- Ein neues Update für Microsoft 365 wurde so geändert, dass es den Standort von Mitarbeitenden in Echtzeit verfolgen kann, wodurch es bei Remote-Arbeit faktisch unmöglich wird, den eigenen Standort zu verbergen
- Die Funktion gilt für Teams unter Windows, Mac und in mobilen Apps und zeigt den Zugriffsstandort auch außerhalb des Firmennetzwerks an
- Wenn man sich zum Beispiel mit Starbucks_Guest_WiFi verbindet, können Administratoren das sofort erkennen
- Microsoft erklärt, die Funktion sei optional; außerhalb der Arbeitszeit werde das Tracking gestoppt und die Aufzeichnung gelöscht
- Dennoch wird dies besonders von Hybrid-Arbeitenden und datenschutzbewussten Nutzern als Ausweitung der Überwachung bewertet
Die neue Standortverfolgung in Microsoft 365
- Mit dem neuesten Update für Microsoft 365 wurde eine Funktion zur Standortverfolgung von Mitarbeitenden in Echtzeit hinzugefügt
- Dadurch können Administratoren prüfen, ob sich Nutzer tatsächlich im Büro befinden
- Bisherige Ausweichmethoden wie „abwesend“ oder „Stellvertreter-Login“ werden damit wirkungslos
- Die Funktion wird ab März 2026 aktiviert; ursprünglich war die Einführung für Januar geplant, wurde aber verschoben
- Die Tracking-Funktion arbeitet auf allen Teams-Plattformen (Windows, Mac, mobil)
Netzwerkbasierte Standortanzeige
- Wenn sich ein Nutzer mit einem Wi‑Fi-Netzwerk außerhalb des Unternehmens verbindet, zeigt Teams den Namen dieses Netzwerks an
- Verbindet sich jemand etwa mit „Starbucks_Guest_WiFi“, können Administratoren das sofort sehen
- Die bisherige Anzeige als „Remote“ entfällt
- Dadurch wird in Echtzeit sichtbar, ob während der Arbeitszeit externe Orte genutzt werden
Microsofts Position
- Microsoft erklärt, dass „Sicherheitsbarrieren (safety barriers)” eingebaut seien
- Die Funktion sei optional, und außerhalb der Arbeitszeit werde das Tracking gestoppt und die Aufzeichnung automatisch gelöscht
- Da Administratoren dies jedoch möglicherweise als verbindliche Richtlinie festlegen können, könnte die Wahlfreiheit der Nutzer eingeschränkt sein
Datenschutzbedenken
- Im Artikel wird die Funktion mit einem „digitalen Fußfessel-Monitor (digital ankle monitor)” verglichen
- Es gehe nicht nur um „Koordination (coordination)“, sondern um eine Verschärfung der Überwachung
- Besonders für Hybrid-Arbeitende oder datenschutzbewusste Nutzer kann dies als Eingriff empfunden werden
Technische Grundlage
- Die Funktion ist in der Microsoft-365-Roadmap unter Feature ID 411561/411562 offiziell dokumentiert
- Dort wird die Standortverfolgung in Echtzeit ausdrücklich erwähnt
- Weitere technische Details basieren auf Updates der Roadmap
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