4 Punkte von GN⁺ 2026-03-20 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Man kann prüfen, ob ein Flug Starlink-Satelliteninternet anbietet
  • Durch Eingabe von Airline- und Fluginformationen lässt sich nachsehen, ob Starlink an Bord ist
  • Auf Basis einer Echtzeit-Datenbank werden die Liste unterstützter Airlines und der Status nach Strecke angezeigt
  • Nutzer können sich vor dem Flug vorab ein Bild von der Qualität des Bordinternets machen

1 Kommentare

 
GN⁺ 2026-03-20
Hacker-News-Kommentare
  • Es ist schade, dass die USA kein landesweites Internetnetz wie beim Strom aufgebaut haben.
    So wie auch ländliche Regionen mit Strom versorgt wurden, hätte man das Internet als öffentliche Infrastruktur ausbauen sollen.
    Stattdessen mussten wir warten, bis private Unternehmen Satellitennetze in den Orbit bringen.
    Starlink ist zwar beeindruckend, aber einfach eine kabelgebundene Infrastruktur zu verlegen wäre eine deutlich simplere und nachhaltigere Lösung gewesen.

    • Ich sehe das eher anders. Starlink ist viel günstiger und effizienter, als in ländlichen Regionen weltweit Glasfaserkabel direkt zu verlegen.
      Man muss kein monopolartiges öffentliches Versorgungsunternehmen mit Steuergeld aufrechterhalten, und die Mobilität ist ein großer Vorteil.
      Wenn Solar- und Batteriepreise weiter sinken, könnten ländliche Gebiete vollständig off-grid und autark werden.
    • Die USA bieten die Möglichkeit, auch in deutlich abgelegeneren Regionen zu leben als andere OECD-Staaten.
      Aber ob man den Lebensstil der Menschen, die sich dafür entscheiden, mit groß angelegten Subventionen stützen sollte, ist fraglich.
      Schon heute werden Vorort-Infrastrukturen durch Steuern aus Städten quersubventioniert, also muss man entscheiden, welche Lebensweisen man künftig fördern will.
    • Rein rechnerisch ist ein kabelgebundenes Netz viel teurer.
      Allein für ländliche Straßen in den USA lägen die Installationskosten bei mindestens 90 Milliarden US-Dollar.
      Starlink liegt dagegen bei rund 10 Milliarden US-Dollar, die Kosteneffizienz ist also überwältigend.
    • Tatsächlich haben die USA über das Stromnetz bereits ziemlich umfangreich öffentliche und private Glasfaserinfrastruktur verlegt.
      In anderen Ländern gibt es solche Kooperationen bei der Infrastruktur kaum, aber in den USA scheint man den Wert davon selbst nicht richtig zu erkennen.
    • Das Internet hatte lange das Image eines „moralischen Übels“.
      Strom und Telefon galten als revolutionäre Technologien, das Internet dagegen nur als Unterhaltungsmedium.
      Inzwischen basiert jedoch praktisch jede Branche auf dem Internet.
  • Ben Thompson hat United-Airlines-CEO Scott Kirby interviewt.
    Kirby sagte, er habe sich bei den Verhandlungen zum Starlink-Vertrag Zeit genommen, um das Eigentum an Kundendaten sicherzustellen.
    Die Strategie bestand darin, zu warten, bis Wettbewerber langfristige Verträge mit anderen Satellitenanbietern abschließen, sodass UA sich die exklusive Starlink-Position sichern konnte.
    Link zum Interview

    • Es ist erstaunlich, dass er so etwas öffentlich in einem Podcast gesagt hat.
  • Einer der Vorteile von Starlink ist, dass Fluggesellschaften dadurch zu kostenlosem WLAN gedrängt werden.
    Ich war überrascht, dass es selbst auf internationalen Flügen schnell und gratis ist, und habe deshalb nachgesehen.

    • Der Grund, warum SpaceX es kostenlos anbietet, ist, eine Standardisierung in der ganzen Branche anzustoßen.
      Wäre es kostenpflichtig, wäre die Nutzung geringer und andere Airlines würden nicht nachziehen.
      Kostenlos ist es eine Strategie, um die Erwartungen der Verbraucher anzuheben.
    • Der Grund lässt sich mit einem Wort zusammenfassen — Marketing.
    • Bei United ist es vielleicht nur für MileagePlus-Mitglieder kostenlos.
      Trotzdem ist schnelles Internet an Bord immer ein Auswahlkriterium.
    • Im Moment ist es kostenlos, aber später könnte es kostenpflichtig werden.
      Das ist eine typische Startup-Strategie.
    • Delta bietet schon seit einigen Jahren kostenloses schnelles Satelliteninternet an.
      Southwest wirbt ebenfalls mit kostenlos, aber wie gut die Geschwindigkeit ist, weiß ich nicht.
  • Bitte lasst uns im Flugzeug einfach mal 2 bis 4 Stunden Ruhe haben.
    Es ist besser, ein Hörbuch zu hören oder eine Serie aus den 90ern zu schauen, statt unbedingt zu arbeiten oder in Social Media zu hängen.

  • Ich habe Starlink-Internet an Bord einmal genutzt, und es war ein echter Gamechanger.
    Über dem Pazifik habe ich in Echtzeit ein AoE2-Ranglistenspiel gespielt.

    • Die Verbindung war vermutlich okay, aber ich frage mich eher, ob überhaupt Platz für eine Maus da war.
  • Ich finde es sogar gut, im Flug kein Internet zu haben.

    • Die Suchtwirkung bei Menschen erscheint mir beunruhigender.
      Ich bevorzuge Flüge ohne Internet ebenfalls.
  • Ich habe Starlink auf einem United-Kurzstreckenflug ausprobiert, und Geschwindigkeit und Qualität waren erstaunlich.

  • Das Projekt zum Tracking von Tail Numbers bei Flugzeugen ist interessant.
    Beeindruckend ist der Ansatz, nicht selbst zu scrapen, sondern auf eine Aviation-Enthusiasten-Community zu setzen, die die Daten laufend aktualisiert.
    Ich frage mich, wie aktuell die Daten sind und wie die Wahrscheinlichkeiten bei Flugzeugwechseln berechnet werden.

    • Die Tail-Number-Daten werden fast täglich aktualisiert.
      Intern wird auch die Änderungshistorie verfolgt, daher ist die Zuverlässigkeit hoch.
      Auf Strecken mit häufigen Flugzeugwechseln braucht es aber eine feinere Nachverfolgung, um die Genauigkeit zu verbessern.
  • Ich wünschte, auch Londons Pendlerzüge hätten Starlink.
    Das aktuelle WLAN hat ein Limit von 100 MB, und das 5G-Signal ist schlechter als in der U-Bahn.

    • Durch Ändern der MAC-Adresse oder mit Tools wie Xray kann man Captive Portals umgehen.
      Das funktioniert auch bei WLAN im Flugzeug.
    • In Brasilien gab es sogar einen Passagier, der selbst eine Starlink-Antenne installiert hat.
      Zugehöriger Artikel
    • In einer Metropole wie London ist es vermutlich besser, einfach einen guten 5G-Tarif zu nutzen.
      Ich stimme aber zu, dass die allgemeine Mobilfunkqualität in London nicht besonders gut ist.
  • Ich persönlich mag Elon Musk nicht, aber es ist interessant, dass Leute Starlink wie einen Gattungsbegriff verwenden.
    Der korrekte Begriff ist eigentlich LEO (Satelliten im niedrigen Erdorbit), und es gibt auch andere Anbieter wie Amazon oder Panasonic Avionics.
    Zum Konzept des generic trademark, Amazon LEO, Erklärung von Panasonic

    • Im Moment ist jedoch nur Starlink tatsächlich in Betrieb.
      Amazon und Panasonic sind noch nicht kommerziell verfügbar, nur Eutelsat OneWeb ist bereits aktiv.