- Die Zahlungsplattform Checkout.com wurde Ziel eines Erpressungsversuchs durch Cyberkriminelle, lehnte die Zahlung von Lösegeld ab und spendet den entsprechenden Betrag stattdessen für Cybersicherheitsforschung
- Die Angreifer verschafften sich unbefugten Zugriff auf ein Legacy-Cloud-Dateispeichersystem eines Drittanbieters, das vor 2020 genutzt wurde, und erlangten dabei einige Daten
- Checkout.com betont, dass die Zahlungsabwicklungsplattform, Händlergelder und Kartendaten in keiner Weise betroffen waren
- Das Unternehmen schätzt, dass weniger als 25 % aller Händler betroffen sein könnten, und arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden und Aufsichtsbehörden zusammen
- Spenden gehen an die Carnegie Mellon University und das University of Oxford Cyber Security Center; zugleich bekräftigt das Unternehmen Transparenz und Vertrauen als Kernwerte der Branche
Überblick über den Vorfall
- Checkout.com wurde vergangene Woche von einer kriminellen Gruppe namens „ShinyHunters“ kontaktiert, die behauptete, an Checkout.com-bezogene Daten gelangt zu sein, und Lösegeld forderte
- Die Untersuchung ergab, dass sich die Angreifer unbefugten Zugriff auf ein vor 2020 verwendetes Cloud-Dateispeichersystem eines Drittanbieters verschafft hatten
- Das System wurde zur Speicherung von internen Betriebsdokumenten und Unterlagen für das Händler-Onboarding genutzt
- Checkout.com räumte ein, dass das System versehentlich nicht ordnungsgemäß stillgelegt wurde
- Das Unternehmen stellte klar, dass der Vorfall keine Auswirkungen auf die Zahlungsabwicklungsplattform hatte und die Angreifer weder auf Händlergelder noch auf Kartennummern zugreifen konnten
Auswirkungen und Reaktionsmaßnahmen
- Checkout.com schätzt derzeit, dass weniger als 25 % der Händler betroffen sein könnten
- Das Unternehmen ist dabei, betroffene Händler zu identifizieren und einzeln zu kontaktieren, und arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden sowie den zuständigen Aufsichtsbehörden zusammen
- Checkout.com betont Transparenz und Verantwortlichkeit und bekräftigt gegenüber Partnern und Kunden den Willen, Vertrauen zu erhalten
Ablehnung des Lösegelds und Spendenentscheidung
- Checkout.com erklärte, kein Lösegeld an Kriminelle zu zahlen
- Stattdessen spendet das Unternehmen den von den Angreifern geforderten Betrag als Fördermittel für die Erforschung von Cyberkriminalität an die Carnegie Mellon University und das University of Oxford Cyber Security Center
- Das Unternehmen erklärte, den Vorfall zum Anlass für mehr Sicherheitsinvestitionen in der gesamten Branche machen zu wollen
Haltung und Zusagen des Unternehmens
- Checkout.com erklärte, dass „Sicherheit, Transparenz und Vertrauen“ die Grundlage der Branche seien, und kündigte an, den Fehler anzuerkennen und Händler zu schützen
- Das Unternehmen betonte, weiter in den Kampf gegen kriminelle Aktivitäten zu investieren, die die digitale Wirtschaft bedrohen
- Händler können über ihre bestehenden Checkout-Ansprechpartner Unterstützung anfordern
Fazit
- Checkout.com hat mit diesem Vorfall seine entschlossene Haltung gegenüber Cyber-Erpressung gezeigt und will
durch Spenden für Sicherheitsforschung die Abwehrkraft der gesamten Branche stärken
- Das Unternehmen konzentriert sich darauf, durch transparente Offenlegung und verantwortungsvolle Maßnahmen das Vertrauen der Händler wiederherzustellen
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