- Wolfram Compute Services ist ein vollständig programmierbarer Cloud-Computing-Service, mit dem sich Wolfram Language-Berechnungen im großen Maßstab skalieren lassen
- Nutzer senden mit dem Befehl
RemoteBatchSubmit komplexe Berechnungen an einen entfernten Server und erhalten nach Abschluss automatisch die Ergebnisse
- Bis zu 192 Kerne und 1,5 TB RAM können gewählt werden, und mit
RemoteBatchMapSubmit wird parallele Verarbeitung über mehrere hundert Kerne unterstützt
- Jobs lassen sich über E-Mail- und Dashboard-Benachrichtigungen, Zeit- und Kreditlimits sowie automatische Abhängigkeitsverarbeitung verwalten
- Der Dienst stellt sofort die Supercomputer-Skalierbarkeit der Wolfram Language bereit und vereinfacht so Rechenumgebungen für Forschung und Industrie
Überblick über Wolfram Compute Services
- Wolfram Compute Services ist ein System, das die Ausführung von Wolfram Language-Berechnungen großskalig in der Cloud ermöglicht
- Wenn Sie Code mit
RemoteBatchSubmit einreichen, wird die Berechnung auf Wolfram-Servern ausgeführt und das Ergebnis zurückgegeben
- Ab Wolfram Desktop 14.3 können Sie es mit dem Befehl
RemoteBatchSubmissionEnvironment["WolframBatch"] sofort aktivieren
- Bestehende Parallelfunktionen wie
ParallelMap und ParallelTable werden erweitert, um den Zugang zu großen Rechenressourcen zu automatisieren
- Alle Berechnungen werden auf Basis symbolischer Ausdrücke verarbeitet und können daher numerische, Bild-, Graphik- oder Videodaten sowie weitere Datentypen direkt handhaben
Rechenskala und Ausführungsumgebung
- Nutzer können die Größe von Jobs durch die Wahl verschiedener Maschinenklassen anpassen
- Beispiel:
Basic1x8 (1 Kern/8 GB), Compute192x384 (192 Kerne/384 GB), Memory192x1536 (192 Kerne/1,5 TB)
RemoteBatchMapSubmit ist eine erweiterte Variante von ParallelMap, die großskalierte parallele Verarbeitung auf mehreren Maschinen ermöglicht
- Für jeden Kern werden automatisch verteilte „child jobs“ erzeugt, die Ergebnisse können mit
Catenate zusammengeführt werden
- Der Jobstatus ist über das Web-Dashboard in Echtzeit einsehbar, und nach Abschluss wird eine Ergebnisschau per E-Mail bereitgestellt
Beispiel: PentagonTiling und Suche nach zellulären Automaten
- Ein Beispiel mit der Funktion
PentagonTiling für die Erzeugung nicht überlappender Fünfeckmuster wird gezeigt
- 20 Fünfecke werden lokal schnell berechnet, bei mehr als 500 werden sie über Compute Services ausgeführt
- Die Ergebnisse werden per E-Mail übermittelt und können in einem Wolfram Notebook sofort für Folge-Berechnungen genutzt werden
- Ein Beispiel für großskalierte parallele Suche durch 100 Millionen Regeln für zelluläre Automaten wird vorgestellt
- Auf einer 192-Kern-Maschine erfolgt die Ausführung innerhalb weniger Stunden, mit
RemoteBatchMapSubmit sind Ergebnisse in 3 Minuten verfügbar
- Insgesamt werden 8 Stunden Rechenzeit parallel genutzt
Programmierbare Steuerung und Verwaltungsfunktionen
- Für jeden Job können Optionen wie Zeitlimit (
TimeConstraint), Kreditlimit (CreditConstraint) und Jobname (RemoteJobName) festgelegt werden
- Über das Benachrichtigungssystem (
RemoteJobNotifications) lassen sich Statusänderungen, Kreditverbrauch und verstrichene Zeit als E-Mail- oder SMS-Nachricht empfangen
- Die Ergebnisse werden standardmäßig zwei Wochen lang gespeichert und bei Bedarf mit
CloudPut dauerhaft in der Wolfram Cloud abgelegt
- Bei einem Fehler ist eine detaillierte Protokollanalyse unter anderem über
"JobLogTabular" möglich und ein Abbruch über RemoteBatchJobAbort möglich
Zukünftige Erweiterungen
- Compute Services startete als Batch-Computing-Umgebung und soll künftig auch eine Funktion für synchrones Remote-Kernel-Computing erhalten
- Über Wolfram HPCKit können Organisationen ihre eigene HPC-Infrastruktur als
RemoteBatchSubmit-Backend einrichten
- Die Anbindung benutzerdefinierter Batch-Provider zusätzlich zu
"WolframBatch" ist ebenfalls vorgesehen
- Dieser Service ist der aktuelle Stand der Wolfram-Cloud-, Application Server- und Engine-Linie, die sich seit Mathematica 1988 entwickelt hat
- Ziel ist es, Supercomputing-Kapazitäten sofort bereitzustellen, sodass Forscher und Entwickler große Rechenaufgaben einfach durchführen können
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