Chinas DeepSeek senkt den Preis der V4-Pro-API dauerhaft um 75 %
(digitaltrends.com)Das chinesische AI-Startup DeepSeek hat den Nutzungspreis seines Flaggschiff-AI-Modells
V4-Prodauerhaft um 75 % gesenkt und deutet damit auf einen globalen AI-Preiskrieg und Marktveränderungen hin.
Vollständige Übersetzung
Das chinesische AI-Startup DeepSeek hat den bislang wohl kühnsten Preisschritt im Wettbewerb um künstliche Intelligenz vollzogen. Das Unternehmen kündigte an, die Nutzungskosten seines Flaggschiff-AI-Modells V4-Pro dauerhaft um 75 % zu senken {p:75}. Entwickler müssen damit nur noch einen Bruchteil dessen zahlen, was sie noch vor wenigen Wochen aufbringen mussten. AI-Unternehmen weltweit stehen vor zwei großen Problemen: hohen Infrastrukturkosten und begrenztem Zugang zu fortschrittlichen AI-Chips. Wenn ein Unternehmen die Preise so aggressiv und dauerhaft senkt, deutet das daher meist darauf hin, dass sich hinter den Kulissen etwas Grundlegendes verändert.
DeepSeek erklärte, dass die bisherigen Nutzungskosten von V4-Pro, die je nach Aufgabentyp bei 0,1 bis 24 Yuan pro 1 Million Tokens lagen {b:10,240}, nun je nach Arbeitslast deutlich auf 0,025 bis 6 Yuan gesunken sind {b:2,60}. Für Entwickler, die AI-Apps, Agenten und Services bauen, könnten diese Kostensenkungen die Betriebsausgaben deutlich reduzieren.
Möglicherweise beginnt der Einfluss von Huaweis AI-Chips
DeepSeek erklärte nicht direkt, was diese drastische Preissenkung möglich gemacht hat, doch die Aufmerksamkeit der Branche richtet sich sofort auf Huawei und dessen Ascend-AI-Chips. Das Unternehmen hatte zuvor eingeräumt, dass der eingeschränkte Zugang zu fortschrittlicher Rechenkapazität dazu geführt habe, dass V4-Pro deutlich teurer bepreist werden musste als das günstigere Flash-Modell. Zum Start soll der Zugang zum Pro-Modell wegen der Beschränkungen bei moderner AI-Hardware bis zu zwölfmal teurer gewesen sein {b:120,10}.
Nun scheinen sich diese Beschränkungen endlich zu lockern. Seit US-Exportbeschränkungen Unternehmen wie NVIDIA daran hindern, ihre modernste AI-Hardware in China zu verkaufen, gewinnen Huaweis Ascend-950-Chips für chinesische AI-Unternehmen zunehmend an Bedeutung.
Eine Verschärfung des AI-Preiskriegs ist möglich
Die größere Aussage hier ist einfach: AI-Modelle werden schnell günstiger. Wenn chinesische Unternehmen die Inferenzkosten drastisch senken und zugleich die AI-Leistung weiter ausbauen können, dürfte der globale Preiswettbewerb im AI-Markt in den kommenden zwölf Monaten deutlich aggressiver werden. Das setzt nicht nur konkurrierende chinesische Startups unter Druck, sondern auch große westliche AI-Anbieter, die für Premium-Modelle erheblich höhere Preise verlangen.
Natürlich bleibt die Hardwareversorgung weiterhin eine zentrale Unbekannte. Huawei steht wegen Beschränkungen bei moderner Chipfertigungsausrüstung noch immer vor Produktionsengpässen. Sollte DeepSeeks Preissenkung jedoch ein frühes Signal für Verbesserungen der AI-Infrastruktur in China sein, könnte dies der Beginn eines deutlich größeren Wandels auf dem globalen AI-Markt sein.
2 Kommentare
Ich habe gehört, dass es in Startups Fälle gibt, in denen einige Tools auf DeepSeek umgestellt werden; es ist überwältigend günstig.
Für den Einsatz im beruflichen Umfeld könnten Modellleistung oder Sicherheit problematisch sein, aber bei diesem Preis-Leistungs-Verhältnis scheint es sich für persönliche Projekte gut zu eignen.