Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Code Reviews
(brunch.co.kr/@cleancode)„Ich verstehe, dass Code Reviews gut sind, aber wir haben keine Zeit. Es gibt neben Reviews noch viel anderes zu tun.“
- Zusammenstellung von Antworten auf die obige Frage, die der Autor in seinen Code-Review-Vorträgen am häufigsten erhält
- Der Autor bzw. PR-Ersteller sollte sich bemühen, dass für das Code Review möglichst wenig Zeit benötigt wird
- So wie bei einem täglichen 10-minütigen Stand-up-Meeting sollten feste Review-Zeiten eingeplant werden, zum Beispiel 30 Minuten am Vormittag und 30 Minuten nach dem Mittagessen
- Qualität und Produktivität:
Eine frühe Investition kann die später entstehenden Kosten deutlich senken und durch geringere Änderungskosten in Zukunft zu höherer Produktivität führen - Sonstiges:
Wenn die Zeit knapp ist, sollte man zumindest bei kritischen Punkten wie Bugs oder Ausfällen anfangen und den Umfang nach und nach erweitern.
Der für Reviews eingesetzte Aufwand sollte in der Organisation als Leistung anerkannt werden
„Ich hoffe, dass wir Code Reviews als eine Form des Austauschs für Wachstum, das wir sofort umsetzen können, und als Mittel zur Steigerung der Produktivität durch bessere Qualität durchführen.“
2 Kommentare
Es braucht eine Kultur, in der Zeit für Code-Reviews als Arbeitszeit anerkannt wird.
Wenn etwas mit einem extrem engen Zeitplan top-down hereingereicht wird, gibt es darauf keine gute Antwort. Oder wenn einfach ein Fälligkeitsdatum festgelegt und dann die Arbeit angewiesen wird.
Bei solchen Unternehmen ist die allgemeine Kultur oft eher top-down geprägt.
Wenn nur ein einzelner Arbeitsablauf angepasst werden muss, lässt sich das vergleichsweise leicht ändern, aber bei der allgemeinen Stimmung ist das schwierig, weil sich dafür das Management wirklich dazu entschließen muss.
Wenn über die Arbeitsbelastung nicht gesprochen werden kann, sollte man zunächst versuchen, die Kultur zu verändern (indem man den Prozess über Überstunden sichtbar macht).
Wenn sich auch nach einem Monat nichts ändert, ist es letztlich effizienter, sich nach einer anderen Organisation, einem anderen Unternehmen oder einer anderen Branche umzusehen.
Wenn man darüber hinaus noch mehr Energie hineinsteckt, merkt man irgendwann, wie man innerlich daran zerbricht.
(Mit Branche ist hier die Unterscheidung zwischen SI, Startup und Großunternehmen gemeint. Ich hatte das Gefühl, dass sich Tätigkeit, Arbeitsweise und die Beziehungen im Team völlig unterscheiden.)