Veröffentlichung des Linux-Kernels 6.0
(lwn.net)- Die Nummer der Hauptversion hat sich geändert, aber diese Version ist keine besonders spezielle Kernel-Veröffentlichung
→ Nach der Veröffentlichung von 5.19 wurde entschieden, auf 6.0 zu wechseln, weil „20“ als Zahl zu groß wirkte - Dennoch sind mehr als 15K Commits enthalten, sodass es viele Änderungen gibt
2 Kommentare
An dieser Stelle lohnt sich ein erneuter Blick auf die Geschichte der Linux-Kernel-Versionen
0.01 : 1991/09/17
1.0 : 1994/03/14 (Beginn der Entwicklung mit dem berühmten Gerade/Ungerade-Versionsschema)
2.0 : 1996/06/09
2.2 : 1999/01/26
2.4 : 2001/01/04
2.6 : 2003/12/17 (Abkehr vom Gerade/Ungerade-Versionsmanagement, Beginn des LTS-Versionsmanagements für den Consumer-Markt, ab 2.6.12 Versionsverwaltung mit git)
2.6.39 : 2011/05/18
3.0 : 2011/07/21
3.19 : 2015/02/08
4.0 : 2015/04/12
4.20 : 2018/12/23
5.0 : 2019/03/03
5.19 : 2022/07/31
6.0 : 2022/10/02
Aktuell werden im Zweiwochenrhythmus rc-Versionen veröffentlicht; nach rc7 bis rc9 erscheint dann die nächste Kernel-Version. (Daher erscheint alle 2 bis 4 Monate eine neue Kernel-Version.)
Außerdem wird jedes Jahr eine LTS-Version festgelegt, sodass der Enterprise- und Consumer-Markt über einen bestimmten Zeitraum Sicherheitsupdates erhält, ohne dass es zu abrupten Veränderungen im Linux-Kernel kommt.
Die USB4-bezogenen Funktionen von AMD sind für 6.1 vorgesehen.
Derzeit gibt es bei der Bildausgabe über Alt-DP unter den Funktionen des Thunderbolt-Ports keine größeren Probleme, aber mit Thunderbolt Ethernet gibt es Probleme (natürlich gibt es bei Intel überhaupt keine Probleme).
Das wirklich Gute an Thunderbolt Ethernet ist, dass man damit zwei Thunderbolt-fähige Geräte ganz einfach ohne LAN-Kabel verbinden kann. Man steckt sie einfach an, stellt nur die IP manuell ein und verbindet sich dann per
ssh— natürlich muss auf einer Seitesshdoffen sein...)Wie auch immer, da AMD nun ebenfalls USB4-Unterstützung bekommt, dürfte der Kernel dies in absehbarer Zeit ebenfalls unterstützen.