Ich habe Google Antigravity verwendet und dabei die Nutzungsbedingungen gelesen. Die Struktur wirkte etwas seltsam, deshalb habe ich angefangen, mich mit dem Thema Datenerfassung zu beschäftigen.
Mich würde eure Meinung dazu interessieren.
Zusammenfassung der Google-Antigravity-Nutzungsbedingungen:
- Erfassung: Bei der Nutzung des Dienstes wird in jedem Fall erfasst (keine Opt-out-Option)
- Verwendungsweise: In den Einstellungen kann geändert werden: „nicht für das Training verwenden“
- Löschung: Kann nur per E-Mail an
antigravity-support@google.comangefordert werden
Das heißt also: „Wir erfassen erst einmal alles, und wenn du es einstellst, verwenden wir es nicht fürs Training. Aber wenn du das Erfasste löschen willst, musst du eine E-Mail schicken.“
Vergleich mit anderen Diensten:
Im Vergleich zu anderen Diensten wirkt Google selbst ziemlich extrem.
Claude: Speicherung separat, Training separat
ChatGPT: Speicherung separat, Training separat
Gemini: Speicherung und Training gekoppelt
Antigravity: Speicherung immer, Training per Einstellung
Bei Gemini wird gar nicht gespeichert, wenn man Activity deaktiviert, aber bei Antigravity wird immer gespeichert und die Löschung ist ebenfalls manuell.
Fragen:
- Ist es sinnvoll, in einer AI-IDE die Erfassung von Code/Umgebungsvariablen mit „standardmäßig AN + Löschung per E-Mail“ zu gestalten?
- Könnte das aus Sicht des Datenschutzrechts problematisch sein, etwa im Hinblick auf ein „Recht, die Erfassung abzulehnen“ oder auf die getrennte Einwilligung?
- Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? (Copilot, Cursor, Windsurf usw.)
- Wie sollte man reagieren, wenn so eine Struktur zum Industriestandard wird?
2 Kommentare
Ob in den USA oder in China … es entwickelt sich immer mehr in die Richtung, dass bei personenbezogenen Informationen wie auch bei Daten erst einmal einfach alles eingesammelt wird …
Ist Punkt 4 nicht ziemlich einfach?
Entweder man nutzt einen kostenpflichtigen Dienst, der keine Daten sammelt, oder man nutzt ihn nicht.