34 Punkte von GN⁺ 2026-03-19 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Google Labs hat Stitch umfassend als KI-natives Software-Design-Canvas neu aufgebaut, das natürliche Sprache in hochwertige UI-Designs umwandelt
  • Einführung des Konzepts „Vibe Design“, bei dem Designs ohne Wireframes erzeugt werden, indem Geschäftsziele oder die User Experience beschrieben werden
  • In ein Infinite Canvas lassen sich Bilder, Text und Code als Kontext einbringen, und ein neuer Design-Agent erschließt den gesamten Projektzusammenhang
  • Statische Designs lassen sich sofort in interaktive Prototypen umwandeln und per Sprache in Echtzeit überarbeiten
  • Über MCP-Server, SDK und das Format DESIGN.md fungiert Stitch als Brücke zu bestehenden Entwicklungs-Workflows wie Figma oder AI Studio

Was ist „Vibe Design“?

  • In einer Entwicklung, in der KI die Art des Software-Bauens grundlegend verändert, entwickelt sich Stitch weiter, damit Ideen bereits im Designprozess umgesetzt werden können
  • Statt mit klassischen Wireframes zu beginnen, startet man mit der Beschreibung der gewünschten Geschäftsziele, der Stimmung, die Nutzern vermittelt werden soll, und inspirierender Referenzen
  • Dieser Ansatz des „Vibe Designing“ ermöglicht es, schnell verschiedene Ideen zu erkunden und zu Ergebnissen mit höherer Qualität zu gelangen

KI-natives Design-Canvas

  • Die Stitch-Oberfläche wurde vollständig neu gestaltet und bietet nun ein KI-natives Interface in Form eines Infinite Canvas
  • Es schafft Raum dafür, dass Ideen von der frühen Ideation bis zum funktionierenden Prototyp wachsen können
  • Die im Designprozess häufigen Phasen von Divergenz und Konvergenz werden auf dem Canvas verstärkt
  • Bilder, Text, Code und andere Inhalte können unabhängig von ihrer Form direkt als Kontext auf das Canvas gebracht werden

Neuer Design-Agent

  • Ein neuer Design-Agent, kombiniert mit dem breiten Kontext des Canvas, kann den gesamten Projektverlauf erschließen
  • Eingeführt wurde außerdem der Agent Manager für die Erkundung noch mehrerer Richtungen
    • Fortschritt lässt sich verfolgen, und mehrere Ideen können parallel bearbeitet werden, ohne die Übersicht zu verlieren

Designsysteme mit DESIGN.md

  • Das Toolkit für Designsysteme wurde erweitert, damit mit tieferem Kontext gearbeitet werden kann
  • Von jeder URL aus lässt sich ein Designsystem extrahieren, oder Designregeln können als agentenfreundliche Markdown-Datei DESIGN.md exportiert bzw. importiert werden
  • Designs können auf andere Stitch-Projekte angewendet werden, sodass nicht jedes Mal bei null begonnen werden muss
  • Unterstützt wird außerdem das Teilen von Designregeln mit anderen Design- und Coding-Tools

Schnelle Iteration und Prototyping

  • Statische Designs lassen sich sofort in interaktive Prototypen umwandeln, sodass User Journeys direkt erlebbar werden
  • Bildschirme können in wenigen Sekunden mit „Stitch“ verbunden werden, und über den „Play“-Button lässt sich ein interaktiver App-Flow vorab ansehen
  • Auf Basis von Klicks wird automatisch der logisch nächste Bildschirm erzeugt, wodurch sich User Journeys leicht abbilden lassen
  • Eine schnelle Feedback-Schleife ermöglicht Änderungen an einzelnen Elementen oder am gesamten Flow mit nur einem Klick

Sprachbasierte Zusammenarbeit

  • Eingeführt wurde eine Funktion, mit der man direkt per Sprache mit dem Canvas sprechen kann
  • Der Agent liefert in Echtzeit Designkritik, gestaltet Landingpages im Interview-Stil und aktualisiert Inhalte live
    • Möglich sind Anfragen wie „Zeig mir drei Menüoptionen“ oder „Zeig mir diesen Screen mit einer anderen Farbpalette“
  • KI fungiert als Sounding Board und hilft durch dynamische Kritik und Dialog dabei, die besten Ideen zu finden
  • Unterstützt wird eine hands-free Interaktion, ohne den kreativen Flow zu unterbrechen

Von Design zu Code: MCP, Skills, Export

  • Über den Stitch-MCP-Server und das SDK lassen sich Stitch-Funktionen als skills (2.4k stars) und Tools nutzen
  • Unterstützt wird der Export von Designs in Entwickler-Tools wie AI Studio und Antigravity
  • Stitch dient als Brücke zwischen allen Tools im Team-Workflow, damit die Partnerschaft zwischen KI und Entwicklern nicht unterbrochen wird

Zielgruppe und Verfügbarkeit

  • Die Plattform richtet sich sowohl an professionelle Designer, die Dutzende Varianten erkunden wollen, als auch an Gründer, die ihre erste Software-Idee umsetzen möchten
  • Ziel ist es, die Lücke zwischen Idee und Realität nicht in Tagen, sondern in Minuten zu schließen
  • Derzeit auf Englisch verfügbar für Personen ab 18 Jahren in Ländern, in denen Gemini unterstützt wird

2 Kommentare

 
mhj5730 2026-03-24

Ich probiere es gerade aus … ich bin mir nicht sicher.
Es kann auch daran liegen, dass mein Prompt seltsam ist, aber die Schriftarten und das Design sind etwas schlecht …

 
xguru 2026-03-19

„Ich würde jetzt nicht sagen, dass Google Figma gekillt hat“, aber es wirkt schon ziemlich sauber.
Außer man ist ein Figma-Poweruser, dürften viele mit diesem Niveau zufrieden sein.
Die Figma-Aktie ist jedenfalls gerade kräftig am Fallen.