- Ein Richter in Nordkalifornien hat HPs Antrag auf Abweisung einer Klage zu seinen Multifunktionsdruckern zurückgewiesen.
- Die Kläger Gary Freund und Wayne McMath behaupten, HP habe die Nicht-Druck-Funktionen der Multifunktionsgeräte absichtlich deaktiviert, wenn die Tinte leer war, und Käufer darüber nicht informiert.
- In der Klage wird geltend gemacht, HP habe wesentliche Informationen verschwiegen, darunter Software im Gerät, die Scan- und Faxfunktionen deaktiviert, wenn die Tinte leer ist.
- Die im Februar dieses Jahres eingereichte geänderte Klageschrift der Kläger wurde vom Gericht angenommen, nachdem eine frühere Version abgewiesen worden war, weil sie die Vorwürfe nicht ausreichend dargelegt hatte.
- Als Beleg für die absichtliche Deaktivierung der Funktionen wurden auch HPs eigene Kommentare in Beiträgen im Support-Forum angeführt; darin erklärte ein HP-Supportmitarbeiter, dass der Drucker ohne Tinte nicht funktionieren werde.
- Richterin Beth Labson Freeman befand, dass die Kläger den angeblichen Mangel und HPs Kenntnis davon „hinreichend“ dargelegt hätten und dass HP verpflichtet gewesen sei, die Einschränkungen offenzulegen.
- Die Richterin ließ die Klage weiterlaufen, wies jedoch allein den Antrag der Kläger auf angemessenen Schadensersatz nach dem Minnesota Deceptive Trade Practices Act ab.
- Es ist nicht das erste Mal, dass HP wegen des Vorwurfs rechtlich belangt wird, Drucker unangemessen zu sperren. 2022 einigte sich das Unternehmen in Europa auf einen Vergleich über 1,35 Millionen Dollar, nachdem ihm vorgeworfen worden war, Sicherheitschips und DRM-ähnliche Software zu nutzen, um zu verhindern, dass Kartuschen von Drittanbietern in HP-Druckern funktionieren.
- Ähnliche Fälle wurden auch in Australien und den USA beigelegt, und ein weiterer Druckerhersteller, Canon, wurde 2021 aus demselben Grund verklagt und einigte sich auf einen Vergleich über eine nicht offengelegte Summe.
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