- Telegram-Bots greifen auf personenbezogene Daten wie Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Führerscheininformationen zu und verkaufen sie für 15 US-Dollar in Bitcoin
- Der Ursprung dieser Daten lässt sich auf Kredit-Header-Informationen zurückführen, die von Auskunfteien wie Experian, Equifax und TransUnion gehalten werden; anschließend werden sie an Unternehmen verkauft, die sie an Inkassofirmen, Versicherungen, Strafverfolgungsbehörden und andere weitergeben
- Kriminelle erhalten mitunter Zugang zu dieser Datenlieferkette; in einigen Fällen gaben sie sich als ehemalige Strafverfolgungsbeamte aus und verkauften online Zugriffsrechte an kriminelle Komplizen
- Das Werkzeug wurde genutzt, um Informationen über prominente Ziele wie Elon Musk, Joe Rogan und sogar Präsident Joe Biden zu sammeln
- Die Communities, in denen dieses Tool beworben wird, umfassen Chats mit Schwerpunkt auf Swatting, SIM-Swapping und körperlicher Gewalt, was auf vielfältige kriminelle Aktivitäten hindeutet
- Für Nutzer ist es äußerst schwierig, sich von dieser Datensammlung abzumelden, und die Daten können selbst gegen Menschen eingesetzt werden, die persönliche Informationen sorgfältig verteilt haben
- Senator Ron Wyden hat staatliches Eingreifen gefordert, um diese Unternehmen daran zu hindern, personenbezogene Daten als Pakete zu verkaufen
- Auskunfteien sammeln und speichern über Kreditkartenanträge die persönlichen Daten des Großteils der erwachsenen Bevölkerung; diese Daten werden danach an Drittunternehmen verkauft
- Die FTC definiert Kredit-Header-Informationen als Teil des Kreditberichts eines Verbrauchers; dazu gehören in der Regel Name, Geburtsdatum, aktuelle und frühere Adressen, Sozialversicherungsnummer und Telefonnummern einer Person
- Auskunfteien und Datenbroker gehen im Allgemeinen davon aus, dass Kredit-Header unter den Gramm-Leach-Bliley Act (GLBA) fallen, ein Gesetz, das es ihnen ermöglicht, Kredit-Header-Informationen an Dritte zu verkaufen
- Das Consumer Financial Protection Bureau (CFPB) hat eine neue Regel vorgeschlagen, die die Regulierung von Kredit-Header-Daten ändern würde, doch sie könnte den in der Recherche offengelegten kriminellen Zugriff oder Missbrauch nicht einschränken
- Datenschutz- und Rechtsaktivisten sind der Ansicht, dass die Lösung darin besteht, den Verkauf von Kredit-Header-Daten durch Auskunfteien an Dritte zu beenden
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