- Der Chrome-Browser kann nun auch auf Linux-Geräten mit ARM64-Architektur ausgeführt werden
- Diese Erweiterung der Unterstützung wird über den offiziellen Build-Kanal des Chromium-Projekts bereitgestellt
- Chrome für ARM64 bietet weiterhin dieselben Performance-Optimierungen und Sicherheitsupdates
- Die Installation ist auf wichtigen Distributionen wie Debian und Ubuntu möglich
- Damit werden Zugänglichkeit und Kompatibilität des Chrome-Ökosystems in unterschiedlichen Hardware-Umgebungen gestärkt
Überblick zur ARM64-Linux-Unterstützung
- Google startet die offizielle Unterstützung dafür, Chrome auf Linux-Geräten mit ARM64-Architektur zu verwenden
- Damit wird die Unterstützung über bisherige x86-basierte Systeme hinaus auf ARM-basierte Server- und Desktop-Umgebungen ausgeweitet
- Chrome für ARM64 wird als Teil des Chromium-Open-Source-Projekts entwickelt und bietet dasselbe Funktions- und Sicherheitsniveau
- Der ARM64-Build wird über den offiziellen Chrome-Download-Kanal verteilt und enthält automatische Updates sowie Sicherheitspatches
Verteilung und Installation
- Chrome für ARM64-Linux kann auf Distributionen der Debian- und Ubuntu-Familie installiert werden
- Nutzer können das Paket wie bei der bestehenden Chrome-Installation herunterladen und installieren
- Der ARM64-Build wird als
.deb-Paket bereitgestellt und automatisch passend zur Systemarchitektur erkannt
- Chrome Sync, Erweiterungen, WebGPU und andere wichtige Funktionen werden vollständig unterstützt
Technische Merkmale
- Der ARM64-Build ist mit Blick auf Performance-Optimierung und Energieeffizienz kompiliert
- Sicherheitsupdate-Zyklus und Zeitplan für Feature-Releases bleiben identisch mit der x86-Version
- Zentrale Sicherheitsfunktionen von Chrome wie Sandbox, Site Isolation und Safe Browsing sind unverändert enthalten
Auswirkungen auf Entwickler und Ökosystem
- Die ARM64-Unterstützung bietet Entwicklern und Distribution-Maintainern breitere Test- und Bereitstellungsumgebungen
- Projekte, die Chromium-basierte Browser entwickeln, können ARM64-Build-Umgebungen leichter nutzen
- Dadurch wird es möglich, auch in ARM-basierten Server-, IoT- und Cloud-Umgebungen Webanwendungen auf Basis der Chrome-Engine auszuführen
Ausblick
- Google stärkt mit der ARM64-Linux-Unterstützung ein konsistentes Web-Erlebnis über Plattformgrenzen hinweg
- Das Chrome-Team plant, die Unterstützung künftig auf weitere Linux-Distributionen und Hardware-Plattformen auszudehnen
- Diese Erweiterung gilt als wichtiger Wendepunkt für Kompatibilität mit Webstandards und den Ausbau des Open-Source-Ökosystems
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Es ist erfreulich zu hören, dass Google einen offiziellen Chrome-Build für ARM64-Linux veröffentlicht.
Darauf habe ich lange gewartet, und jetzt wird es endlich Realität. Ich bin gespannt, ob er auch auf dem Raspberry Pi gut läuft und ob Hardware-Videobeschleunigung standardmäßig enthalten sein wird.
Ich hoffe, dass man auf Linux-Telefonen jetzt nicht mehr glibc patchen muss, um YouTube oder Spotify anzusehen.
Google plant, Chrome für ARM64-Linux im zweiten Quartal 2026 zu veröffentlichen.
ARM-Unterstützung wurde bereits auf macOS (2020) und Windows (2024) ausgebaut.
In Zusammenarbeit mit NVIDIA soll es für DGX Spark-Nutzer einfacher werden, Chrome zu installieren,
und auch in virtualisierten vGPU-Umgebungen sowie auf ARM-Laptops auf Basis von Qualcomm, Nvidia und Mediatek könnte es Einsatzmöglichkeiten geben.
Siehe dazu auch den Tweet zum Android-Desktop-Modus.
Viele scheinen nicht zu wissen, wie kompliziert es bisher war, Chrome auf ARM64-Geräten zum Laufen zu bringen.
Es gibt einen Blog, der diesen Prozess gut erklärt → Netflix on Asahi Linux
sudo apt install chromiuminstallieren.Ich dachte, es gebe bereits viele ARM-Chromebooks, daher war für mich unklar, was an dieser Ankündigung neu ist.
Debian verteilt Chromium schon seit Langem für verschiedene Architekturen.
Ich habe es zwar nie außerhalb von x86_64 ausprobiert, frage mich aber, worin der Unterschied zu Chrome besteht.
Vielleicht hat es mit V8 JIT oder Widevine zu tun, aber auf Chromebooks wurde das bereits unterstützt.
Offizieller Support ist auf jeden Fall willkommen → Debian-Chromium-Paketliste
Es gibt die Hoffnung, dass nun vielleicht auch ein offizieller Widevine-Build für aarch64-Linux bereitgestellt wird.
Bisher musste man dafür auf instabile Workarounds zurückgreifen.
Ich habe versucht, ein Chrome-Paket für ARM64 von Googles Download-Server zu laden,
aber der offizielle Link liefert derzeit noch einen 404-Fehler zurück.
Ich frage mich, wann Microsoft ähnliche Unterstützung anbieten wird → zugehöriges GitHub-Issue
Google bezeichnete dies als „wichtigen Meilenstein seines Engagements für die Linux-Community und das ARM-Ökosystem“,
und ich frage mich nun, ob unter GNU/Linux auch YouTube-Hardwarebeschleunigung und WebGPU endlich so gut unterstützt werden wie unter Android oder ChromeOS.