5 Punkte von xguru 2020-12-19 | 3 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Kommerzielle CPU auf Basis der Arm-Neoverse-N1-CPU-Plattform

→ vermutlich identisch mit Amazons Graviton2

  • In einem 2U-Rackserver sind zwei Altra-Q80-33-Prozessoren verbaut, jeweils mit 80 Kernen

  • Die Benchmark-Leistung ist ähnlich wie bei der AMD-EPYC-7742-CPU, der Preis ist jedoch 42 % niedriger

→ je nach Workload liegt mal die eine, mal die andere vorn

→ EPYC 7742 $6950 vs. Q80-33 $4050

  • Allerdings erschien der EPYC 7742 bereits vor 15 Monaten, und mit einer Zen3-Basis wird ein Leistungsplus von etwa 20 % erwartet, wodurch die Benchmark-Ergebnisse wieder anders ausfallen könnten

  • Außerdem plant Altra, nächstes Jahr eine Version mit 128 Kernen zu veröffentlichen; wenn dann 2022 zusätzlich ein 5-nm-Fertigungsprozess eingeführt wird, ist erneut ein Leistungsplus von rund 50 % zu erwarten

  • Amazons Graviton2 wird wohl nur bei AWS eingesetzt, Altra ist jedoch kommerziell verfügbar und dürfte daher auch von anderen Cloud-Anbietern wie Oracle genutzt werden

  • Ampere ist ein Unternehmen, das von der ehemaligen Intel-Präsidentin Renée James gegründet wurde; auch Arm hat investiert

3 Kommentare

 
xguru 2020-12-19

Veränderung des Marktanteils von Cloud-Prozessor-Instanzen bei AWS (Intel vs. AMD vs. Graviton) https://de.news.hada.io/topic?id=3428

Auch bei AWS sollen ARM-Systeme wie Graviton inzwischen über 10 % liegen, daher ist wohl auch bei Servern mit dem Vormarsch von ARM zu rechnen.

 
galadbran 2020-12-19

Wow, das sind mehr, als ich erwartet hatte. Welche Art von Arbeit wird typischerweise an Orten erledigt, die hauptsächlich ARM-Maschinen verwenden? Ich habe noch das Gefühl, dass es für den Einsatz als allgemeiner Webanwendungsserver noch etwas zu früh ist.

 
ssssut 2020-12-19

Bei AWS ist es inzwischen auch bei als Service bereitgestellten Angeboten wie RDS und ElastiCache möglich, Graviton-Instanzen zu nutzen. Bei normalen Anwendungen braucht man oft eine ausreichend lange Testphase und scheut den Umstieg aus einer gewissen Restunsicherheit, aber bei solchen DB-Services wurden sie bereits von AWS validiert und veröffentlicht, und man kann zum gleichen Preis DB-Instanzen mit deutlich besserer Leistung nutzen, weshalb der Wechsel wohl stark zunimmt. Da die Last der meisten Webserver eher in der DB als im Webserver selbst entsteht, denke ich, dass schon ein schrittweiser Austausch nur der DB-Server ein ziemlich großer Hebel sein könnte.

https://de.news.hada.io/topic?id=3402

Und das hier ist eine Meldung von vor Kurzem: Twitter hat angekündigt, die Timeline-Funktion auf AWS-ARM-Instanzen zu migrieren. Wenn man sich die heute häufig verwendeten Webserver-Sprachen anschaut, unterstützen die meisten die Architektur weitgehend unabhängig davon (Java, .NET, Node, Python usw.); wenn die Architektur nur diese Sprachen stabil unterstützt, kann man wohl ohne große Sorgen umsteigen.