- Vorstellung des Konzepts „Executive Function Theft“ (EFT), ein vom Autor geprägter Begriff, der beschreibt, wie verwaltungsbezogene oder als routinemäßig wahrgenommene Entscheidungen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten absichtlich auf andere abgewälzt werden
- EFT ist oft nicht bewusst böswillig, entsteht aber dadurch, dass eine Person ihre eigene exekutive Funktion über die einer anderen stellt. Dieses Verhalten wiederholt sich, bis die exekutiven Funktionen der betroffenen Person erschöpft sind
- EFT ist in Unternehmensumgebungen weit verbreitet; der Autor nennt die Verwaltung amerikanischer Flexible Spending Accounts (FSA) im Gesundheitsbereich als zentrales Beispiel für EFT
- Der Autor diskutiert auch EFT bei akademischen Serviceaufgaben, insbesondere wenn einige Personen einen übermäßigen Anteil administrativer Arbeit übernehmen müssen. Das führt oft zu einem Ungleichgewicht bei den Serviceverpflichtungen und schließt häufig eine Geschlechterdimension ein
- EFT tritt auch im Haushalt auf, wenn eine Person die meisten Entscheidungen treffen und die Logistik organisieren muss, was zu Entscheidungserschöpfung führt. Dadurch geht Zeit verloren, um größere Pläne für sich selbst oder die Familie zu machen
- Der Autor weist darauf hin, dass sich EFT mit anderen sozialen und gesundheitlichen Faktoren überschneidet und seine Auswirkungen dadurch verschärft werden. So können etwa Menschen mit Beeinträchtigungen exekutiver Funktionen oder körperlichen Behinderungen auf zusätzliche Hürden stoßen
- Um EFT zu verringern, schlägt der Autor vor, dass Personen in Führungsrollen solche Muster unterbrechen oder dass Einzelne schädliche Verhaltensweisen erkennen und aktiv verändern. Außerdem empfiehlt er, Freunde oder Kollegen zu fragen, ob sie sich an Entscheidungen oder Aufgaben beteiligen möchten oder ob sie es bevorzugen, dass der Autor sich darum kümmert
- Abschließend hofft der Autor, dass das Konzept EFT den Lesern die nötigen Worte gibt, um dieses Verhalten zu unterbrechen, und ihnen besonders dabei hilft, sich dagegen zu wehren, dass Unternehmen ihre Zeit und Entscheidungskraft verschwenden
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