Pinterest' Google-Images-SEO-Growth-Hack entschlüsselt
(rankscience.com)- Die Behauptung lautet, dass Pinterest bei von Nutzern gepinnten Bildern dieselben Bilder erneut per Reverse Image Search bei Google sucht, Metadaten dazu sammelt und diese Informationen dann auf der eigenen Website neu veröffentlicht, um so zu tarnen, als wäre die Originalquelle des Bildes Pinterest selbst.
→ Das heißt: Da das Bild dann denselben Inhalt wie die Top-Suchergebnisse hat, landet es in der Bildersuche immer ganz oben.
- Warum diese Behauptung interessant ist
→ Google mag es normalerweise nicht, wenn seine Seiten gescrapt werden, deshalb ist es erstaunlich, dass sich das bei so vielen Bildern offenbar durchführen lässt, ohne blockiert zu werden.
→ Wenn solche dunklen SEO-Strategien (Blackhat) auf Twitter usw. bekannt werden, reagiert Google in der Regel, indem problematische Seiten manuell benachteiligt werden.
( wie man etwa im früheren Fall Rap Genius sehen konnte )
→ Pinterest ist ein börsennotiertes Unternehmen; wenn Google es benachteiligen würde, könnte das Auswirkungen auf den Aktienkurs haben.
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Content Relevance ist ein Faktor, der Googles Suchranking bestimmt. Wenn man Inhalte so beschreibt, wie Google sie versteht, steigt das Ranking natürlich. Wird Google das als Blackhat einstufen und darauf reagieren?
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So funktioniert der Pinterest SEO Growth Hack
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Ein Nutzer lädt ein Foto ohne jegliche Metadaten hoch.
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Pinterest führt bei Google eine Reverse Image Search für dieses Bild durch.
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Alle mit dem Bild verbundenen Texte werden gescrapt.
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Pinterest zeigt diese Texte auf der eigenen Seite im Abschnitt "What others are saying" an.
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Wenn Google diese Seite crawlt, findet es zu dem Bild genau die Inhalte wieder, die es bereits kennt, stuft die Relevanz also als ähnlich ein und hebt das Ranking an.
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Das wird für Millionen von Bildern wiederholt.
- Googles Reaktion
→ Es gab keine direkte Antwort des zuständigen Teams, aber intern dürfte dazu ermittelt werden.
→ Dass dies bislang funktioniert, könnte daran liegen, dass die Bildersuche für Google derzeit keine hohe Priorität hat.
** Wie man mithilfe von Content Relevance das Suchranking erhöht **
→ Es ist gut bekannt, dass Google für jede URL und jeden Inhalt prüft, wie stark die Relevanz zu bestimmten Suchbegriffen oder Keywords ist, und dies ins Ranking einfließen lässt.
→ Wenn man wie oben für ein bestimmtes Bild eine umfassende Seite erstellt, die verschiedene Texte bündelt, die Google zu diesem Bild bereits kennt, ist die Relevanz hoch.
→ Eine Möglichkeit, auf der eigenen Website etwas Ähnliches wie Pinterest zu tun, ist der Einsatz der NLP-Technik TF-IDF (Term Frequency-Inverse Document Frequency).
→ TF-IDF ist eine Textanalysetechnik, die dabei hilft zu bestimmen, wie wichtig bestimmte Wörter oder Phrasen in einem Dokument sind.
→ Man kann etwa die Top 25 URLs zu diesem Bild abrufen und auf die gesamten Dokumente TF-IDF anwenden, um die wichtigsten Themen zu extrahieren.
→ Die Behauptung lautet, dass sich das Suchranking verbessern könnte, wenn man die so erzeugten Formulierungen auf der eigenen Seite einfügt.
2 Kommentare
Dass Pinterest das tatsächlich so macht, ist letztlich auch nur eine Behauptung, und der Text dieser Person ist ebenfalls nur eine These,
a ber es scheint schon zu stimmen, dass die Google-Bildersuche wegen Pinterest deutlich schwerer nutzbar geworden ist.
Ich suche wegen des Bemalens von Figuren oft nach Bemalungsbeispielen anderer Leute,
und weil meistens Pinterest ganz oben erscheint, ist es längst zum Alltag geworden, dort draufzuklicken, zu Pinterest zu gehen und von dort aus noch einmal weiterzusuchen.
Wenn man bei Google nach "* Bemalungsbeispiel" sucht, werden die obersten Plätze fast alle von Pinterest belegt.
Selbst wenn man auf Englisch nach "Name des Brettspiels painting" sucht, steht Pinterest oft ganz oben.
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