3 Punkte von xguru 2022-12-20 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • „Wenn Big Red kein Geld dafür verlangt, mehr Kerne hinzuzufügen, plant Big Blue, die Kernzahl zu verdreifachen. Warum nicht?“
  • IBM hat still und leise Pläne zur Einführung eines 24-Kern-Power10-Prozessors bekannt gegeben
  • Oracle DB Standard Edition 2 (SE2) kann nur für Server mit 2 Sockeln lizenziert werden
    → Da die Anzahl der Kerne keine Rolle spielt, ist eine Leistungssteigerung möglich, ohne die Lizenz zu ändern
  • Der 2019 von Lenovo eingeführte ThinkSystem-SR655-Server war mit einer AMD EPYC 7002 mit 64 Kernen in einem CPU-Sockel ausgestattet
    • Lenovo warb damals damit, dass sich eine solche Multicore-Maschine gut zum Ausführen von VMs unter VMware eigne
    • VMware verkaufte seine Lizenzen ebenfalls pro Sockel
    • Deshalb änderte VMware sein Lizenzmodell so, dass CPUs mit mehr als 32 Kernen so gezählt werden, als hätten sie zusätzliche Sockel
  • Wie wird Big Red, berüchtigt dafür, die Einnahmen aus Kunden maximal auszuschöpfen, wohl reagieren?

2 Kommentare

 
idunno 2022-12-20

Oracle wird dann wohl auch die Lizenz ändern.

 
xguru 2022-12-20

Ich dachte, The Register hätte das überinterpretiert … aber in der tatsächlichen IBM-Ankündigung wird Oracle tatsächlich erwähnt …

"IBM beabsichtigt, einen hochdichten 24-Core-Prozessor für das IBM Power S1014-System (MTM 9105-41B) anzukündigen, um Anwendungsumgebungen zu adressieren, die eine Oracle Database mit dem Standard Edition 2 (SE2)-Lizenzmodell nutzen. Dabei sollen eine robuste Rechenleistung mit den überlegenen Zuverlässigkeits- und Verfügbarkeitsfunktionen der IBM Power-Plattform kombiniert werden, während gleichzeitig die Lizenzierungsrichtlinien von Oracle Database SE2 eingehalten werden."