1 Punkte von GN⁺ 2026-03-14 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Der Chrome-Browser kann nun auch auf Linux-Geräten mit ARM64-Architektur ausgeführt werden
  • Diese Erweiterung der Unterstützung wird über den offiziellen Build-Kanal des Chromium-Projekts bereitgestellt
  • Chrome für ARM64 bietet weiterhin dieselben Performance-Optimierungen und Sicherheitsupdates
  • Die Installation ist auf wichtigen Distributionen wie Debian und Ubuntu möglich
  • Damit werden Zugänglichkeit und Kompatibilität des Chrome-Ökosystems in unterschiedlichen Hardware-Umgebungen gestärkt

Überblick zur ARM64-Linux-Unterstützung

  • Google startet die offizielle Unterstützung dafür, Chrome auf Linux-Geräten mit ARM64-Architektur zu verwenden
    • Damit wird die Unterstützung über bisherige x86-basierte Systeme hinaus auf ARM-basierte Server- und Desktop-Umgebungen ausgeweitet
  • Chrome für ARM64 wird als Teil des Chromium-Open-Source-Projekts entwickelt und bietet dasselbe Funktions- und Sicherheitsniveau
  • Der ARM64-Build wird über den offiziellen Chrome-Download-Kanal verteilt und enthält automatische Updates sowie Sicherheitspatches

Verteilung und Installation

  • Chrome für ARM64-Linux kann auf Distributionen der Debian- und Ubuntu-Familie installiert werden
    • Nutzer können das Paket wie bei der bestehenden Chrome-Installation herunterladen und installieren
  • Der ARM64-Build wird als .deb-Paket bereitgestellt und automatisch passend zur Systemarchitektur erkannt
  • Chrome Sync, Erweiterungen, WebGPU und andere wichtige Funktionen werden vollständig unterstützt

Technische Merkmale

  • Der ARM64-Build ist mit Blick auf Performance-Optimierung und Energieeffizienz kompiliert
  • Sicherheitsupdate-Zyklus und Zeitplan für Feature-Releases bleiben identisch mit der x86-Version
  • Zentrale Sicherheitsfunktionen von Chrome wie Sandbox, Site Isolation und Safe Browsing sind unverändert enthalten

Auswirkungen auf Entwickler und Ökosystem

  • Die ARM64-Unterstützung bietet Entwicklern und Distribution-Maintainern breitere Test- und Bereitstellungsumgebungen
  • Projekte, die Chromium-basierte Browser entwickeln, können ARM64-Build-Umgebungen leichter nutzen
  • Dadurch wird es möglich, auch in ARM-basierten Server-, IoT- und Cloud-Umgebungen Webanwendungen auf Basis der Chrome-Engine auszuführen

Ausblick

  • Google stärkt mit der ARM64-Linux-Unterstützung ein konsistentes Web-Erlebnis über Plattformgrenzen hinweg
  • Das Chrome-Team plant, die Unterstützung künftig auf weitere Linux-Distributionen und Hardware-Plattformen auszudehnen
  • Diese Erweiterung gilt als wichtiger Wendepunkt für Kompatibilität mit Webstandards und den Ausbau des Open-Source-Ökosystems

1 Kommentare

 
GN⁺ 2026-03-14
Hacker-News-Kommentare
  • Es ist erfreulich zu hören, dass Google einen offiziellen Chrome-Build für ARM64-Linux veröffentlicht.
    Darauf habe ich lange gewartet, und jetzt wird es endlich Realität. Ich bin gespannt, ob er auch auf dem Raspberry Pi gut läuft und ob Hardware-Videobeschleunigung standardmäßig enthalten sein wird.

    • Sehe ich genauso. Ich habe versucht, Chrome auf einem ARM Mac über Docker zu starten, und bin gescheitert. Eigentlich wollte ich mich nicht damit herumschlagen, aber ich musste notgedrungen einen Mac benutzen.
    • Auf dem Raspberry Pi dürfte ein vom Pi-Team direkt gepatchter Chromium-Build die Hardwarebeschleunigung besser unterstützen als Googles normaler Chrome-Build.
    • Es gibt ohnehin Firefox als Alternative.
  • Ich hoffe, dass man auf Linux-Telefonen jetzt nicht mehr glibc patchen muss, um YouTube oder Spotify anzusehen.

    • Ich frage mich allerdings, was das glibc-Patching mit YouTube oder Spotify zu tun hat. Konnte man die Inhalte nicht mit Chromium oder Firefox für ARM64 abspielen?
  • Google plant, Chrome für ARM64-Linux im zweiten Quartal 2026 zu veröffentlichen.
    ARM-Unterstützung wurde bereits auf macOS (2020) und Windows (2024) ausgebaut.
    In Zusammenarbeit mit NVIDIA soll es für DGX Spark-Nutzer einfacher werden, Chrome zu installieren,
    und auch in virtualisierten vGPU-Umgebungen sowie auf ARM-Laptops auf Basis von Qualcomm, Nvidia und Mediatek könnte es Einsatzmöglichkeiten geben.
    Siehe dazu auch den Tweet zum Android-Desktop-Modus.

  • Viele scheinen nicht zu wissen, wie kompliziert es bisher war, Chrome auf ARM64-Geräten zum Laufen zu bringen.
    Es gibt einen Blog, der diesen Prozess gut erklärt → Netflix on Asahi Linux

    • Dabei geht es allerdings weniger darum, „Chrome zum Laufen zu bringen“, sondern eher um Komponenten für die Wiedergabe von DRM-Inhalten.
    • Tatsächlich konnte man Chromium auch einfach mit dem Befehl sudo apt install chromium installieren.
  • Ich dachte, es gebe bereits viele ARM-Chromebooks, daher war für mich unklar, was an dieser Ankündigung neu ist.

    • Wie bei Android verwenden Chromebooks zwar einen Linux-Kernel, aber die Zielplattform ist eine andere. Diesmal geht es um ein Binärpaket für allgemeine Linux-Desktops statt für ein bestimmtes Gerät.
    • Früher hat Google auch Chromium-Builds für Chromecast erstellt, aber ein offizielles Chrome-Paket bereitzustellen, ist etwas völlig anderes.
    • Außerdem gibt es CEF-Builds für Linux ARM64 schon seit langer Zeit, daher ist es bemerkenswert, dass offizielles Chrome erst jetzt kommt.
  • Debian verteilt Chromium schon seit Langem für verschiedene Architekturen.
    Ich habe es zwar nie außerhalb von x86_64 ausprobiert, frage mich aber, worin der Unterschied zu Chrome besteht.
    Vielleicht hat es mit V8 JIT oder Widevine zu tun, aber auf Chromebooks wurde das bereits unterstützt.
    Offizieller Support ist auf jeden Fall willkommen → Debian-Chromium-Paketliste

    • Tatsächlich bedeutet das diesmal wohl einfach nur, dass ein proprietärer Chrome-Build mit Google-Branding hinzukommt, und keine technische Änderung wie etwa bei V8 JIT.
  • Es gibt die Hoffnung, dass nun vielleicht auch ein offizieller Widevine-Build für aarch64-Linux bereitgestellt wird.
    Bisher musste man dafür auf instabile Workarounds zurückgreifen.

  • Ich habe versucht, ein Chrome-Paket für ARM64 von Googles Download-Server zu laden,
    aber der offizielle Link liefert derzeit noch einen 404-Fehler zurück.

  • Ich frage mich, wann Microsoft ähnliche Unterstützung anbieten wird → zugehöriges GitHub-Issue

  • Google bezeichnete dies als „wichtigen Meilenstein seines Engagements für die Linux-Community und das ARM-Ökosystem“,
    und ich frage mich nun, ob unter GNU/Linux auch YouTube-Hardwarebeschleunigung und WebGPU endlich so gut unterstützt werden wie unter Android oder ChromeOS.