2 Punkte von GN⁺ 2026-02-02 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Ein CLI-Tool, das mithilfe von Latenz eine IP-Adresse auf Länder-, Bundesstaat-/Provinz- und Stadtebene schätzen kann
  • Nutzt mehr als 3000 Probes im Globalping-Netzwerk, um für jede IP Ping- und Traceroute-Messungen durchzuführen
  • Vergleicht die Latenz schrittweise über Kontinent → Land → Bundesstaat → Stadt und bewertet die Region mit dem niedrigsten Wert als tatsächlichen Standort
  • Tests zeigen eine Genauigkeit, die mit den Ergebnissen von ipinfo übereinstimmt, etwa für Polen, Florida und Miami
  • Als Open-Source-CLI-Tool für alle ausführbar und ein Nachweis für die Praxis­tauglichkeit latenzbasierter IP-Standortprüfung

Überblick über die latenzbasierte IP-Standortbestimmung

  • Es wurde ein CLI-Tool entwickelt, das IP-Adressen auf Länder-, US-Bundesstaat- und Stadtebene auflösen kann
  • Ausgangspunkt war ein Fall von ipinfo, der belegte, dass VPN-Anbieter falsche Standortdaten registrieren
    • ipinfo baut ein großes Probe-Netzwerk auf und verfolgt sowie pingt alle IPs, um ihren tatsächlichen physischen Standort zu verifizieren
  • Dieser Ansatz schließt Fehler in öffentlichen Datenquellen aus und ermöglicht eine verlässliche Standortbestimmung auf Basis von Latenz- und Hop-Daten

Nutzung des Globalping-Netzwerks

  • Globalping ist ein Open-Source-Community-Projekt, bei dem sich containerisierte Probes selbst hosten lassen
    • Derzeit sind mehr als 3000 Probes weltweit verteilt
    • Nutzer können über dieses Netzwerk Netzwerktests wie Ping und Traceroute durchführen
  • Das CLI-Tool automatisiert dies mit der globalping-ts-Bibliothek
    • Führt für die eingegebene IP Ping-Tests von mehreren Kontinenten aus
    • Wählt den Kontinent mit der geringsten Latenz
    • Führt danach innerhalb dieses Kontinents detailliertere Messungen mit mehreren Probes durch

Aufbau der einzelnen Messstufen

  • Stufe 1 (Kontinenterkennung): Ping-Test mit je 5 Probes pro Kontinent
    • Beispielergebnis: Europa 32.39ms, Nordamerika 137.18ms → Europa gewählt
  • Stufe 2 (Ländererkennung): Messung mit 50 Probes innerhalb des gewählten Kontinents
    • Ergebnis: Polen 7.29ms, Deutschland 13.42ms, Litauen 17.65ms → als Polen bewertet
  • Stufe 3 (US-Bundesstaatenerkennung): Test mit 50 Probes innerhalb der USA
    • Die „Bahamas“-IP von NordVPN wurde tatsächlich als Florida (0.45ms) eingestuft
  • Stufe 4 (Stadterkennung): Messung mit 36 Probes innerhalb des Bundesstaats
    • Ergebnis: Miami (0.00ms), danach West Palm Beach und Tampa

Genauigkeit und Grenzen

  • Das „magic field“ von Globalping wählt Probes auf Kontinentebene zufällig aus, wodurch einzelne Länder fehlen können
    • Dadurch sind Fehleinstufungen in Nachbarländer möglich
  • Für höhere Genauigkeit sollten Probes pro Land oder Bundesstaat gezielt angegeben und die Anzahl der Probes angepasst werden
    • Beispiel: Für Nordamerika werden 200 US-, 20 kanadische und 10 mexikanische Probes empfohlen
  • Die aktuelle Version verwendet die minimale Probe-Anzahl, damit sie auch ohne Authentifizierung nutzbar ist
    • Mit Authentifizierung sind 500 Tests pro Stunde möglich; zusätzliche Credits lassen sich durch Probe-Hosting oder GitHub-Sponsoring erhalten

Ausführung und Einsatz des Open-Source-Tools

  • Befehl: geolocate $IP
    • Mit der Option –limit lässt sich die Anzahl der Probes pro Stufe anpassen
  • Die vollständige Nutzung ist in der GitHub-Dokumentation beschrieben
  • Verbesserungsvorschläge per Pull Request sind willkommen
  • Kostenlose Credits anfragen und sich am Probe-Hosting beteiligen ist möglich

Fazit

  • Latenzbasierte IP-Standortbestimmung ist bei genügend Beobachtungspunkten eine genaue und praxisnahe Methode
  • Mit dem Globalping-Netzwerk und dem Open-Source-CLI-Tool kann praktisch jeder den tatsächlichen Standort einer IP einfach verifizieren
  • Geeignet unter anderem für die Prüfung gefälschter VPN-Standorte, die Analyse von Netzwerk-Routing und Performance-Debugging

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