- Ein von Siegfried Wagner und Pearse Keane vom Moorfields Eye Hospital und dem UCL Ophthalmology Institute geleitetes Team hat Marker in Augenscans entdeckt, die auf das Vorliegen von Parkinson hinweisen – bis zu sieben Jahre vor der klinischen Diagnose.
- Diese bahnbrechende Entdeckung wurde durch die bislang größte Studie zur Netzhautbildgebung bei Parkinson ermöglicht; die Arbeit wurde in Neurology®, der medizinischen Fachzeitschrift der American Academy of Neurology, veröffentlicht.
- In der Studie wurde künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Parkinson-Marker im AlzEye-Datensatz und in der UK Biobank mit gesunden Freiwilligen zu identifizieren.
- Der AlzEye-Datensatz, die weltweit größte Datenbank mit Netzhautbildern und zugehörigen klinischen Daten, spielte in dieser Studie eine entscheidende Rolle.
- Die Studie ist Teil des aufkommenden Forschungsfelds „Oculomics“, das Augenscans nutzt, um Anzeichen neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Multipler Sklerose und Schizophrenie zu erkennen.
- Das Auge gilt als „Fenster“ zu unserer Gesundheit, und insbesondere hochauflösende Netzhautbilder aus der optischen Kohärenztomographie (OCT) sind inzwischen ein routinemäßiger Bestandteil der Augenheilkunde.
- OCT-Scans, die in weniger als einer Minute Querschnittsbilder der Netzhaut erzeugen können, sind nicht nur nützlich zur Überwachung der Augengesundheit, sondern machen auch Zellschichten unter der Gewebeoberfläche sichtbar.
- Forschende analysieren mit KI und Machine Learning große Mengen an OCT- und anderen Augenbildern und gewinnen allein aus diesen Bildern verborgene Informationen über den gesamten Körper.
- Die Studie umfasste die Zusammenarbeit mit NIHR Biomedical Research Centres des National Institute of Health and Social Care an mehreren Krankenhäusern und Universitäten.
- Sowohl der beratende Augenarzt Alastair Denniston als auch der klinische Forscher Siegfried Wagner betonten das Potenzial von Augendaten und KI-Technologien, frühe Anzeichen von Parkinson und anderen Krankheiten zu erkennen.
- Louisa Wickham, medizinische Direktorin von Moorfields, hob im Vergleich zu Gehirnscans für prädiktive Analysen die Skalierbarkeit, Nichtinvasivität, geringen Kosten und die Geschwindigkeit von OCT-Scans hervor.
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