2 Punkte von GN⁺ 2023-08-24 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein von Siegfried Wagner und Pearse Keane vom Moorfields Eye Hospital und dem UCL Ophthalmology Institute geleitetes Team hat Marker in Augenscans entdeckt, die auf das Vorliegen von Parkinson hinweisen – bis zu sieben Jahre vor der klinischen Diagnose.
  • Diese bahnbrechende Entdeckung wurde durch die bislang größte Studie zur Netzhautbildgebung bei Parkinson ermöglicht; die Arbeit wurde in Neurology®, der medizinischen Fachzeitschrift der American Academy of Neurology, veröffentlicht.
  • In der Studie wurde künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Parkinson-Marker im AlzEye-Datensatz und in der UK Biobank mit gesunden Freiwilligen zu identifizieren.
  • Der AlzEye-Datensatz, die weltweit größte Datenbank mit Netzhautbildern und zugehörigen klinischen Daten, spielte in dieser Studie eine entscheidende Rolle.
  • Die Studie ist Teil des aufkommenden Forschungsfelds „Oculomics“, das Augenscans nutzt, um Anzeichen neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer, Multipler Sklerose und Schizophrenie zu erkennen.
  • Das Auge gilt als „Fenster“ zu unserer Gesundheit, und insbesondere hochauflösende Netzhautbilder aus der optischen Kohärenztomographie (OCT) sind inzwischen ein routinemäßiger Bestandteil der Augenheilkunde.
  • OCT-Scans, die in weniger als einer Minute Querschnittsbilder der Netzhaut erzeugen können, sind nicht nur nützlich zur Überwachung der Augengesundheit, sondern machen auch Zellschichten unter der Gewebeoberfläche sichtbar.
  • Forschende analysieren mit KI und Machine Learning große Mengen an OCT- und anderen Augenbildern und gewinnen allein aus diesen Bildern verborgene Informationen über den gesamten Körper.
  • Die Studie umfasste die Zusammenarbeit mit NIHR Biomedical Research Centres des National Institute of Health and Social Care an mehreren Krankenhäusern und Universitäten.
  • Sowohl der beratende Augenarzt Alastair Denniston als auch der klinische Forscher Siegfried Wagner betonten das Potenzial von Augendaten und KI-Technologien, frühe Anzeichen von Parkinson und anderen Krankheiten zu erkennen.
  • Louisa Wickham, medizinische Direktorin von Moorfields, hob im Vergleich zu Gehirnscans für prädiktive Analysen die Skalierbarkeit, Nichtinvasivität, geringen Kosten und die Geschwindigkeit von OCT-Scans hervor.

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-08-24
Hacker-News-Kommentare
  • Die Studie legt nahe, dass ein Augenscan Anzeichen von Parkinson bis zu 7 Jahre vor der Diagnose erkennen kann.
  • Zwischen Vorboten von Parkinson und der Kontrollgruppe gibt es erhebliche Überschneidungen, sodass die Methode als Einzelmessung ohne eine hohe Falsch-Positiv-Rate nicht nützlich ist.
  • Unternehmen wie RightEye und Neuralight entwickeln diese Technologie und nutzen Pupillenbewegungsdaten, wenn umfassendere Tests erforderlich sind.
  • Fortschritte bei der Erkennung von Parkinson werden anerkannt, obwohl es noch keine Behandlung gibt.
  • Die Idee, Jahre im Voraus auf eine potenzielle Demenz hingewiesen zu werden, ist interessant und komplex und könnte gesellschaftliche Auswirkungen haben.
  • KI, insbesondere Machine Learning, wird eingesetzt, um verborgene Informationen in diesen Bildern zu finden.
  • Diskutiert wird auch das Potenzial von Smartphones als Diagnosewerkzeug, wobei die Apple Watch als vielversprechendes Gerät erwähnt wurde.
  • Der Autor des Artikels über den Einsatz von Deep Learning zur Erkennung von Typ-2-Diabetes hob die potenziellen Vorteile und Herausforderungen der Früherkennung von Krankheiten hervor.
  • Es gibt eine Diskussion darüber, ob Parkinson bei allen Menschen denselben Mechanismus hat oder ob es sich um eine Sammlung eigenständiger Probleme handelt, die ähnliche Symptome verursachen.
  • Es wurden Bedenken über einen Missbrauch dieser Technologie zur Verweigerung von Versicherungsleistungen geäußert.
  • Es gibt die Idee, mehrere Erkennungsmethoden wie Augenscan, Geruchserkennung und Labortests zu kombinieren, um eine genauere Parkinson-Diagnose zu ermöglichen.