Das Tor-Projekt stellt auf Rust um
(itsfoss.com)- Der Kerncode des Tor-Netzwerks wird von der bisherigen C-Sprache auf das Rust-basierte Arti umgestellt
- Im bestehenden C-Code gibt es Schwachstellen wie Buffer Overflows, Use-after-free und Speicherkorruption
- Die neue Version Arti 1.8.0 beseitigt durch eine Neugestaltung der Circuit-Timeouts vorhersehbare Muster und senkt das Risiko der Nachverfolgung
- Für Betreiber von Onion-Services wurde ein neuer Befehl hinzugefügt, mit dem sie Schlüssel automatisch von C-basiertem Tor zu Arti migrieren können
- Diese Umstellung ist ein wichtiger technischer Fortschritt des Tor-Projekts zur Verbesserung von Sicherheit und Stabilität
Wichtige Änderungen in Arti 1.8.0
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Im Mittelpunkt dieser Veröffentlichung steht die Anwendung einer Überarbeitung der Circuit-Timeouts (circuit timeout rework)
- Das bisherige Circuit Dirty Timeout (CDT) in Tor steuerte den Zeitpunkt der Beendigung eines Circuits mit einem einzelnen Timer
- Dieser Ansatz war vorhersehbar, sodass Beobachter des Datenverkehrs Muster erkennen konnten
- Arti 1.8.0 führt nutzungsbasierte Timeouts und individuelle Timer ein, sodass Circuits zu zufälligen Zeitpunkten beendet werden, wenn sie neue Verbindungen annehmen oder im Leerlauf sind
- Dadurch wird das Risiko von Fingerprinting verringert
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Neuer experimenteller Befehl
arti hsc ctor-migratehinzugefügt- Betreiber von Onion-Services können restricted discovery keys aus C-basiertem Tor in den Keystore von Arti migrieren
- Diese Schlüssel werden für die Client-Authentifizierung verwendet, und der neue Befehl unterstützt die automatische Migration ohne manuelle Arbeit
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Weitere Verbesserungen
- Zahlreiche interne Komponenten wurden verbessert, darunter Routing-Architektur, Protokollimplementierung, Unterstützung für Directory Cache und Konfiguration des OR-Port-Listeners
- Details zu den Änderungen finden sich im offiziellen Changelog von Arti 1.8.0
Hintergrund der Umstellung auf Rust
- Das Tor-Netzwerk wird seit den frühen 2000er-Jahren auf Basis der Programmiersprache C betrieben
- Wegen Problemen mit der Speichersicherheit in der C-Codebasis traten jedoch immer wieder Sicherheitslücken auf
- Daher treibt das Tor-Projekt das Neuschreibungsprojekt Arti voran, das die Speichersicherheit von Rust nutzt
- Arti implementiert die Funktionen von Tor in Rust neu, mit dem Ziel, Sicherheit, Stabilität und Wartbarkeit zu verbessern
Technische Bedeutung
- Die Umstellung auf Rust stärkt die Struktur zur Gewährleistung der Anonymität von Tor grundlegend
- Die Beseitigung vorhersehbaren Circuit-Verhaltens und die Automatisierung des Schlüsselmanagements tragen zu einem höheren Schutz der Privatsphäre der Nutzer bei
- Die kontinuierlichen Updates von Arti gelten als Signal für eine schrittweise Ablösung des C-basierten Tor
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