3 Punkte von GN⁺ 2026-01-12 | 1 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ein Open-Source-Tool, mit dem sich Fotos aus einem iCloud-Konto direkt über die Kommandozeile herunterladen lassen
  • Läuft auf wichtigen Betriebssystemen wie Linux, Windows und macOS und unterstützt die Installation über Docker, PyPI, AUR und npm
  • Arbeitet in drei Modi: Copy, Sync und Move; inklusive Unterstützung für Live Photos, RAW-Bilder und EXIF-Metadaten
  • Bietet zahlreiche Optionen wie automatische Duplikatentfernung, kontinuierliche Änderungsüberwachung und Optimierung inkrementeller Ausführungen
  • Wird unter der MIT-Lizenz veröffentlicht; derzeit wird ein Maintainer gesucht

Projektüberblick

  • iCloud Photos Downloader ist ein kommandozeilenbasiertes Tool, das in iCloud gespeicherte Fotos auf ein lokales System herunterlädt
    • Es kann die gesamte iCloud-Fotomediathek herunterladen oder nur Änderungen synchronisieren
    • Es wird von einer freiwilligen Community entwickelt und gepflegt; neue Mitwirkende sind willkommen
  • Wird unter der MIT-Lizenz vertrieben und kann frei genutzt und angepasst werden
  • Verfügt auf GitHub über mehr als 10.000 Stars und 705 Forks

Unterstützte Plattformen und Bereitstellung

  • Betriebssystem-Kompatibilität: Unterstützung für Linux, Windows, macOS und NAS-Umgebungen
  • Distributionskanäle:
    • Docker-Image
    • PyPI-Paket
    • Arch Linux AUR
    • npm-Paket
  • Die Binärdatei kann direkt heruntergeladen oder aus dem Quellcode gebaut werden

Hauptfunktionen

  • Drei Betriebsmodi
    • Copy: Lädt nur neue Fotos herunter (Standardmodus)
    • Sync: Löscht lokal auch die Fotos, die in iCloud gelöscht wurden (--auto-delete)
    • Move: Löscht Fotos nach dem Download aus iCloud (--keep-icloud-recent-days)
  • Unterstützte Formate: Live Photos (separate Speicherung von Bild und Video), RAW sowie RAW+JPEG
  • Funktionsoptionen
    • Automatische Duplikatentfernung bei Fotos mit identischem Namen
    • Kontinuierlicher Überwachungsmodus (--watch-with-interval)
    • Optimierung inkrementeller Ausführungen (--until-found, --recent)
    • Anpassung von EXIF-Metadaten (--set-exif-datetime)
  • Mit dem Befehl --help lassen sich alle Optionen anzeigen

Installation und Ausführung

  • Installationsmethoden
    1. Binärdatei von der GitHub-Releases-Seite herunterladen
    2. Über Paketmanager installieren (Docker, PyPI, AUR, npm)
    3. Quellcode direkt bauen
  • Erforderliche iCloud-Einstellungen
    • Auf iPhone/iPad Access iCloud Data on the Web aktivieren
    • Advanced Data Protection muss deaktiviert sein
  • Beispiele für die Nutzung
    • Synchronisierung ausführen:
      icloudpd --directory /data --username my@email.address --watch-with-interval 3600
      
    • Authentifizierungssitzung erstellen:
      icloudpd --username my@email.address --password my_password --auth-only
      

Experimentelle Funktionen und Entwicklungsstand

  • Einige Funktionen werden zunächst im Experimental Mode hinzugefügt und nach erfolgreicher Prüfung regulär übernommen
  • Die neueste Veröffentlichung ist v1.32.2 (2. September 2025)
  • Ziel ist die Veröffentlichung neuer Versionen einmal pro Woche (freitags)
  • Zu den jüngsten Commits gehören u. a. Unterstützung für Mehrbenutzerkonfigurationen, Korrekturen für Nicht-Linux-Builds und Verbesserungen der Testumgebung

Beiträge und Community

  • Über die Beitragsrichtlinien (CONTRIBUTING.md) können externe Entwickler mitwirken
  • 42 Mitwirkende haben zum Code beigetragen; außerdem werden Automatisierungstools wie Dependabot eingesetzt
  • Derzeit werden öffentlich Projekt-Maintainer gesucht
  • Offizielle Dokumentation und Diskussionen finden in GitHub Discussions statt

1 Kommentare

 
GN⁺ 2026-01-12
Hacker-News-Kommentare
  • Ich bin der Entwickler von Photos Backup Anywhere. Als ich Apple Photos analysiert habe, hat mich überrascht, dass sich der vollständige Zustand nicht allein durch die Dateien auf der Festplatte darstellen lässt.
    Alben, Live Photos, Serienaufnahmen, Zeitlupe, Bearbeitungsverlauf, geänderte Aufnahmedaten usw. werden separat verwaltet, und die meisten Backup-Tools können das bei einer Wiederherstellung nicht korrekt rekonstruieren.
    Deshalb betrachte ich Photos selbst als Source of Truth und habe einen Ansatz gewählt, der sich bei der Wiederherstellung daran orientiert und dagegen validiert.
    Dieses Tool stellt Alben und alle Fototypen vollständig wieder her und bewahrt dabei Standort, Erstellungsdatum und Änderungsdatum.
    Die Projektseite ist photosbackup.app.

    • Wenn ich Fotos vom iPhone übertrage, kopiere ich sie mit der App „Image Capture“ in Blöcken von 0 bis 9999. Sobald es mehr als 10.000 Bilder sind, springt der Dateiname wieder auf 00001(1) zurück, was unpraktisch ist.
      Mein MacBook hat nur wenig SSD-Speicher und ich möchte nicht über iCloud gehen. Ich würde gern wissen, ob es eine Möglichkeit gibt, die originalen RAW/JPEG/Live/Video-Dateien direkt auf ein externes Laufwerk zu exportieren.
    • Das Extrahieren von Fotos von einem alten Android-Smartphone war wirklich ein Albtraum. Wenn die Oberfläche nicht richtig angezeigt wird, ist man auf Tools angewiesen, die das ganze Laufwerk durchforsten.
    • Ich würde gern wissen, ob Backups auf S3-kompatiblen Storage (z. B. Backblaze B2) unterstützt werden.
    • Hast du dir zufällig Parachute Backup angesehen? Dort wird ebenfalls behauptet, dass selbst die komplexen Daten von iPhotos gesichert werden können.
  • Dieses Projekt ist wirklich großartig. Vielleicht könnte es die iCloud-App für Windows ersetzen.
    Ich habe ebenfalls etwa 2 TB iCloud-Daten, aber mein MacBook hat nicht genug Speicherplatz, deshalb liegt meine Photo Library auf einem externen Laufwerk.
    Die iCloud-App für Windows lädt zwar ständig mit 50 MB/s herunter, aber wenn ich die Ordner öffne, steht bei den meisten Dateien trotzdem „nur online verfügbar“.
    Aktuell habe ich ungefähr 944 GB heruntergeladen, aber bis alles vollständig abgeschlossen ist, wird es wohl noch dauern.
    Ich frage mich, ob es unter Windows einen alternativen Foto-Viewer gibt, der HEIC und Live Photos korrekt anzeigen kann.

  • Es gibt das kostenpflichtige Programm Parachute, allerdings nur für macOS. Damit lassen sich alle Fotos und Dateien aus der iCloud-Mediathek herunterladen.
    App-Store-Link

    • Unter iOS ist auch PhotoSync ganz brauchbar. Damit kann man Fotos an NAS oder entfernte Dienste wie B2 übertragen.
    • Die Desktop-Version von Parachute ist stabil, aber die iOS-Version schafft es nicht, ein inkrementelles Backup einer 1-TB-Mediathek über Nacht fertigzustellen.
      Die Originale werden exportiert, aber AAE-Dateien werden nicht mitgeliefert. Im Gegensatz dazu ist schade, dass PhotoSync keine Wiederherstellungsfunktion hat.
    • Ich habe gefragt, ob es mit ADP-Konten kompatibel ist, aber keine Antwort erhalten. Mich würde auch interessieren, ob es eine brauchbare Download-Lösung für ADP-Konten gibt.
    • Ich würde außerdem gern wissen, ob sich die Sicherheit im Hinblick auf Datenschutz verifizieren lässt und ob es eine Alternative für Windows gibt.
  • Überraschenderweise gibt es keine offizielle Methode, um alle Fotos aus iCloud (etwa 400 GB) auf einmal herunterzuladen.
    Stattdessen kann man mit einem Open-Source-Kommandozeilen-Tool die komplette iCloud-Fotomediathek herunterladen.

    • Tatsächlich kann man auf dem Mac oder iPhone in den Einstellungen der iCloud-Fotomediathek „Originale laden“ wählen und dann alles herunterladen.
    • Wenn du in der EU bist, kannst du auf privacy.apple.com alle Daten anfordern, die Apple über dich gespeichert hat.
    • In der Photos-App auf dem Mac lassen sich die Originale über Cmd+A > File > Export Unmodified Originals exportieren.
    • Vielleicht ist es auch Absicht von Apple, dass Nutzer nicht weggehen. Dass der Fotoexport so schwierig ist, wirkt wie eine Lock-in-Strategie.
  • Ich habe vor ein paar Tagen eine geteilte Mediathek gesichert und dabei etwa 10.000 Fotos und Videos (300 GB) verarbeitet.
    Wiederherstellung der iPhoto-Mediathek → Export nach Jahren aufgeteilt → Verschieben auf eine externe HDD → die Mediathek auf der externen HDD als Standard festlegen und anschließend erneut mit iCloud synchronisieren.
    Eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung und die Repair-Funktion waren dabei eine große Hilfe.

    • Ich frage mich, ob es einen Unterschied dazu gibt, einfach die Photos-Library-Datei auf eine externe HDD zu verschieben und in Photos.app diesen Pfad anzugeben.
  • Ich kopiere die Fotodateien direkt vom iPhone mit der Kombination usbmuxd + ifuse.
    Ohne auf Uploads oder Downloads zu warten, verbinde ich es einfach per Kabel und hole mir die Originale direkt, und ich kann sie sogar verschieben, um Speicherplatz freizumachen.

    • Ich frage mich, ob das bei allen iPhones möglich ist. Mich würde interessieren, ob man den DCIM-Ordner per USB mounten und sogar Schreibrechte bekommen kann.
  • Ich lade iCloud-Fotos regelmäßig mit einem kleinen Shell-Skript herunter.
    Dafür nutze ich den Container icloudpd/icloudpd:latest, der die Originale in einer Ordnerstruktur speichert.

    • Allerdings ist es riskant, einfach das latest-Tag zu verwenden. Ungeprüften Images seine iCloud-Zugangsdaten zu geben, ist keine gute Idee. Sicherer ist es, eine bestimmte Version oder einen Hash festzulegen.
  • Unsere Familie erzeugt pro Jahr etwa 2 TB an Medien. Insgesamt sind es ungefähr 12 TB.
    Die Erinnerungsfunktion von iCloud ist zwar schön, aber 60 Dollar im Monat sind mir zu viel, deshalb mache ich es so:

    • Mit docker-icloudpd sichere ich die Fotos mehrerer Accounts auf lokalen Speicher.
    • Nur die letzten zwei Jahre bleiben in iCloud, ältere Inhalte werden lokal aufbewahrt.
    • Ältere Fotos durchsuche und betrachte ich mit Immich. Es ist selbst gehostet, aber die App-Erfahrung ist hervorragend.
      Schneller lokaler Speicher (z. B. OWC 4M2 + M.2 SSD) ist wichtig. Ein HDD-basiertes NAS ist langsam.
      docker-icloudpd GitHub-Link
    • Ich frage mich, ob dir bei Photos Funktionen fehlen, die Immich nicht hat. Ich nutze Android, daher reicht mir Immich allein völlig aus.
  • In der iCloud-Photos.app werden einige Fotos nicht angezeigt, in Photometor.app (gehört Apple) aber schon.
    Ich verstehe nicht, warum sie in Photos.app nicht sichtbar sind, und das ist frustrierend.

  • Schade, dass Apple Integrationen von Drittanbietern kaum zulässt.
    Ich würde gern Fotos aus bestimmten Alben automatisch mit dem digitalen Bilderrahmen meiner Eltern oder einem Samsung Frame TV synchronisieren, aber solche Funktionen sind blockiert.
    Schon mit ein wenig mehr Offenheit wären innovative Anwendungen möglich.

    • Ich habe dieses Problem mit PhotoSync gelöst. Dort kann man Synchronisierungsregeln pro Album festlegen und die Übertragung automatisieren.