- Das Unternehmen Okta, das Identitätswerkzeuge wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Single Sign-On anbietet, war von einem Sicherheitsvorfall betroffen, der mit seiner Kundensupport-Abteilung zusammenhing.
- Der Vorfall betraf zwar nur eine „sehr kleine Zahl“ von Kunden, doch Hacker konnten mindestens zwei Wochen lang auf Otkas Support-Plattform zugreifen, bevor der Einbruch vollständig unterbunden wurde.
- Die Hacker griffen auf gestohlene Zugangsdaten zu und verschafften sich damit Zugang zu Otkas System zur Verwaltung von Support-Fällen. Dadurch konnten sie Dateien einsehen, die Okta-Kunden im Rahmen jüngerer Support-Fälle hochgeladen hatten.
- Okta fordert Kunden zur Fehlerbehebung häufig auf, HTTP Archive (HAR)-Dateien bereitzustellen. Diese Dateien können sensible Informationen wie Cookies und Session-Tokens enthalten, die Hacker nutzen können, um sich als legitime Benutzer auszugeben.
- Okta hat Maßnahmen zum Schutz der Kunden ergriffen, darunter das Widerrufen eingebetteter Session-Tokens, und empfiehlt, vor dem Teilen von HAR-Dateien sämtliche Zugangsdaten sowie Cookie-/Session-Tokens zu bereinigen.
- Der Okta-Kunde BeyondTrust informierte Okta bereits zwei Wochen vor der offiziellen Bekanntmachung über ein mögliches Problem. BeyondTrust entdeckte einen Versuch, innerhalb seiner Okta-Umgebung ein Administratorkonto zu erstellen, wobei ein Okta-Konto verwendet wurde, das einem seiner Ingenieure zugewiesen war.
- Okta ging zunächst nicht davon aus, dass die Warnung von BeyondTrust auf einen Einbruch in die eigenen Systeme zurückzuführen sei, erkannte und stoppte den Vorfall jedoch bis zum 17. Oktober.
- Charlotte Wylie, stellvertretende Chief Information Security Officer von Okta, nannte keine genaue Zahl der Kunden, die wegen eines möglichen Sicherheitsproblems gewarnt wurden, bezeichnete sie jedoch als einen „sehr, sehr kleinen Teil“ von mehr als 18.000 Kunden.
- Der Vorfall ereignete sich nach den jüngsten Hacks bei den Casinokonzernen Caesar’s Entertainment und MGM Resorts, bei denen Angreifer die Anforderungen an die Multi-Faktor-Anmeldung für Okta-Administratorkonten erfolgreich zurückgesetzt hatten.
- Okta geht davon aus, dass hinter diesem Vorfall ein bekannter Bedrohungsakteur steckt, der Okta und seine Kunden bereits früher ins Visier genommen hat.
- Okta hat einen Blogbeitrag zu dem Vorfall veröffentlicht, der auch „Indikatoren einer Kompromittierung“ enthält, mit denen Kunden prüfen können, ob sie betroffen waren. Das Unternehmen ist zuversichtlich, alle betroffenen Kunden benachrichtigt zu haben.
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