- Ab dem 1. Juli 2026 werden die monatlichen Lizenzgebühren für Microsoft 365 angehoben und mit Beginn des Geschäftsjahres FY27 wirksam.
- Die Preiserhöhung beträgt 0 USD für Office 365 E1 und 3 USD pro Monat für Office 365 E3 sowie Microsoft 365 E5, was bei einem durchschnittlichen Anstieg von 2 USD etwa 10,7 Milliarden USD zusätzliche Erlöse erwarten lässt.
- Microsoft begründet dies mit Investitionen in KI und dem Ausbau von Rechenzentren und betont Verbesserungen wie Security Copilot und die Erweiterung der Intune-Suite-Funktionen.
- Obwohl im letzten Jahr 1.100 neue Funktionen ergänzt wurden, kann ein Teil davon für Kunden ohne Copilot-Nutzung nur geringen praktischen Wert haben.
- Die Basislizenz E3 liegt bei 312 USD jährlich, E5 bei 720 USD jährlich, wodurch die Notwendigkeit für Unternehmen steigt, die Lizenzkonfiguration neu zu prüfen.
Neue Microsoft-365-Preisgestaltung (gültig ab dem 1. Juli 2026)
- Microsoft hat am 4. Dezember 2025 die Erhöhung der monatlichen Microsoft-365-Lizenzen offiziell angekündigt.
- Die neuen Preise gelten ab dem 1. Juli 2026, also zum Beginn des FY27.
- Das Unternehmen sagte, es gebe den Kunden "ausreichend Zeit zur Planung", doch Organisationen, die stark im Microsoft-365-Ökosystem integriert sind, haben wenig echte Alternativen.
- Einige Organisationen prüfen eine Rückkehr zu On-Premises-Servern oder den Umstieg auf Microsoft 365 Local, doch Letzteres hat fast keine gemeinsamen Funktionen mit dem bestehenden Microsoft 365.
Vergleich mit der vorherigen Erhöhung (2022) und der aktuellen Erhöhung
- Die letzte Erhöhung erfolgte im März 2022, damals wurden Office 365 E3/E5 um 3 USD pro Monat, Microsoft 365 E3 um 4 USD erhöht, während E5 eingefroren wurde.
- Die aktuelle Erhöhung beträgt 0 USD für E1 und 3 USD für E3 sowie E5, basierend auf einem durchschnittlichen Anstieg von 2 USD.
- Auf Basis von rund 446 Millionen bezahlten Sitzen könnten 10,7 Milliarden USD an zusätzlichem Umsatz möglich sein.
- Neben der kommerziellen Cloud gilt derselbe Erhöhungsfaktor auch für Bildung und den Öffentlichkeitssektor.
- Im 1. Quartal FY26 lag die Cloud-EBITDA-Marge von Microsoft bei 68 %, und als Grund für den Rückgang gegenüber dem Vorjahr wurde die Ausweitung der KI-Investitionen genannt.
- Durch diese Erhöhung wird ein Ausgleich für KI-, Rechenzentrums- und Copilot-bezogene Kosten erwartet.
Begründung für die Mehrkosten
- Microsoft nennt als Grundlage der Erhöhung die Erweiterung neuer Funktionen und Dienste.
- E5-Kunden erhalten künftig Security Copilot, und E3-/E5-Pläne sollen zusätzlich Microsoft Intune Suite-Funktionen beinhalten.
- Bei den anderen Plänen wird der Mehrwert über Apps wie Microsoft Loop, Clipchamp, Places geliefert, die seit 2022 eingeführt wurden.
- Die Tatsache, dass Microsoft 365 Defender for Office 365 P1 im E3-Plan enthalten ist, wurde als positive Veränderung bewertet.
- Gleichzeitig wurde die Sorge geäußert, dass bei geteilten Postfächern möglicherweise Defender-Lizenzkosten anfallen könnten.
Viele neue Funktionen und die Diskussion zur Qualität
- Microsoft hebt hervor, dass im letzten Jahr 1.100 neue Funktionen in Microsoft 365, Copilot und SharePoint insgesamt ergänzt wurden.
- Dass SharePoint gesondert erwähnt wurde, während Teams nicht genannt wurde, wurde kritisiert.
- Da viele Funktionen im Zusammenhang mit Copilot stehen, kann die praktische Wirksamkeit für Kunden ohne Copilot-Nutzung gering sein.
- Im Jahr 2022 wurden 1.400 Funktionen angekündigt; auch damals wie heute wurde angemerkt, dass Qualität und Nützlichkeit wichtiger sind als die reine Anzahl an Funktionen.
Bewertung von Wert und Wettbewerbsfähigkeit
- Microsoft 365 gilt als funktionsreiche Umgebung, dennoch bestehen Bedenken zu Softwarequalität, Tempo von Änderungen, KI-zentrierter Strategie und unklarer Kommunikation von Änderungen.
- Nach der Erhöhung liegt der Preis bei 312 USD pro Jahr für E3 und 720 USD pro Jahr für E5.
- Im Vergleich zu früheren Preisen für Offline-Office-Pakete (über 300 USD) bleibt es dennoch wettbewerbsfähig.
- Unternehmen sollten diese Erhöhung zum Anlass nehmen, ihre aktuelle Lizenzzusammenstellung und Verteilung neu zu prüfen, um Kostensenkungspotenziale zu identifizieren.
- Dafür kann ein Microsoft 365-Lizenzberichts-Skript genutzt werden.
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