9 Punkte von xguru 2020-08-22 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Die seit den frühen Chromium-Tagen vorhandene Omnibox-Funktion führt je nachdem, ob die vom Nutzer in die URL-Leiste eingegebene Zeichenfolge als Suchbegriff, Website-Name oder URL erkannt wird, die entsprechende Aktion aus.

Wegen NXDomain Hijacking fragt Chromium beim DNS drei zufällige nicht existierende Zeichenfolgen-Domains ab und speichert, falls die Antworten auf dieselbe Adresse zeigen, diese Adresse als Redirect Origin.

→ Das bedeutet, dass es sich um einen Ort handelt, der bei vom Nutzer falsch eingegebenen Zeichenfolgen über Seiten wie „did you mean?“ andere mögliche Optionen innerhalb des Intranets anzeigt.

Diese drei zufälligen Abfragen werden bei jedem Browserstart sowie bei jeder IP- oder DNS-Änderung ausgelöst.

Tatsächlich macht dieser Aufruf mit dem wachsenden Marktanteil von Chromium inzwischen 50 % des Datenverkehrs auf den Root-DNS-Servern aus (also 60 Milliarden Aufrufe pro Tag).

Zwar ist das Root-DNS-System für sehr große Traffic-Mengen ausgelegt, aber die Verarbeitung dieser ungewöhnlichen Ausnahmeabfragen ist nicht normal.

Nötig wäre zum Beispiel, dass Chromium statt drei nur eine oder zwei Abfragen sendet,

oder dass wie beim Captive-Portal-Test von Firefox ein separater Namespace für die Abfragen verwendet wird, damit sie die Root-Server nicht erreichen.

  • Der ursprüngliche Autor dieses Codes hat einen Kommentar hinterlassen.

„Die Chromium-Entwickler kennen dieses Problem und kümmern sich darum. Dafür wurden einige Änderungsvorschläge gemacht.“

  • Tatsächlich dürfte das meiste zwar auf Chrome-Nutzer zurückgehen, aber da ziemlich viele Browser wie Chrome/Edge/Brave/Opera auf Chromium basieren und im Text auch durchgehend von Chromium die Rede ist, wurde die Bezeichnung hier unverändert verwendet.

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