- Ein schneller und funktionsreicher plattformübergreifender Terminal-Emulator, der die native UI des jeweiligen Betriebssystems und GPU-Beschleunigung nutzt (Mac/Linux)
- Kann direkt nach der Installation sofort ausgeführt werden und ist mit einer Struktur ohne zusätzliche Konfiguration konzipiert
- Bietet Hunderte von Themes, flexible Keybindings und umfangreiche Konfigurationsoptionen, um eine auf den Nutzer zugeschnittene Umgebung einzurichten
- Enthält außerdem eine VT-basierte API-Dokumentation für Entwickler von Terminal-Anwendungen und ist dadurch sehr gut für die Entwicklung nutzbar
Überblick über Ghostty
- Ghostty ist ein Terminal-Emulator mit hoher Geschwindigkeit und vielfältigen Funktionen, der unter macOS und Linux läuft
- Er verwendet auf jeder Plattform die native UI und unterstützt GPU-beschleunigtes Rendering
- Die Anwendung ist so aufgebaut, dass sie sofort nach der Installation gestartet werden kann, und folgt der Zero Configuration Philosophy
Installation und Ausführung
- macOS-Nutzer können die Binärdatei direkt herunterladen und ausführen
- Linux-Nutzer können zwischen Paketinstallation und Build aus dem Quellcode wählen
- Auf der offiziellen Website werden Links zu Download und Build from Source bereitgestellt
Dokumentation der Hauptfunktionen
- Keybindings: Unterstützt benutzerdefinierte Keybindings über die Konfigurationsoption
keybind
- Color Theme: Bietet Hunderte von integrierten Themes; separate Themes für Light-/Dark-Mode sind möglich
- Configuration: Mit Hunderten von detaillierten Konfigurationsoptionen lassen sich Aussehen und Verhalten fein abstimmen
- Terminal API (VT): Stellt Referenzdokumentation zu Steuersequenzen und Terminal-Konzepten für Entwickler von Terminal-Anwendungen bereit
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Ich bin der ursprüngliche Autor von Ghostty. Es sind ein paar Jahre vergangen, und ich bin überrascht, dass es wieder auf der HN-Startseite gelandet ist. Ich möchte ein paar wichtige Updates teilen
Heutzutage ist libghostty viel interessanter. Es wird bereits in mehreren freien und kommerziellen Terminalprojekten als Backend verwendet. Eine entsprechende Liste gibt es unter awesome-libghostty.
Wie ich schon bei der ersten Ankündigung 2023 gesagt habe, ist das Ziel der Aufbau eines Ökosystems, in dem sich verschiedene Terminalemulatoren auf Basis eines gemeinsamen stabilen und performanten Kerns (
libghostty) weiterentwickeln. Genau das passiert inzwischen. Mehr dazu unter libghostty is comingBis etwa 2027 werden vermutlich viel mehr Nutzer Ghostty über libghostty verwenden als über die GUI. Davon profitieren beide Seiten. Je mehr libghostty genutzt wird, desto stabiler wird auch die Ghostty-GUI
Ghostty für macOS verzeichnet derzeit rund eine Million Downloads pro Woche, und in Version 1.3 sollen wichtige Funktionen wie Suche (
cmd+f) und Scrollbars hinzukommen.Außerdem wird Ghostty inzwischen von einer gemeinnützigen Organisation getragen und hat vor Kurzem begonnen, den ersten vier Mitwirkenden tatsächlich eine Vergütung zu zahlen. Die Finanzen sind vollständig öffentlich. Mehr dazu unter Ghostty non-profit
Kurz gesagt: Für Ghostty ist das gerade eine sehr spannende Zeit
libghosttywar die Implementierung der Terminalfunktionen sehr einfach. Die meiste Zeit habe ich darauf verwendet, Features darauf aufzubauen. DankeIch habe mehrere Terminals ausprobiert und bin gerade dabei, mich von dem Mac zu lösen, also habe ich auch Ghostty getestet. Wegen des fehlenden Suchfeatures habe ich es aber aufgegeben. WezTerm kommt iTerm2 am nächsten, und das Rendering ist perfekt. Alacritty ist wegen fehlender Tabs unpraktisch, und tmux mag ich nicht, weil es zu viele Tasteneingaben erfordert. Ich schaue mich auch nach Linux-only-Terminals um. Empfehlungen willkommen
Hier ist eine Zusammenstellung wichtiger älterer Threads zu Ghostty.
Zum Beispiel: AI Usage Policy, Ghostty 1.0, Ghostty non-profit usw.
Das ist ein Timeline-Archiv, mit dem man die Entwicklungsgeschichte von Ghostty auf einen Blick sehen kann
Die UI von Ghostty gefällt mir viel besser als die von Kitty. Allerdings kommt es bei SSH-Verbindungen häufig zu Darstellungsfehlern. Deshalb nutze ich für SSH-Arbeit weiterhin Kitty
resetausführt. Wenn man dafür einen Shortcut setzt, ist es praktischIch hatte Ghostty früh ausprobiert, es dann aber wegen der fehlenden
CMD+F-Suche aufgegeben. Beim Tailing von Logs ist das für mich eine unverzichtbare FunktionIch denke, die Fetischisierung von Tools ist ein Merkmal amateurhaften Denkens. Wichtig sind nicht die Tools, sondern Technik und Kreativität.
Ghostty hat bei SSH Probleme damit, dass
top,ncduusw. kaputt dargestellt werden. Man muss$TERManpassen. Schade ist auch, dass es keine Funktion für temporäres Vollbild-Umschalten wie in iTerm gibttoggle_split_zoom(cmd+shift+enter) lösen. Das entspricht dem Verhalten von iTerm. Auch eine Zoom-Funktion per Doppelklick wurde vorgeschlagen$TERMein Fallback-System wieghostty:xterm-256colorgehabt hätte, aber dafür sei es wohl schon zu spätWenn man in Ghostty Ligaturen wie
!=deaktivieren will, kann man Folgendes in die Konfigurationsdatei eintragenBeim Zugriff per SSH gibt es das Problem, dass manche Programme (z. B.
less) Ghostty nicht erkennen. Mit der terminfo-Konfiguration lässt sich das aber leicht beheben. Hoffentlich wird das künftig standardmäßig in Linux-Distributionen enthalten seinIch frage mich, wie es mit der Eingabelatenz aussieht. xterm ist immer noch am schnellsten