- Der 40-jährige CEO von Micfo LLC, Amir Golestan, wurde wegen Wire Fraud zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt.
- Golestan bekannte sich schuldig, mithilfe eines Netzwerks aus Briefkastenfirmen mehr als 735.000 IP-Adressen von der American Registry for Internet Numbers (ARIN) erschlichen zu haben.
- ARIN reichte 2018 Klage gegen Golestan und Micfo ein und warf ihnen vor, unter falschen Vorwänden Hunderttausende von IP-Adressen erlangt zu haben.
- Der Zivilfall erregte die Aufmerksamkeit von Bundesstaatsanwälten, die Golestan im Mai 2019 wegen Wire Fraud anklagten.
- Die Staatsanwaltschaft zeigte, dass Golestan Briefkastenfirmen und falsche Identitäten nutzte, damit ARIN nicht bemerkte, dass alle Adressen an denselben Käufer gingen.
- Golestan bekannte sich in 20 Fällen des Wire Fraud im Zusammenhang mit den Scheinfirmen schuldig, die er zur Beschaffung der IP-Adressen nutzte.
- Der Wert dieser IP-Adressen wurde auf zwischen 10 und 14 Millionen US-Dollar geschätzt.
- ARIN erklärte, dass eine fünfjährige Haftstrafe eine wichtige abschreckende Botschaft an andere Akteure sende, die betrügerische Pläne zur Erlangung oder Übertragung von Internet-Ressourcen in Erwägung ziehen.
- Die Kunden von Micfo gerieten auf das Radar von Spamhaus, auf das sich viele Netzwerkbetreiber verlassen, um Spam zu blockieren.
- Micfo begann, IP-Adressen vor allem an Unternehmen weiterzuverkaufen, die VPN-Dienste vermarkten und ihren Kunden helfen, ihre echten IP-Adressen online zu verbergen.
- Golestan behauptete, Micfo habe zeitweise die Vermittlung von rund 40 % der IP-Adressen verantwortet, die von den weltweit größten VPN-Anbietern genutzt wurden.
- Der Mangel an verfügbaren IP-Adressen machte jede IPv4-Adresse zu einer handelbaren Ware, die auf dem offenen Markt 15 bis 25 US-Dollar erzielen kann.
- Golestan wurde angewiesen, nach Verbüßung der 60-monatigen Haftstrafe eine zweijährige gerichtlich angeordnete Aufsicht zu absolvieren und fast 77.000 US-Dollar Schadenersatz an ARIN zu zahlen.
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