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  • Chrome registriert auf dem Mac ohne Zustimmung der Nutzer den globalen Tastaturkurzbefehl Ctrl+G, sodass sich das Gemini-Popup auch in anderen Apps öffnet
  • Er kollidiert mit dem Kurzbefehl zum Springen zu einer Zeile in Code-Editoren; zudem sind im Popup Chrome-/Gemini-Kennzeichnungen und eine Deaktivierungsfunktion nicht klar erkennbar
  • Um den Kurzbefehl abzuschalten, muss man in den Chrome-Einstellungen zu AI innovations → Gemini in Chrome gehen; unter Windows wird offenbar Alt+G verwendet
  • Offenbar wurde die Funktion nur bei einigen Nutzern automatisch aktiviert, doch die Kriterien sind unklar; unabhängig von Nutzungsverlauf oder Tarif sollte zuerst eine ausdrückliche Zustimmung eingeholt werden
  • Da macOS keine öffentliche Liste zur Prüfung app-spezifischer globaler Kurzbefehle bietet, ist die Ursache von Konflikten schwer zu finden; sowohl Betriebssystem als auch Apps sollten den Registrierungsstatus und die Einstellungen transparent bereitstellen

Ohne Zustimmung belegter Gemini-Kurzbefehl

  • Chrome fängt auf dem Mac Ctrl+G ab und startet damit ein Gemini-Popup
    • Das funktioniert auch außerhalb von Chrome und stört bestehende Kurzbefehle, etwa das Springen zu einer Zeile in Code-Editoren
    • Wenn man den Hinweistext nicht genau liest, ist schwer zu erkennen, ob das Fenster von Chrome oder Gemini stammt
    • Im Popup selbst gibt es keine Einstellung zum Deaktivieren des Kurzbefehls
  • Die Deaktivierungsoption findet man erst, wenn man den Zusammenhang mit Chrome erkannt hat und in den Einstellungen bis AI innovations → Gemini in Chrome navigiert
  • Unter Windows wird offenbar Alt+G als entsprechender Kurzbefehl verwendet
  • Möglicherweise wurde die Funktion bei einigen Nutzern automatisch aktiviert, die Gemini genutzt haben oder einen entsprechenden Tarif verwenden; die genauen Kriterien sind jedoch nicht bestätigt
  • Auch wenn globale Kurzbefehle nützlich sind, sollten Apps sie nicht ohne Zustimmung der Nutzer installieren; vor der Registrierung braucht es einen klaren Hinweis und eine Bestätigung
    • Für Funktionen, die unabhängig vom Fokus funktionieren müssen – etwa Stummschalten in Videokonferenzen, Screenshots, nächste Folie während einer Präsentation sowie Lautstärke-, Helligkeits- und Mediensteuerung –, sind globale Kurzbefehle geeignet
    • Das Problem ist nicht die Funktion selbst, sondern die Art, wie der Kurzbefehl ohne Opt-in belegt wurde

Probleme beim Kurzbefehl-Management in macOS und Apps

  • macOS bietet keine öffentliche Liste und keinen modernen Befehlsspeicher, um von Apps registrierte globale Kurzbefehle einzusehen
    • Wenn eine App einen Kurzbefehl abfängt, ohne eine sichtbare Aktion auszulösen, ist schwer herauszufinden, warum ein bestehender Kurzbefehl nicht mehr funktioniert
    • 1Password, Notion und Perplexity werden ebenfalls als Apps genannt, die globale Kurzbefehle abgefangen haben
  • Apps, die globale Kurzbefehle unterstützen, sollten eine Seite anbieten, auf der sich alle Kurzbefehle an einem Ort einsehen und ändern lassen
    • Chrome verteilt die entsprechenden Optionen über mehrere Einstellungsseiten
    • Zoom zeigt Kurzbefehle gebündelt an einem Ort an und ist dadurch leichter zu verwalten als Chrome
  • Das frühe Chrome wirkte wie ein Browser, der Nutzer vor bösartigen Websites schützt; heute steht Chrome in der Kritik, weil inzwischen eher das Betriebssystem die Nutzer vor Chrome schützen müsse
  • Auch die Bezeichnung AI innovations im Einstellungs-Tab ist unpassend, da der Markt entscheiden sollte, was eine Innovation ist

1 Kommentare

 
GN⁺ 3 시간 전
Lobste.rs-Kommentare
  • Google kümmert sich schon seit Langem nicht mehr um Zustimmung der Nutzer, und Chrome war schon immer ein Überwachungswerkzeug, also kaum überraschend
    • Das macht es trotzdem nicht akzeptabel. Ich hoffe, dass sich jedes Mal, wenn man auf einen konkreten Verstoß hinweist und die Probleme der Software weiter öffentlich macht, jemand gegen die Installation von Chrome entscheidet
      Chrome kommt jeden Tag dem IE6 der nächsten Generation näher, und damit rückt wohl auch sein Niedergang näher
  • Es ist seltsam, dass technisch versierte Nutzer über Chrome klagen, als gäbe es mit Firefox keine Alternative. Das erinnert daran, wie über Windows geklagt wird
    • Leider ist auch Firefox voll mit AI-Funktionen, aber dort kann man sie wenigstens leicht abschalten
    • Beim Mac ist es genauso. Wenn bevorzugte Keybindings überschrieben wurden, sollte man seinen Computer eben direkt selbst kontrollieren, statt zuerst einen Beitrag zu schreiben
      Dass Chrome oder irgendein anderes Programm meine sway-Keybindings überschreibt, ist für mich kaum vorstellbar. Jedes Element und jede Entscheidung im System hat seinen festen Platz in der Hierarchie, und der Nutzer steht an deren Spitze
  • Dass man erst einen beängstigenden Warnhinweis lesen muss, um überhaupt herauszufinden, worum es geht, weil nicht einmal Chrome oder Gemini genannt werden, ist auch bei Push-Benachrichtigungen ein Problem
    Selbst wenn man Spam-Push-Benachrichtigungen loswerden will, wird die Quelle nicht klar angezeigt, und weil Chrome die Nutzung von Profilen aggressiv vorantreibt, landet man schnell bei fünf oder sechs Stellen, die man prüfen muss. Nutzer haben dann ohne es wirklich zu verstehen zwei oder drei Browser und in jedem davon noch zwei oder drei Profile, und auch die eigentliche Verwaltung der Chrome-Benachrichtigungen sitzt verwirrenderweise nicht an der ersten Stelle, an der man suchen würde
    Dieses Verhalten ist praktisch Malware. Vor 20 Jahren war so etwas wie Browser-Toolbars selbst bei eigentlich seriöser Software verbreitet, aber alle waren sich einig, dass das furchtbar ist, Antivirenprogramme stuften es als PUA (potenziell unerwünschte Anwendung) ein, und Browser wurden so umgestaltet, dass sie es blockieren, wodurch das Problem verschwand
    Jetzt machen Microsoft und Google wieder genau dasselbe, also hätte ich sogar ein oder zwei Wochen lang Respekt davor, wenn Antivirenhersteller ihnen erneut das PUA-Label verpassen würden