geschwindigkeit hin optimierst. Optimiere nur, wenn ein Teil des Codes einen erheblichen Einfluss auf den Rest hat.
- Regel 3: Komplexe Algorithmen sind langsam, wenn n klein ist. Das ist in den meisten Fällen so. Verwende komplexe Algorithmen nur, wenn n häufig groß ist, und wende auch dann zuerst Regel 2 an.
- Regel 4: Einfache Algorithmen und Datenstrukturen sind wünschenswert. Sie sind weniger fehleranfällig als komplexe und leichter zu implementieren.
- Regel 5: Die richtige Datenstruktur ist entscheidend für das Programmieren. Wenn die Daten gut strukturiert sind, wird der Algorithmus offensichtlich.
- Pikes Regeln 1 und 2 spiegeln Tony Hoares Diktum wider: "Vorzeitige Optimierung ist die Wurzel allen Übels."
- Ken Thompson formulierte Pikes Regeln 3 und 4 neu als: "Im Zweifel setze rohe Gewalt ein."
- Regeln 3 und 4 setzen die KISS-Designphilosophie (Keep It Simple, Stupid) um.
- Regel 5 stimmt mit einer Aussage aus Fred Brooks' The Mythical Man-Month überein, die oft verkürzt wird zu: "Schreibe dummen Code, der intelligente Objekte verwendet."
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