4 Punkte von kurthong 2026-03-23 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Am Anfang wollte ich so etwas wie OpenClaw machen, aber die Einrichtung von OpenClaw war zu schwierig, die Nutzung von API-Tokens zu belastend, und nachdem ich es tatsächlich installiert hatte, war es viiiiel zu langsam. Also wollte ich etwas, das sich innerhalb meines Abos lösen lässt. Dabei bin ich auf ein Projekt namens takoPI gestoßen, mit dem man Terminal-Agenten (solche wie claude-code) über Telegram nutzen kann. Ich habe es geforkt, um mein hauptsächlich genutztes Mattermost verwenden zu können, und dabei ist das Ganze etwas größer geworden. Noch ist es eher ein Prototyp, aber während ich auch Slack und Mattermost angebunden habe (tunaPi), kam mir der Gedanke: Wenn man mit der AI am Ende sowieso nur chattet (eher auf dem Niveau von „Frag einfach alles“), braucht man dann überhaupt Slack oder Mattermost? Deshalb habe ich angefangen, eine eigene App (tunaDish) zu bauen.

Im Vergleich zu ähnlichen Services gibt es keinen überwältigenden Vorteil (eigentlich eher mehr Nachteile). Aber als ich es allein genutzt habe und gemerkt habe, dass vom Bett aus per Messenger schon fast alles geht, wurde ich ehrgeizig. Deshalb arbeite ich gerade daran, die Branch-Funktion (eigentlich eine Thread-Funktion, aber in Baumstruktur), Diskussionsfunktionen und die Nutzung mehrerer Agenten auszubauen. Derzeit werden Codex, Gemini CLI, Claude Code und OPENCODE unterstützt.

Zugegeben: Es ist dieses Coding, das manche absolut nicht ausstehen können – so eine Art „Vibe Coding“. (Wobei der eigentliche „Vibe“-Teil ehrlich gesagt nur darin bestand, im Liegen per Messenger zu chatten und Musik laufen zu lassen, hach. Für jede Funktion und jede Logik-Implementierung musste ich die AIs versammeln, diskutieren lassen, Meinungen einsammeln, prüfen und freigeben 🤯.) Also ist es streng genommen nicht wirklich Vibe Coding, sondern eher in eine seltsam mikromanagende Richtung abgedriftet. (War aber eine spaßige Erfahrung.)

Mein Endziel ist im Grunde eine Art IDE: mit AI-Agenten diskutieren, die Ergebnisse zusammenführen, daraus Dokumente erstellen und auf Basis dieser Dokumente die Umsetzung anstoßen. Wenn ich es großspurig ausdrücken darf, nenne ich es einfach einen Agent Orchestration Client, auch wenn es sich vielleicht niemand anschaut oder benutzt. Etwas seriöser formuliert ist das Ziel eine menschlich-intelligenzgesteuerte Entwicklungsanwendung, die Services auf Basis von Domain-Wissen aufbaut.

Tatsächlich wurde tunaDish (AOC) zu über 50 % im Liegen über natürliche Sprachchats in Mattermost geschrieben („Mach das“, „Mach jenes“, „Das hier funktioniert nicht“ usw.). Den Rest habe ich im Sitzen gemacht, weil sich eine Desktop-App im Liegen schlecht debuggen lässt ... Einiges habe ich auch unterwegs geschrieben 🤣. Im Grunde unterscheidet es sich nicht stark von anderen Assistenten-Apps mit Agenten. (Eigentlich ist es eher ein bisschen mickrig. Die Zielrichtung ist eben anders?)

Interessant könnte es vermutlich für Leute sein, die

irgendwie auffallend viele abonnierte Modelle haben  

statt auf APIs lieber aus Abos das Maximum herausholen wollen  

ein lokales LLM haben, es aber nicht direkt im Terminal nutzen möchten und denen `openwebUI` nicht gefällt  

finden, dass Terminal-Agenten fürs Coding einfach am besten sind  

bequem im Liegen Code erstellen wollen!  

Das dürfte wohl auf solche Leute zutreffen, haha.

Die Nutzung ist nichts Besonderes: installieren, dann über Mattermost, Slack oder Telegram vom Bett oder Sofa aus die abonnierten Agenten zusammenrufen, sie diskutieren lassen, und wenn gute Ideen herauskommen, bittet man sie einfach, alles zusammenzufassen, zu dokumentieren und gemäß dem Dokument umzusetzen. Natürlich ist Feedback zu den Ergebnissen immer noch besser (mit Sonnet klappt das schon ziemlich gut) 😁. Es ist noch nicht einmal wirklich auf Alpha-Niveau, aber schaut doch mal auf GitHub vorbei! Und wenn ihr schon da seid, lasst gern auch einen Stern da, hehe. Dabei habe ich diesmal wirklich gemerkt: Genau das ist Open Source. Ich habe hier und da Dinge zusammengesucht und Funktionen ergänzt – die MIT-Lizenz ist einfach großartig. Hehe. Über Meinungen in den Kommentaren freue ich mich ebenfalls 😁😁😁. Und tunaPi ist inzwischen auf einem Stand, bei dem man es ruhig forken kann – ebenfalls (im Liegen) gebaut. Aktuell liegt der Code-Teststand bei 1.023 Tests und rund 79 % Coverage (steigt weiter, Ziel sind 85 %). Wenn ihr hauptsächlich Discord oder eine andere Chat-App nutzt (KakaoTalk geht nicht; es gäbe zwar einen Weg, aber der ist zu schlecht!), könnt ihr forken und euch mit tunaDish eure eigene Variante bauen. Genau dafür entwickle ich die App ja auch! Hehe

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