- Beschreibung einer Konfiguration, mit der sich 6 Claude-Code-Agenten parallel allein mit dem Smartphone für Entwicklungsaufgaben ausführen lassen
- Durch die Kombination aus Termius und mosh, Tailscale VPN und einer Vultr-VM bleibt auch ohne Laptop eine stabile Remote-Entwicklungsumgebung erhalten
- Dank persistenter tmux-Sitzungen und Poke-Webhooks-Benachrichtigungen ist asynchrone Entwicklung möglich; per Push-Nachricht muss nur dann reagiert werden, wenn Claude Eingaben anfordert
- Die Sicherheit wird durch ein mehrstufiges Schutzkonzept mit Tailscale-only-Zugriff, nftables und fail2ban verstärkt
- Umsetzung eines vollständigen mobilen Entwicklungs-Workflows, mit dem sich auch beim Warten auf Kaffee oder unterwegs PR-Reviews, Refactoring und Bugfixes erledigen lassen
Gesamtüberblick der Architektur
- Auf dem Smartphone verbindet sich die Termius-App per mosh über Tailscale VPN mit einer Vultr-VM
- Innerhalb der VM läuft Claude Code, und ein PreToolUse-Hook ruft den Poke-Webhook auf, um Push-Benachrichtigungen zu senden
- Der Nutzer erhält die Benachrichtigung und antwortet auf Claudes Frage, wodurch ein zyklischer Ablauf entsteht
- Auf diese Weise entsteht eine asynchrone Entwicklungsschleife, mit der sich jederzeit und überall arbeiten lässt
Infrastruktur im Detail
- Die Vultr-VM befindet sich in der Region Silicon Valley und hat die Spezifikation
vhf-8c-32gb
- Die Kosten liegen bei $0.29 pro Stunde, also etwa $7 pro Tag
- Durch Tailscale-only-Zugriff bleibt SSH nicht öffentlich erreichbar, alle öffentlichen Ports sind blockiert
- Mit den Skripten vm-start und vm-stop wird das Starten und Stoppen der VM automatisiert
- Über iOS-Kurzbefehle kann die VM direkt per Vultr API gestartet werden
- Die Sicherheitsarchitektur besteht aus Cloud-Firewall, nftables und fail2ban
Mobile Terminal-Umgebung
- Termius unterstützt auf iOS/Android SSH und mosh
- mosh hält die Verbindung auch bei Netzwerkwechseln aufrecht, sodass Sitzungen selbst bei Wechseln zwischen Wi‑Fi und Mobilfunk oder im Energiesparmodus bestehen bleiben
- Befehlsbeispiel:
mosh --ssh="ssh -p 47892" [email protected]
- Ein Nachteil ist die fehlende Unterstützung für SSH-Agent-Forwarding; für Aufgaben mit GitHub-Authentifizierung wird innerhalb von tmux normales SSH verwendet
Sitzungs-Persistenz
- In
.zshrc ist konfiguriert, dass beim Login automatisch eine tmux-Sitzung verbunden wird
- Auch wenn Termius geschlossen und später erneut geöffnet wird, bleibt die Sitzung unverändert erhalten
- Mehrere Claude-Agenten laufen parallel in tmux-Fenstern
- Mit
C-a c wird ein neues Fenster erstellt, mit C-a n wird gewechselt
Push-Benachrichtigungssystem
- Wenn in Claude Code ein AskUserQuestion-Ereignis auftritt, wird der PreToolUse-Hook ausgeführt
- Das Skript
poke-notify.sh extrahiert die Frage und sendet eine POST-Anfrage an den Poke-Webhook
- Auf dem Smartphone trifft die Benachrichtigung ein, und nach Sichtung der Frage kann sofort geantwortet werden
- Dadurch ist vollständig asynchrone Entwicklung möglich, ohne das Terminal ständig im Blick behalten zu müssen
Vertrauens- und Sicherheitsmodell
- Claude Code läuft im permissive mode, und die VM ist isoliert, sodass kein Zugriff auf Produktionssysteme möglich ist
- Sie enthält nur die minimal erforderlichen Geheimnisse für die Entwicklung
- Selbst bei unerwartetem Verhalten kann die VM verworfen werden
- Durch Kostenkontrolle wird das Risiko minimiert; die maximalen Tageskosten sind begrenzt
Parallele Entwicklungsstruktur
- Mit Git worktree lassen sich mehrere Feature-Branches gleichzeitig betreiben
- Beispiele:
myproject-sidebar, myproject-dark-mode usw.
- Jeder worktree hat ein eigenes tmux-Fenster und einen eigenen Claude-Agenten
- Die Ports werden auf Basis eines Hashes des Branch-Namens bestimmt, sodass keine Kollisionen entstehen
- Beispielhafte Berechnungsformel:
django_port = 8001 + (hash_val % 99)
- Es können bis zu 6 Agenten gleichzeitig ausgeführt werden
Einsatzszenarien
- Auch beim Warten auf Kaffee oder unterwegs sind PR-Reviews, Refactoring und Bugfixes möglich
- Während Claude Aufgaben bearbeitet, die 10 bis 20 Minuten dauern, kann der Nutzer etwas anderes tun, erhält dann eine Benachrichtigung, antwortet und setzt die Arbeit fort
- Ein vollständiger Entwicklungszyklus ohne Desktop wird direkt auf dem Smartphone realisiert
Zusammenfassung der Komponenten
- Vultr: Cloud-VM für $0.29 pro Stunde
- Tailscale: sicheres privates Netzwerk
- Termius: mobiler SSH-Client
- mosh: netzwerkrobuste Shell
- tmux: sorgt für Sitzungs-Persistenz
- Poke: Push-Benachrichtigungen auf Webhook-Basis
- Claude Code: führt die eigentlichen Entwicklungsaufgaben aus
Fazit
- Die gesamte Umgebung kann mit einer einzigen Claude-Code-Sitzung eingerichtet werden
- Wenn nur der Vultr-API-Schlüssel und GitHub-Zugriffsrechte bereitgestellt werden, kann Claude automatisch eine sichere Entwicklungs-VM konfigurieren
- Im Ergebnis entsteht eine vollständige Entwicklungsumgebung allein auf dem Smartphone – ein Beispiel für maximal gesteigerte Mobilität und Effizienz
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