1 Punkte von GN⁺ 2023-06-27 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • JP Morgan wurde von der SEC mit einer Geldstrafe von 4 Millionen US-Dollar belegt, weil das Unternehmen Millionen von E-Mail-Aufzeichnungen im Zusammenhang mit einer Chase-Bank-Tochter aus dem Jahr 2018 gelöscht hatte
  • Das Unternehmen löschte rund 47 Millionen elektronische Kommunikationsaufzeichnungen aus etwa 8.700 E-Mail-Postfächern, die den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis zum 23. April abdeckten
  • Viele dieser Aufzeichnungen waren Geschäftsunterlagen, die nach dem Securities Exchange Act von 1934 aufbewahrt werden mussten
  • Aufgrund dieses Fehlers konnte JP Morgan keine Beweise für Untersuchungen vorlegen, die von der SEC und anderen Behörden angefordert worden waren
  • Das Problem von JP Morgan geht auf ein Projekt zurück, mit dem ältere Kommunikation und Dokumente aus dem System gelöscht werden sollten, die nicht länger aufbewahrt werden mussten
  • Bei diesem Projekt trat eine „Störung“ in dem von JP Morgan implementierten Prozess auf, durch die als zur Löschung identifizierte Dokumente gelöscht wurden
  • JP Morgan schiebt die Verantwortung für dieses Problem auf den Dienstleister für Aktenaufbewahrung, den das Unternehmen mit der Verwaltung seiner Kommunikationsspeicherung beauftragt hatte
  • Dieser Dienstleister verfüge über ein Medienarchiv, das die Vorschriften für die entsprechende 36-monatige Aufbewahrungsfrist erfülle, und habe JP Morgan sowie der Financial Industry Regulatory Authority (FINRA) mehrfach zugesichert, dass Dokumente innerhalb dieses Zeitraums daher nicht gelöscht würden
  • Als Reaktion auf den Vorfall erklärte JP Morgan, eine eigene 36-Monats-Aufbewahrungscodierung implementiert und die Betriebsabläufe überarbeitet zu haben

1 Kommentare

 
GN⁺ 2023-06-27
Hacker-News-Kommentar
  • Gegen JP Morgan wurde von der SEC eine Geldstrafe verhängt, weil E-Mail-Aufzeichnungen gelöscht wurden
  • Daten, die hätten gelöscht werden sollen, wurden nicht ordnungsgemäß gelöscht
  • Um das Problem zu beheben, wurde eine manuelle Löschanfrage bis zum aktuellen Datum ausgeführt
  • Jemand hat offenbar die E-Mail-Aufbewahrungskonfiguration für eine Chase-eigene Domain vergessen
  • Erst nach 1,5 Jahren hat es jemand entdeckt
  • Fehler passieren, aber wenn es rechtzeitig entdeckt worden wäre, hätte man die Nachrichten aus dem Backup aufbewahren können
  • Der Richter kann vermuten, was in diesen Beweisen enthalten war
  • Für Infrastrukturänderungen und Datenmanipulationen sind viele Unterschriften und Meetings nötig
  • Eine Geldstrafe von 4 Millionen Dollar ist billiger als Archivierungskosten
  • In diesem Fall ist die Korruption dreist und offenkundig
  • Auch die niederländische Regierung hat versehentlich vertrauliche Dokumente gelöscht
  • Für JP Morgan sind 4 Millionen Dollar Peanuts
  • Fehler macht jeder, aber bemüht euch bitte, beim nächsten Mal keine Beweise zu löschen.