- Das Monitoring-Tool für die von Kunden angesehenen Streams wurde anfangs mit AWS Step Functions aufgebaut, um es schnell umzusetzen
- Mit dem Wachstum des Dienstes traten jedoch Engpässe und Kostenprobleme auf (Funktionsaufrufe und S3-Buckets zum temporären Speichern von Frames usw.)
- Wechsel von einer verteilten Microservices-Architektur zu einem Monolithen
- S3-Buckets werden dadurch nicht mehr benötigt
- Die übergeordnete Architektur bleibt unverändert
- Die Infrastrukturkosten wurden um 90 % gesenkt, und auch die Skalierbarkeit hat sich deutlich verbessert
- Durch den Umzug auf EC2 können nun auch Compute Savings Plans genutzt werden (Rabatte bei jährlicher Bindung)
- Microservices und Serverless eignen sich zwar für große Skalierung, aber ob sie verwendet werden sollten, muss von Fall zu Fall entschieden werden
6 Kommentare
Es scheint, dass man mit Serverless nur dann Kosten sparen kann, wenn die Leistung von EC2 oder Cluster-VMs größtenteils gar nicht ausgeschöpft wird.
Letztlich ändert sich wohl nichts daran, dass große Hardware gekauft, in kleine Einheiten aufgeteilt und teuer verkauft wird.
Damit der Gewinn maximal wird, muss man es in möglichst kleine Einheiten zerstückeln — insofern kann ich auch verstehen, warum man zu Serverless lenkt.
FaaS ist wirklich ein geldverschlingendes Ungetüm …
Wenn man mit k8s gut umgehen kann, dann ja. Man sollte aber wohl auch die Kosten dafür mit einbeziehen, ein Team aufzubauen und zu halten, das k8s wirklich gut beherrscht ...
Wie bei Cloud-Diensten allgemein gilt: In der Phase des schnellen frühen Wachstums ist eine flexible Virtualisierungsstruktur von Vorteil, doch mit wachsender Erfahrung und zunehmender Stabilisierung lohnt sich bei größerem Scale wie in diesem Fall eine Optimierung sowohl in Bezug auf Kosten als auch auf den Betrieb.
Auch beim jüngsten AWS Summit wurde stark betont, wie sehr sich mit Serverless Kosten sparen lassen sollen...
Dass nun ein Artikel auftaucht, in dem steht, dass der Umstieg von Serverless auf Container günstiger ist, finde ich schon erstaunlich.
Natürlich habe ich Serverless kürzlich selbst einmal leichtgewichtig ausprobiert, und es wirkt tatsächlich ziemlich teuer...
Eine einfache API, die sich nach Optimierung auf einem einzelnen Server für rund 10 US-Dollar im Monat betreiben lässt,
kam bei Serverless wegen der hohen Anzahl an Requests auf über 100 US-Dollar im Monat.
Diese Funktion habe ich daher sofort auf einen normalen Server migriert. -_-
Dass es günstiger als serverless ist, weiß wohl jeder … aber die Zahl von 90 % und die Tatsache, dass dieser Artikel selbst von einem Amazon-Dienst stammt, sind schon interessant. AWS dürfte serverless eigentlich lieber stärker verkaufen wollen, haha