- Ein Library-OS, das Unikernels für die Ausführung einzelner Anwendungen erstellt
- Code wird unter Linux/Mac usw. entwickelt und zu einem Unikernel kompiliert, der auf Xen-/KVM-Hypervisoren läuft
- Es wird ein nur wenige MB großes Image inklusive OS erzeugt, das in wenigen ms bootet und sofort Dienste bereitstellen kann
- Für statisches Website-Hosting, SMTP-Stacks, OpenVPN-Server, DNS(SEC)-Server usw.
- Über ein Ökosystem mit Hunderten von Bibliotheken sind vielfältige Konfigurationen möglich
- MirageOS-Code wird in OCaml geschrieben
3 Kommentare
Die Entwicklungsgeschichte von Betriebssystemen ist wirklich spannend.
Wenn sich Betriebssysteme in der Anfangszeit als Time-Sharing-Systeme weiterentwickelten, damit mehrere Nutzer teure Hardware gemeinsam verwenden konnten, ist es interessant, dass nun, da Microservices zum Mainstream geworden sind, der Unikernel wieder an Bedeutung gewinnt, um mit minimalen Kosten (Stromverbrauch, Bootzeit, Compile-Zeit usw.) genau eine vorgegebene Aufgabe auszuführen.
Das ist wirklich eine Einsicht, der man voll zustimmen kann. Nicht nur im Engineering, aber der Einsatz für hohe Effizienz scheint wohl nie zu enden.
Da fragt man sich, ob solche Lösungen auch in den vergleichsweise hochpreisigen Embedded-Markt vordringen können.
Gerade im Embedded-Bereich scheinen Unikernels am besten zur Geltung zu kommen, aber wegen der gewachsenen Legacy dürfte ihre Einführung bislang wohl nicht einfach gewesen sein.
In puncto Effizienz sind sie den bisherigen Ansätzen jedoch kaum vergleichbar überlegen; wenn also ein Unternehmen sie früh einsetzt und verschiedene Versuche wagt, könnte daraus vielleicht sogar wieder ein neues Unicorn entstehen.