3 Punkte von GN⁺ 16 일 전 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Android wurde so geändert, dass beim Hochladen von Fotos EXIF-Standortmetadaten automatisch entfernt werden, wodurch die Standortzuordnung in webbasierten Diensten nicht mehr funktioniert
  • Google erklärt diese Maßnahme mit stärkerem Datenschutz; Ziel ist es, Risiken wie Stalking oder Diebstahl zu verringern
  • Auch bei den meisten Freigabewegen wie Bluetooth, QuickShare und E-Mail-Versand werden die Standortdaten entfernt; nur direktes Kopieren per USB bleibt eine Ausnahme
  • Entwickler kritisieren, dass die Funktion ohne vorherige Ankündigung blockiert wurde; für Web-Apps gibt es keine Alternative, sodass die Entwicklung nativer Apps nötig wird
  • Unter Nutzern gehen die Meinungen zwischen mehr Sicherheit und eingeschränkter Wahlfreiheit auseinander; zudem wird weiter über technische Umgehungen und Verbesserungen an Standards diskutiert, um EXIF-Informationen zu erhalten

Android blockiert die Weitergabe von Standortdaten in Fotos

  • OpenBenches ist eine Website, auf der Nutzer Fotos und Standorte von Gedenkbänken teilen; zur Anzeige auf einer Karte nutzt sie die EXIF-Standortmetadaten der Bilder
  • Da Android nun beim Hochladen von Fotos die Standortdaten entfernt, ist eine automatische Standortzuordnung über das Web nicht mehr möglich
  • Mit HTML <input type="file" accept="image/jpeg"> konnten über den Fotoauswahldialog bislang Bilder mit Standortdaten hochgeladen werden, doch Google hat dies absichtlich blockiert
    • Der anschließend empfohlene allgemeine Dateiauswahldialog (<input type="file">) erhielt die EXIF-Informationen zunächst, wurde aber durch ein weiteres Update ebenfalls blockiert
  • Auch bei anderen Freigabewegen wie Bluetooth, QuickShare und E-Mail-Versand werden die Standortdaten automatisch entfernt, sodass nur direktes Kopieren per USB-Kabel als einzige Ausnahme bleibt

Gründe für die Änderung und Googles Position

  • Google erklärt, diese Maßnahme diene dem Datenschutz (Privacy)
    • Wenn Nutzer versehentlich Fotos mit Standortdaten teilen, kann dies Risiken wie Stalking oder Diebstahl verursachen
  • Die meisten Social-Media-Dienste (Facebook, Mastodon, BlueSky, WhatsApp usw.) entfernen Standortdaten standardmäßig; nur auf ausdrücklichen Wunsch der Nutzer lassen sie sich manuell hinzufügen
  • Offenbar hat Google die Standortdaten systemweit blockiert, um „Risiken durch die Offenlegung des Nutzerstandorts“ zu verhindern

Reaktionen der Community und Probleme

  • Für die Änderung gab es keine vorherige Ankündigung oder Abstimmung, was bei Entwicklern und Nutzern für Verwirrung sorgt
  • Betreiber von Diensten wie OpenBenches erhalten Beschwerden von Nutzern, dass „die Funktion kaputt ist“, und es wird kritisiert, Google beziehe die Community nicht ein
  • Auch in webbasierten Apps (PWA) ist kein Zugriff auf Standortdaten möglich, sodass es außer der Entwicklung nativer Android-Apps keine Alternative gibt
    • Android-Apps bieten eine separate Berechtigung (permission) für den Zugriff auf die Standortdaten von Fotos

Vorschläge und Bitten

  • Als Alternative wird ein Auswahl-Popup beim Foto-Upload genannt, etwa: „Diese Website möchte die Standortdaten des Fotos sehen. Ja/Nein/Immer/Nie“
    • Wegen möglicher Nutzerermüdung und unklarer Formulierungen wird die Wirksamkeit jedoch als gering eingeschätzt
  • Entwickler, die einen Weg kennen, im Android-Webbrowser Fotos mit erhaltenen EXIF-Standortdaten hochzuladen, werden gebeten, ihre Einschätzung zu teilen
  • Außerdem wird dazu aufgerufen, sich mit +1-Feedback an einem WHATWG-HTML-Spec-Issue zu beteiligen, um die Diskussion über den HTML-Standard zu unterstützen

Zusammenfassung der Nutzermeinungen

  • Einige Nutzer bewerten Googles Maßnahme als notwendige Datenschutzfunktion positiv
  • Andere kritisieren, dass die Wahlfreiheit der Nutzer verschwunden ist, und vertreten die Ansicht, „erwachsene Nutzer sollten die Freiheit haben zu entscheiden, was sie auf ihrem eigenen Gerät tun“
  • Als technische Umgehung wird auch genannt, EXIF-Informationen in einer ZIP-Datei mitzusenden
  • Insgesamt setzt sich die Diskussion über das Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Komfort fort

1 Kommentare

 
unsure4000 16 일 전

Wie bei iOS wäre es wohl besser, das als Option im Picker anzubieten, aber eine vollständige Sperre ist wirklich schade.