Spielzeug mit langer Spielzeit und kurzer Aufräumzeit
(joannabregan.substack.com)- Es wird ein Bewertungsverfahren mit drei Kriterien vorgeschlagen, um Spielzeug mit hoher Aufräum-Effizienz im Verhältnis zur Spielzeit zu finden: Wiederholbarkeit, Länge der Spielsitzung und Leichtigkeit des Aufräumens
- Magna-tiles, Giant Magna-tiles und Magnet foam blocks erhielten die höchsten Bewertungen; alle verfügen über eine magnetische Struktur und bieten lange Spielzeit bei einfachem Aufräumen
- Dagegen erzielten Minecraft magnet tiles niedrige Werte, weil ihre Form festgelegt ist, kreative Variationen erschwert und die magnetische Verbindung schwach ist
- Gemeinsamkeiten der hoch bewerteten Spielzeuge sind flexible Verformbarkeit, harmonisches Zusammenspiel der Teile und ein befriedigendes magnetisches Verbindungsgefühl
- Diese Eigenschaften werden als Kernelemente genannt, die eine ideale Spielumgebung schaffen, welche die Vertiefung der Kinder erhöht und die Aufräumlast der Eltern verringert
Überblick über die Bewertung der Spieleffizienz
- Spielzeug, bei dem die Aufräumzeit im Verhältnis zur kurzen Spielzeit lang ist, stellt für Eltern eine ineffiziente Belastung dar
- Als Beispiel wird ein Spielzeug genannt, mit dem ein Kind 2 Minuten spielt und das anschließend 10 Minuten Aufräumen erfordert
- Ideales Spielzeug wird definiert als eine Form, mit der man lange Zeit mit Freude spielen kann und die sich einfach aufräumen lässt
- Die Bewertungskriterien bestehen aus drei Achsen
- Wiederholbarkeit (Repeatability): von einmaligem Spielen bis zu täglicher Wiederholbarkeit
- Länge der Spielsitzung (Length of play session): von 1 Minute bis zu mehr als 30 Minuten
- Leichtigkeit des Aufräumens (Clean up ease): von lästig (1) bis einfach (5)
Spielzeuge mit der höchsten Bewertung
- Magna-tiles
- Gesamtpunktzahl 13 (Wiederholbarkeit 5, Spieldauer 4, Leichtigkeit des Aufräumens 4)
- Dank magnetischer Struktur lassen sich vielfältige Formen zusammenbauen
- Giant Magna-tiles
- Gesamtpunktzahl 13 (Wiederholbarkeit 5, Spieldauer 5, Leichtigkeit des Aufräumens 3)
- Große Bauwerke möglich, hohe Spielvertiefung
- Magnet foam blocks
- Gesamtpunktzahl 12 (Wiederholbarkeit 4, Spieldauer 4, Leichtigkeit des Aufräumens 4)
- Weiches Material und magnetische Verbindung sorgen für Sicherheit und bequemes Aufräumen
Spielzeuge mit niedriger Bewertung
- Minecraft magnet tiles
- Gesamtpunktzahl 6 (Wiederholbarkeit 2, Spieldauer 2, Leichtigkeit des Aufräumens 2)
- Jedes Teil hat eine festgelegte Form wie Holz, Wasser oder Lava, wodurch kreative Umgestaltungen eingeschränkt sind
- Die magnetische Verbindung ist schwach, wodurch die Zufriedenheit beim Bauen gering ausfällt
Drei Prinzipien für hohe Bewertungen
- Flexibilität (Flexibility)
- Hoch bewertete Spielzeuge lassen sich zu vielfältigen fantasievollen Spielen erweitern, etwa zu Robotern, Raketen oder Angelruten
- Giant Magna-tiles können als Raum für Geschichtenentwicklung wie Haus, Laden oder Geschenkbox genutzt werden
- Dagegen sind Minecraft-Blöcke in ihrer Form festgelegt und bieten zu wenig Spielvielfalt
- Harmonisches Zusammenspiel der Formen (Elegant shape interaction)
- Eine Struktur, bei der die Teile klar unterscheidbar und zugleich leicht miteinander verbindbar sind, erhöht die Spielvertiefung
- Spielzeug mit komplexen Winkeln oder dem Bedarf an feinen Entscheidungen stört den Spielfluss
- Magnetisches Design (Magnetic design)
- Magnetische Verbindungen machen selbst den Aufräumprozess spielerisch und angenehm
- Starke Magnete vermitteln beim Zusammenbauen ein Gefühl von Vollständigkeit und Zufriedenheit
- Schwache Magnete führen zu lockeren Verbindungen und geben ein unvollständiges Gefühl
Spielzeug, das als Nächstes Aufmerksamkeit bekam
- Clixo
- Vorgestellt als Spielzeug, das flexible Struktur, elegante Form und magnetische Verbindung vereint
- Wird als Kandidat der nächsten Generation genannt, der voraussichtlich eine hohe Bewertung erhalten wird
1 Kommentare
Hacker-News-Kommentare
Das Spielzeug, mit dem ich am längsten gespielt habe, war ein Set aus Holzklötzen, das mir mein Großvater geschenkt hat.
Es gab viele verschiedene Formen – Zylinder, Bögen, dünne Bretter, Quader und mehr –, sodass man sie gut mit anderem Spielzeug kombinieren konnte.
Man konnte alles Mögliche bauen: Straßen oder Garagen für Autos, Hindernisparcours für Murmeln und vieles mehr.
Die Kanten waren abgerundet und das Material robust, daher war das Aufräumen einfach erledigt, indem man alles in die Tasche warf.
Jetzt habe ich sie an meinen Neffen weitergegeben, und es macht mich stolz zu sehen, dass er immer noch so viel Freude daran hat.
Ich finde, genau solches simples Spielzeug ist das beste, das über Generationen hinweg weiterlebt.
Wenn ich feststecke oder einfach mal den Kopf frei bekommen will, ist es schön, damit zu spielen.
In unserer autarken Hütte vom Kletterclub steht auch eine große Kiste mit selbstgemachten Jenga-Blöcken, und alle benutzen sie nicht nur für Jenga, sondern auch für Bauwerke oder riesige Domino-Ketten.
Am Ende müssen auch Erwachsene ab und zu spielen.
Sie waren etwa 3/16 Zoll dick, 3/4 Zoll breit und in 2-Zoll-Schritten unterschiedlich lang.
Gehalten wurde zwar immer noch alles nur durch die Schwerkraft, aber damit waren plötzlich auch Dinge wie Kragarmkonstruktionen möglich.
Wir ließen große Murmeln hinunterrollen und benutzten zwei dreieckige Klötze als Flipper.
Allerdings war „Anstoßen“ verboten.
Wir haben Türme, Labyrinthe, Rube-Goldberg-Maschinen, Installationen, Mäusehäuser, Fahrzeuge, Schlösser, Katapulte und alles Mögliche gebaut.
Sie sind immer noch im Originalzustand und bereit für unsere Kinder.
Als Bonus konnte man auf den langen Gummibahnen nicht nur Autos rollen lassen, sondern allerlei anderes.
Noch ein Bonus: Ich habe keine Ahnung, warum solche Klötze verschwunden sind.
Es gab Produkte wie Chubs Baby Wipes Stackable Blocks.
Als moderne Version würde ich Kapla empfehlen. Das sind Sets mit Hunderten dünnen rechteckigen Holzplättchen.
Vor dem Verschenken an meinen Neffen habe ich sie „vorab getestet“ und hatte selbst ziemlich viel Spaß dabei.
Für unsere Kinder waren Magnatiles das Spielzeug mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Obwohl die Kinder jahrelang ziemlich grob damit umgingen, ist fast nichts kaputtgegangen.
Sie konnten vom Kleinkindalter bis in die Tween-Jahre hinein damit spielen, und der Spielwert war viel höher als bei Lego.
Sie sind teuer, aber wenn die Qualität noch so ist wie früher, sind sie das absolut wert.
Ich bin ein großer Lego-Fan, sage das also nicht leichtfertig.
Eine weitere Empfehlung sind Snap Circuits.
Damit konnte man einfache Schaltungen zusammenbauen und Dinge wie ein FM-Radio bauen, ohne dass es kompliziert oder zerbrechlich war.
Selbst Kinder ohne besonderes Interesse an MINT hatten Spaß daran.
Das Problem ist nur, dass es inzwischen so viele Nachahmerprodukte gibt.
Die Magnete sitzen anders oder haben eine andere Größe, sodass Bauwerke leicht zusammenfallen.
Deshalb räume ich geschenkte Nachbauten heimlich weg und ersetze sie durch das Original.
Inzwischen hat LEGO dasselbe Problem.
Danach wurden sie an Cousins und Cousinen weitergegeben und werden immer noch gut genutzt.
Mit einer Stoff-Aufbewahrungsbox war auch das Aufräumen in fünf Minuten erledigt.
Klare Empfehlung.
Ich habe oft mit meinem Kind Rollenspiele gespielt – etwa: „Du hast dich im Wald verlaufen und siehst eine Hütte, was machst du?“
Das schafft unendlich viel Spielzeit, ganz ohne zusätzliches Geld auszugeben.
Das ergibt ein schönes sanftes Leuchten, und Fotos von den Gesichtern der Kinder im Licht eignen sich perfekt für die Karten im nächsten Jahr.
Diese Liste spiegelt eher die Interessen wider, die der Autor seinem Kind wünscht, als echte Beliebtheit.
Bei uns zu Hause waren Puppen und magnetische Bausteine auch mal kurz beliebt, aber das flaute schnell ab.
Ehrlich gesagt haben Fernseher und Nintendo Switch das beste Verhältnis von Unterhaltung zu Kosten.
Mit einem gebrauchten iPad wäre ein Kind wahrscheinlich bis zum Führerscheinalter den ganzen Tag beschäftigt.
Für kleine Kinder ist ein Ball das beste Spielzeug überhaupt.
Unser einjähriges Kind war an Weihnachten länger als 30 Minuten völlig vertieft in einen einzigen Strandball, mehr als in jedes andere Geschenk.
Auch Magnetfliesen machen der ganzen Familie Spaß – vom Baby bis zum Zwölfjährigen kann jeder auf seine Weise damit spielen.
Am Ende übernimmt das einjährige Kind dann die Rolle von Godzilla und zerstört die Bauwerke.
Weitere gute Spielzeuge sind Knetmasse, Stöcke, großes Papier und vielleicht fünf Farben Buntstifte.
Solches Spielzeug „lenkt“ das Spiel nicht, sondern „ermöglicht“ es.
Das Einzige, womit ich wirklich nie müde wurde zu spielen, waren Lego und Computer.
Beides bot viel kreative Freiheit.
Der Nachteil war die lange Aufräumzeit, deshalb lagen die Sachen oft monatelang auf dem Zimmerboden ausgebreitet.
Heute legt man einfach ein Tuch darunter und spielt darauf.
Der Artikel war so knapp und klar geschrieben, dass ich ihn sogar abonniert habe.
Der Reiz von LEGO liegt darin, dass schon kleine Änderungen bei den Teilen die ganze Art des Spiels verändern.
Eine breite Grundplatte, Räder, Figuren, Eisenbahnschienen – je nach Kombination wird es ein völlig anderes Spielerlebnis.
Wenn nicht immer alle Optionen gleichzeitig offen sind, bleibt es oft sogar frischer.
Unser Kind in der mittleren Grundschule mag Magnatiles auch, aber LEGO ist immer noch das Beste.
Mein 40 Jahre altes Lego ist noch immer im Einsatz, und ich habe mit meinem Kind den UCS Millennium Falcon fertiggebaut.
Danach wurde er direkt für andere Projekte wiederverwendet.
Ich beklage mich zwar über die Einzweckteile im neuen Lego, aber wenn mein Kind daraus dann ein kreatives MOC baut, bin ich trotzdem beeindruckt.
Kein anderes Spielzeug kommt an diese Wiederverwendbarkeit und Langlebigkeit heran.
Aus der Sicht eines Onkels gefragt: Gibt es nicht auch eine umgekehrte Version dieser Liste?
Ich stimme der Aussage zu, dass „Spielzeug mit vielen Teilen, an dem man schnell das Interesse verliert, das Schlimmste ist“,
aber ich habe Mouse Trap wirklich geliebt.
Das eigentliche Spiel habe ich nie gespielt, aber die Falle aufzubauen und auszulösen war schon für sich genommen großartig.
Ich finde, das ist auch eine Form von Spielwert.
Wir benutzten das Brett nicht und stellten uns einfach nur gegenseitig die Fragen von den Karten.
Ein Spiel aus den 80ern, das auch heutige Kinder noch begeistert.
Ehrlich gesagt wäre Platz 1 wohl das iPad, und auf dem letzten Platz mit bloßen Füßen auf LEGO zu treten.
Trotzdem wirken die im Artikel genannten Spielzeuge ziemlich gut.