- Die US-FCC hat im Ausland hergestellte Verbraucher-Router neu in die „Covered List“ aufgenommen
- Durch diese Maßnahme wird die Zulassung neuer Modelle dieser Router untersagt
- Das Update erfolgte auf Grundlage der nationalen Sicherheitsbewertung von Behörden der US-Regierung
- Die FCC veröffentlichte die zugehörigen Dokumente per Pressemitteilung und Bekanntmachung in den Formaten DOCX, PDF und TXT
- Diese Entscheidung ist eine Reaktion auf Bundesebene, die auf eine stärkere Steuerung von Sicherheitsrisiken bei Netzwerkgeräten für Verbraucher abzielt
FCC setzt ausländische Verbraucher-Router auf die „Covered List“
- Die FCC (Federal Communications Commission) hat im Ausland hergestellte Verbraucher-Router neu in die „Covered List“ aufgenommen
- Diese Maßnahme bedeutet ein Verbot der Zulassung neuer Modelle dieser Router
- Das Update erfolgte auf Grundlage der nationalen Sicherheitsbewertung von Behörden der US-Regierung, wobei ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass von den betreffenden Geräten ein mögliches Sicherheitsrisiko ausgehen könnte
- Die FCC veröffentlichte die entsprechenden Inhalte als Pressemitteilung (News Release) und offizielle Bekanntmachung (Public Notice) und stellt sie als DOCX-, PDF- und TXT-Dateien bereit
- Die Dokumente enthalten einen Link zu den FAQ zum Covered-List-Update und informieren über Änderungen der Regulierung für im Ausland hergestellte Router
- Diese Maßnahme wurde als Reaktion auf Bundesebene zur Stärkung des Managements von Sicherheitsrisiken bei Netzwerkgeräten für Verbraucher angekündigt
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Die FCC führt eine Liste von Geräten und Diensten namens „Covered List“. In letzter Zeit haben Angriffe zugenommen, die Schwachstellen in ausländischen kleinen Heimroutern ausnutzen, aber das eigentliche Problem ist nicht das Herstellungsland, sondern die miserablen Sicherheitspraktiken der Hersteller. Da Regierungsbehörden keine sichere Firmware vorgeschrieben haben, hatten Hersteller keinen Grund, sich darum zu kümmern. Sowohl FCC als auch FTC sind eher an politische Interessen gebunden als am Verbraucherschutz, und am Ende haben die USA massenhaft Geräte mit katastrophaler Sicherheit hervorgebracht
Der Kern der Ankündigung ist, dass ausländische Router grundsätzlich verboten sind, aber bei bedingter Zulassung (Conditional Approval) dennoch verkauft werden dürfen. Die FCC verlangt von Herstellern Angaben zu Rechtszuständigkeit, Herkunft der Bauteile, Plänen für Software-Updates und Plänen zum Ausbau der Produktion in den USA. Die Absicht scheint also zu sein, über das Zulassungsverfahren inländische Fertigung zu fördern
Es gibt auch die Sorge, dass diese Maßnahme der Ausgangspunkt für den Aufbau eines Überwachungssystems sein könnte. Wenn bei in den USA hergestellten Routern ein staatlicher Fernzugriff vorgeschrieben würde, könnte am Ende jeder Haushalt an ein Überwachungsnetz angeschlossen sein. Der einzige Vorteil des Freihandels sei, dass kein einzelner Staat die gesamte Bevölkerung überwachen kann
Wenn man echte Sicherheit will, sollte man Geräte nicht verbieten, sondern Firmware offenlegen, damit sie auditierbar ist
Durch das jüngste Urteil Loper Bright Enterprises v. Raimondo (2024) wurden die Befugnisse der FCC deutlich geschwächt. Daher wird bezweifelt, ob eine Beschränkung ausländischer Router einer rechtlichen Prüfung standhalten kann
Obwohl von einem vollständigen Verbot ausländischer Consumer-Router die Rede ist, wird die Frage aufgeworfen, ob es überhaupt US-amerikanische Router gibt
Die FCC könnte mit dieser Maßnahme versuchen, ihre Regulierungsbefugnisse über das Internet auszuweiten. Dabei wird auf eine frühere Diskussion verwiesen und gesagt, dass es in der Vergangenheit ähnliche Fälle gab
Für Hersteller könnte die Lösung darin bestehen, Produkte nicht als Router, sondern als Universalcomputer zu verkaufen. Es gibt bereits viel Hardware, die sich als NAS, Firewall oder Proxy-Server nutzen lässt
Selbst wenn ein chinesisches Unternehmen Router in einer Fabrik in den USA herstellt, bleibt das Supply-Chain-Risiko bestehen. Tatsächlich seien die IoT-Geräte, die bereits mit Heimnetzwerken verbunden sind, noch gefährlicher. Diese Maßnahme wird daher eher als politische Geste denn als echte Veränderung gesehen
Am Ende bleibt die Frage: Wie viele Consumer-Router gibt es überhaupt, die nicht aus dem Ausland stammen?