2 Punkte von haegyung 2026-02-02 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  1. Fazit
  • Viele KI-Entscheidungsunterstützungssysteme (DSS) scheitern in der Praxis nicht wegen der Modellleistung, sondern weil „Vertrauen nicht gestaltet wurde“.
  • Dieser Artikel definiert Vertrauen nicht als Gefühl oder UX-Problem, sondern als Vorhersagemechanismus in Risikosituationen und als „Vertrag“ neu und erklärt, warum der Ansatz „Lasst uns das Vertrauen erhöhen“ gerade zu Nichtnutzung und Fehlgebrauch führt.
  1. Begründung
  • Der Kern des Vertrauensproblems ist die Verwechslung von trust (Haltung der Nutzer) und trustworthiness (tatsächliche Fähigkeit)
  • Nutzer vertrauen KI nicht vage oder pauschal, sondern vertrauen auf bestimmte Verträge wie Genauigkeit, Fairness und Verantwortlichkeit
  • Wenn Verträge und Grenzen nicht klar benannt werden, erzeugen UI, Autorität und der Ton von Erklärungen unangemessenes Vertrauen, das zu Vorfällen führt
  • Auch die Rolle von Explainable AI (XAI) besteht nicht darin, Vertrauen zu „verstärken“, sondern Abhängigkeit und Zweifel zu korrigieren
  1. Umsetzung (Verbesserungsansatz)
  • Wer ein AI-DSS entwickelt oder einführt, sollte die Perspektive wechseln: nicht „Wie können wir Vertrauen erhöhen?“, sondern
    „Woran sollen Nutzer glauben, und wann sollen sie zweifeln oder Entscheidungen zurückstellen?“
  1. Kernaussage in einem Satz
  • Die Ursache für das Scheitern von AI-DSS ist nicht die Leistung, sondern das Vertrauensdesign; die Lösung ist ein Design, das sich auf Verträge, Verwundbarkeit und Kalibrierung konzentriert.

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