6 Punkte von GN⁺ 2026-01-23 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen
  • Claude Chill ist ein PTY-Proxy-Tool, das Verzögerungen und Flackerprobleme mindert, die entstehen, wenn Claude Code wiederholt das gesamte Terminal neu zeichnet
  • Es fängt die von Claude Code verwendeten synchronisierten Ausgaben (Sync Blocks) ab und aktualisiert mit VT100-basiertem Rendering nur die geänderten Teile des Bildschirms
  • Es verwaltet einen History-Puffer für Scrollback; mit Ctrl+6 kann man in den „Lookback-Modus“ wechseln und die gesamte Ausgabevergangenheit ansehen
  • Bietet eine Auto-Lookback-Funktion, die die History automatisch ausgibt, wenn für eine gewisse Zeit keine Eingabe erfolgt
  • Läuft unter Linux und macOS und ist eine leichtgewichtige Lösung zur Verbesserung von Terminal-Performance und Lesbarkeit

Überblick

  • Claude Chill ist ein PTY-Proxy-Programm, das entwickelt wurde, um die Terminal-Ausgabeprobleme von Claude Code zu lösen
    • Claude Code kapselt die gesamte Ausgabe in Sync Blocks und rendert sie auf einmal; dabei kommt es zu vollständigen Bildschirmaktualisierungen über Tausende Zeilen
    • Dadurch entstehen Probleme wie Verzögerungen, Flackern und verlorener Scrollback
  • Claude Chill sitzt zwischen Terminal und Claude Code, übernimmt nur Ausgabedifferenzen und erhält einen History-Puffer

Hauptfunktionen

  • Abfangen von Sync Blocks: Erkennt und verarbeitet die großen Synchronisationsblöcke, die Claude Code sendet
  • VT-basiertes Rendering: Verwendet einen VT100-Emulator, um den Bildschirmzustand zu verfolgen und nur geänderte Teile auszugeben
  • History-Erhalt und Lookback-Modus: Speichert die Ausgabe in einem Puffer, damit frühere Logs eingesehen werden können
    • Wechsel in den Lookback-Modus mit Ctrl+6
    • Pausiert die Ausgabe von Claude und zeigt die vollständige History im Terminal an
    • Erneutes Drücken der Taste oder Beenden mit Ctrl+C
  • Auto-Lookback: Wenn für eine gewisse Zeit keine Eingabe erfolgt (standardmäßig 15 Sekunden), wird die History automatisch ausgegeben
    • Kann mit der Option -a 0 deaktiviert werden
    • Beim automatischen Dump kann der Bildschirm kurz flackern

Installation und Verwendung

  • Installation:
    cargo install --path crates/claude-chill  
    
  • Ausführungsbeispiele:
    • Standardstart: claude-chill claude
    • Mit Argumenten: claude-chill -- claude --verbose
    • History-Größe festlegen: claude-chill -H 50000 claude
    • Auto-Lookback deaktivieren: claude-chill -a 0 claude
  • Wichtige Optionen:
    • -H, --history: maximale Anzahl History-Zeilen (Standard: 100000)
    • -k, --lookback-key: Taste zum Umschalten des Lookback-Modus
    • -a, --auto-lookback-timeout: Wartezeit für Auto-Lookback (ms)

Konfigurationsdatei

  • Speicherort:
    • Linux: ~/.config/claude-chill.toml
    • macOS: ~/Library/Application Support/claude-chill.toml
  • Wichtige Einträge:
    • history_lines: maximale Anzahl History-Zeilen
    • lookback_key: Taste zum Umschalten des Lookback-Modus
    • refresh_rate: Rendering-FPS
    • auto_lookback_timeout_ms: Zeit für Auto-Lookback

Tastaturprotokoll und Tastenkonfiguration

  • Automatischer Moduswechsel in Terminals mit Unterstützung für das Kitty Keyboard Protocol (Kitty, Ghostty, WezTerm usw.)
    • Wenn Claude Code den Kitty-Modus aktiviert, erkennt Claude Chill diese Kodierung ebenfalls automatisch
  • Tastenformat: [modifier][key]
    • Beispiele: [f12], [ctrl][g], [ctrl][shift][j]
  • Die Standardtaste Ctrl+6 sendet ASCII 0x1E und kollidiert in den meisten Terminals nicht mit anderen Belegungen
    • Unter macOS bewirkt Ctrl+Shift+6 (Ctrl+^) dasselbe

Funktionsweise

  • Claude Chill erstellt ein virtuelles Terminal (PTY) und startet Claude Code als Kindprozess
  • Ein-/Ausgabe-Proxy-Struktur:
    Terminal ⇄ claude-chill ⇄ Claude Code  
    
  • Wichtige Verarbeitungsschritte:
    • Eingabe: Wird an Claude weitergeleitet, nur die Lookback-Taste wird abgefangen
    • Ausgabe: Sync Blocks werden erkannt, asynchrone Ausgabe wird unverändert weitergeleitet
    • Der Bildschirmzustand wird per VT-Emulation verfolgt
    • Im Vergleich zum vorherigen Zustand werden nur Unterschiede gerendert
    • History-Puffer wird erhalten und der Lookback-Modus unterstützt
    • Signale wie SIGWINCH, SIGINT, SIGTERM werden an Claude weitergegeben

Hinweise

  • Das Tool wurde für den persönlichen Gebrauch entwickelt; umfassende Tests wurden nicht durchgeführt
  • Funktion auf Linux und macOS bestätigt
  • Der Einsatz in wichtigen Systemen oder Infrastrukturumgebungen wird nicht empfohlen
  • MIT-Lizenz

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