Warum wurde es entwickelt?
Kraftwerke, Stromnetze, Energiepipelines, Rechenzentren und Netzwerk-Hubs beeinflussen sich gegenseitig, doch die öffentlich verfügbaren Informationen sind auf Behörden, Betreiber und Länder verteilt. Um Einrichtungen derselben Region gemeinsam zu betrachten oder den Betreibern und Originalquellen einer Anlage nachzugehen, musste man bislang mehrere Materialien selbst miteinander abgleichen.
Statt diese Daten als ein einziges „vollständiges Anlagenverzeichnis“ festzuschreiben, konzentriert sich GridOS darauf, sie mit einer Nachweiskarte zu verknüpfen, auf der nachvollzogen werden kann, was aus welchen Quellen öffentlich gemacht wurde.
Was derzeit möglich ist
- Infrastruktur-Layer für Südkorea, Japan, Taiwan, China und die USA erkunden
- Kraftwerke, Stromnetze, Energiepipelines, Rechenzentren und Netzwerk-Hubs kombiniert anzeigen
- Filter für Erzeugungskapazität, Brennstoff, geplante Anlagen, IX-Anbindung und Anzahl der Netzwerke
- In öffentlichen Daten genannte Betreiber, Eigentümer und Anlagenbeziehungen samt Originalquellen prüfen
- Beobachtete Stromnachfrage und Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nach Region vergleichen
- Öffentlich nachvollziehbare Identifikationsbeziehungen von Betreibern zu börsennotierten Unternehmen, Börsen und Tickersymbolen prüfen
- UI auf Koreanisch, Englisch, Japanisch und Chinesisch (vereinfacht)
Der aktuelle Build-Snapshot v1.0.0 enthält etwa 55.000 detaillierte Punkte aus fünf Ländern sowie rund 36.000 lineare Features wie Stromnetze und Pipelines.
Grundsätze im Umgang mit den Daten
Gerade weil es sich um Infrastrukturdaten handelt, wurde darauf verzichtet, alle Informationen allein deshalb zu verknüpfen oder noch präziser zu erschließen, weil sie öffentlich sind.
- Es werden nur Positionen und Offenlegungsgrade verwendet, die von den Quellen selbst direkt veröffentlicht wurden.
- Nicht veröffentlichte Standorte von Stromleitungen, Pipelines und Umspannwerken werden nicht per räumlicher Inferenz rekonstruiert.
- Verallgemeinerte Standorte werden nicht willkürlich in präzise Koordinaten umgewandelt.
- Reine räumliche Nähe wird von physischer Verbindung unterschieden, die von der Quelle bestätigt wurde.
- Wo immer möglich, werden Original-URL, Stichtag, Erfassungszeitpunkt und Quelle mit allen Datensätzen verknüpft.
Verwendet wurden öffentliche Daten von OpenStreetMap, U.S. EIA, HIFLD, PeeringDB sowie von Strombehörden, Betreibern, Offenlegungen und Börsen der jeweiligen Länder. Für die einzelnen Daten gelten die Lizenzen und Nutzungsbedingungen der jeweiligen Quellen.
1 Kommentare
Zur Info: Ich hatte es beim „14. Ideenwettbewerb zur Nutzung öffentlicher Daten des Ministeriums für Handel, Industrie und Energie“ eingereicht, bin aber schon in der Dokumentenprüfung ausgeschieden … haha. Daher habe ich es komplett öffentlich gemacht.