2 Punkte von davespark 2025-12-25 | Noch keine Kommentare. | Auf WhatsApp teilen

Überblick

  • Autor: Gabe Berghuis (Delivery Lead bei Atomic Object)
  • Hintergrund: Ein Nicht-Entwickler ohne Programmiererfahrung versuchte mit ChatPRD und v0.dev einen Web-App-Prototypen zu erstellen
  • Ziel: Eine Verwaltungsplattform für ein Mountainbike-Programm für Jugendliche (Anwesenheit erfassen, Fotos hochladen, Gruppen prüfen, Ankündigungen usw.)
  • Zentrale Erkenntnis: KI kann nicht in Ihren Kopf schauen → wie in jeder Zusammenarbeit sind klare Kommunikation und Iteration nötig

Erster Versuch (gescheitert)

  • Vorgehen: Mit ChatPRD ein PRD erstellt → an v0.dev übergeben und versucht, den kompletten Full-Stack in einem Durchgang zu generieren
  • Probleme
    • Code-Konflikte und eine Kette von Fehlern traten auf
    • Erwartung, dass die KI ausgelassene Teile automatisch ergänzt → gescheitert
    • Die Hoffnung auf etwas „Magisches“ endete im totalen Zusammenbruch
  • Ursache: Die unbewusste Erwartung, dass die KI Gedanken lesen würde

Zweiter Versuch (erfolgreich)

  • Strategiewechsel
    • Fokus nur auf das Frontend
    • Anweisung: „Langsam, mit schrittweiser Prüfung“
  • Ergebnis
    • Durch iterative Zusammenarbeit entstand eine stabile UI/UX
    • Die KI stellte Fragen und schlug Ideen zur Produktverbesserung vor
    • Die Zusammenarbeit fühlte sich an, als würde man mit einem Menschen arbeiten
  • Effekt: Arbeit in kleinen Einheiten → kreative und technische Verbesserungen

Vier Lehren

  • KI kann keine Gedanken lesen (Menschen auch nicht → Annahmen müssen klar formuliert werden)
  • Softwareentwicklung ist kreative Arbeit (Iteration ist unverzichtbar)
  • Schnelle Feedback-Schleifen sind wichtig (alles auf einmal bauen → Desaster)
  • Eine vollständig ausgereifte Vision ist selten (Details treten erst im Dialog und in Iterationen hervor)

Praktische Tipps

  • Mit engem Scope beginnen (bei der kleinsten Einheit anfangen)
  • Der KI sagen, sie solle „langsam“ vorgehen
  • Das Backend aufschieben und früh Testdaten verwenden
  • Die KI wie einen „Junior-Entwickler mit Superkräften“ behandeln (Anleitung und Aufsicht nötig)

Fazit

  • Gute Software entsteht aus Zusammenarbeit, Kreativität und kontinuierlichem Dialog
  • Ob KI oder Mensch: Keine Anforderungen einfach hinwerfen und dann abwarten

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