2 Punkte von GN⁺ 2025-10-02 | 2 Kommentare | Auf WhatsApp teilen
  • Ab Januar 2026 unterstützt Gmail weder die Gmailify-Funktion, die spezielle Gmail-Funktionen wie Spam-Schutz oder Posteingangsorganisation auf E-Mail-Konten von Drittanbietern anwendet, noch die POP-Verbindung zum Herunterladen von E-Mails
  • Durch das Ende von Gmailify stehen für Drittanbieter-Konten Gmail-spezifische Funktionen wie Spam-Schutz, verbesserte mobile Benachrichtigungen, Posteingangskategorien und erweiterte Suche nicht mehr zur Verfügung
  • Mit dem Ende der POP-Unterstützung wird die Option "Nachrichten aus anderen Konten abrufen" in Gmail im Web entfernt, und die Funktion, E-Mails von Drittanbieter-Konten über POP abzurufen, verschwindet vollständig
  • Als Alternative können Drittanbieter-Konten über eine standardmäßige IMAP-Verbindung weiterhin in der Gmail-App auf Mobilgeräten eingebunden werden, um E-Mails zu lesen und zu senden; dazu sollte geprüft werden, wie IMAP beim jeweiligen E-Mail-Anbieter aktiviert wird

Änderungen an der Gmailify-Funktion

  • Mit der Gmailify-Funktion konnten spezielle Funktionen wie Spam-Schutz oder Posteingangsorganisation auf E-Mail-Konten von Drittanbietern angewendet werden
  • Ab Januar 2026 können bestimmte Gmail-Funktionen nicht mehr auf Drittanbieter-Konten angewendet werden
  • Nicht mehr verfügbare Funktionen:
    • Spam-Schutz
    • Verbesserte E-Mail-Benachrichtigungen auf Mobilgeräten
    • Posteingangskategorien
    • Schnellere Suche mit erweiterten Suchoperatoren
  • Erforderliche Maßnahmen

    • In der mobilen Gmail-App auf Android, iPhone und iPad können E-Mails anderer Konten weiterhin gelesen und gesendet werden
      • Dies erfolgt über die in der mobilen Gmail-App unterstützte standardmäßige IMAP-Verbindung

Änderungen an der POP-Verbindung

  • Gmail unterstützt die Abfrage von E-Mails aus Drittanbieter-Konten über POP nicht mehr
  • In Gmail auf dem Computer ist die Option "Nachrichten aus anderen Konten abrufen" nicht mehr verfügbar
  • Erforderliche Maßnahmen

    • Wichtig: Wenn ein Arbeits- oder Bildungskonto verwendet wird, kann ein Administrator die Migration der E-Mail-Daten zu Google Workspace unterstützen
  • Um weiterhin Nachrichten anderer Konten in Gmail zu empfangen, muss der IMAP-Zugriff eingerichtet werden
    • Dazu sollte in der Dokumentation des E-Mail-Anbieters nachgesehen werden, wie IMAP für das Konto aktiviert wird
  • Zum Lesen von Nachrichten aus anderen Konten muss die Gmail-App verwendet werden

2 Kommentare

 
shakespeares 2025-10-07

Warum macht man das und deaktiviert es dann wieder? seufz

 
GN⁺ 2025-10-02
Hacker-News-Kommentare
  • Ich denke, dass Gmail in Wirklichkeit keine gute Wahl ist; ich habe im beruflichen Umfeld 10 $ pro Monat gezahlt und mein Konto wurde vor Kurzem gesperrt, angeblich weil ich per IMAP darauf zugegriffen habe. Zum Glück gehört die Domain mir, sodass ich zu Amazon wechseln konnte. Google Apps habe ich hauptsächlich zum Teilen extern erstellter Dokumente genutzt, daher war der Schaden nicht allzu groß. Ich vermute, dass die Sperrung damit zusammenhängen könnte, dass ich letzte Woche 2FA von SMS auf eine Authenticator-App umgestellt habe und dann von einer Dienstreise aus zugegriffen habe. Die Cloud ist am Ende nur der Computer von jemand anderem; wenn der Besitzer es nicht will, fliegt man selbst als zahlender Kunde raus. Google Takeout ist deshalb wichtig, und ich sichere E-Mails regelmäßig lokal per IMAP. Hätte ich gewusst, dass sogar bezahlte Konten so gesperrt werden können, hätte ich auch die Google-Apps-Daten regelmäßig per Takeout gesichert.

    • Mit „weil ich per IMAP zugegriffen habe“ meinte ich nur meine Vermutung. Der Google-Support ist zwar nicht besonders gut, aber als Workspace-Kunde kann man tatsächlich mit einem Menschen in Kontakt kommen.

    • Ich habe auch für Workspace bezahlt, aber viele Funktionen von Google-Produkten funktionieren mit diesem Konto entweder nicht richtig oder kommen über ein Jahr später. Die Preise steigen auch ständig, deshalb habe ich aufgehört. Wenn man nicht mehr zahlt, kann man die Daten nicht migrieren und verliert am Ende alles, zum Beispiel verschwinden Google-Play-Käufe. Mit einer eigenen Domain sind Alternativen wie Fastmail oder Proton viel besser.

    • Ich zahle ebenfalls für Workplace und würde gern mehr Details dazu hören, warum das Konto gesperrt wurde. War es wirklich wegen IMAP? Gab es in den Zugriffsprotokollen vielleicht nur Clients und keine Web-Logins? Bitte mehr Kontext.

    • Es wird gefragt, ob es also keine Garantie gibt, dass ein Konto erhalten bleibt, wenn man auf Gmail nur per IMAP zugreift.

    • Ich wusste, dass man nicht per POP3 auf Gmail zugreifen kann, war mir aber unsicher, ob das auch für IMAP gilt. Den Beiträgen nach scheint es hier eigentlich um das Ende der Funktion zu gehen, mit der Gmail per POP3 E-Mails von anderen Mailservern abholt.

  • Jetzt habe ich endlich verstanden, warum ich verwirrt war; der Wortlaut des Artikels ist wirklich schlecht. Man kann ihn auf zwei Arten lesen: 1) E-Mails per POP von externen Konten nach Gmail „holen“, 2) Gmail selbst holt per POP E-Mails von externen Mailkonten. Meine Testsuite nutzt Szenario 1, deshalb war ich besorgt, aber gemeint ist am Ende Szenario 2. Schade, dass man das nicht klarer formuliert hat.

    • Ich nutze diese Funktion auch und habe beim Lesen des Artikels sofort verstanden, dass Fall 2 gemeint ist. Ich kenne keinen Ersatz dafür.

    • Ich hole damit täglich Nachrichten aus anderen Postfächern nach Gmail und lösche sie dort, während ich Gmail als Hauptkonto nutze. Schade, dass das verschwindet.

    • Ich denke, die Formulierung „from third-party accounts“ sollte vermutlich verdeutlichen, dass Fall 2 gemeint ist.

  • Mein Mailserver hat nur 2 GB Speicher, deshalb habe ich Mails oft per POP nach Gmail geholt. So werden die E-Mails auf dem Server gelöscht und ich spare Speicherplatz. Ich zahle Google ohnehin schon für Speicher und möchte wegen permanenter Mailaufbewahrung nicht noch zusätzlich für einen anderen Mailserver zahlen. Mail-Weiterleitung ist mir zu unsicher, weil Gmail Nachrichten manchmal stillschweigend unterschlägt, nicht einmal im Spamordner. Beim Webhoster wird Google Workspace empfohlen, aber das wäre dann wieder ein weiterer bezahlter Dienst.

    • Es wird gefragt, ob IMAP als Option absichtlich ausgeschlossen wurde.
  • Ich muss wohl die E-Mail-Konten meiner Familie neu einrichten. Niemand in der Familie mag mehrere Gmail-Konten, deshalb hatten wir eine eigene Domain und zuerst Weiterleitung genutzt, sind dann aber wegen gelegentlich verschwundener Mails auf die POP3-Abruffunktion gewechselt. Damit kam wenigstens alles an, wenn auch mit 30 bis 60 Minuten Verzögerung, was für Login- oder Bestätigungsmails lästig ist. Wenn nun auch das endet, müssen wir wohl von Gmail weg und wieder auf unser Hosting-Konto weiterleiten.

    • Migadu wird als Alternative empfohlen.
  • Der Begriff Gmail kann entweder den eigentlichen Dienst meinen, also die Website mail.google.com, oder die Android-App. Eingestellt wird jetzt der „Pull“-Weg im Dienst selbst, der nur POP unterstützt; IMAP-Pull gab es dort ohnehin nie. Google meint mit seinem Hinweis, man solle in der Gmail-App per IMAP auf externe Mailkonten zugreifen. Das holt die Mails aber nicht in ein Gmail-Konto hinein. Die Lösung ist „Push“, also Weiterleitung vom externen Mailserver an Gmail.

    • Hinweis: Gmail stuft weitergeleitete E-Mails oft als Spam ein, daher sollte man anfangs unbedingt den Spamordner prüfen. Bei großem Weiterleitungsvolumen kann es auch passieren, dass Gmail die Zustellung als Spam ablehnt. Weiterleitungen sauber mit DKIM und SPF zu kombinieren ist ebenfalls knifflig; bei den relevanten Standards und deren Auslegung im Google-Team gibt es leichte Unterschiede und auch Streitpunkte. Genauere interne Details lassen sich schwer offenlegen.

    • Ich leite vier Gmail-Adressen an Fastmail weiter und nutze das so. Wenn Gmail nur diese Funktion beibehält, ist für mich alles in Ordnung.

  • POP ist nicht perfekt, ich hoffe eher auf etwas wie POP4, aber IMAP ist nicht immer eine Alternative. Mit POP lässt sich ein vollständiges Backup aller Mails leicht selbst verwalten, was beim Wechsel des Anbieters ein großer Vorteil ist. Meiner Ansicht nach erschweren Dienste die POP-Nutzung, weil Google und Microsoft groß angelegte Abo-E-Mail-Hostingdienste anbieten und die Nutzer umso schwerer wegkommen, je mehr Daten auf den Servern liegen; außerdem können sie dann mehr Speichergebühren verlangen.

    • Bei diesem Thema geht es um das Hochladen von Daten nach Gmail; das Herunterladen von E-Mails aus Gmail per POP3 bleibt weiter unterstützt.
  • Meine These: Diese Funktion hat kleinen Unternehmen oder Privatnutzern faktisch erlaubt, günstiges Hosting für E-Mail mit den kostenlosen Funktionen von Gmail zu kombinieren, ohne für Workspace zu zahlen. Aus Googles Sicht möchte man solche Nutzer wohl lieber zu bezahlten Workspace-Abos bewegen, deshalb wird es blockiert.

    • Man kann für die eigene Domain einen Mail-Forwarder einrichten, an Gmail weiterleiten und in den Sendeeinstellungen trotzdem mit dieser Adresse versenden. Das Ergebnis ist ähnlich, und dieser Weg ist bisher nicht blockiert.

    • IMAP ist für diesen Zweck viel besser und wird weiterhin unterstützt.

    • Auch günstiges E-Mail-Hosting bietet oft standardmäßig IMAP an; zum Beispiel enthält schon der 1-$-pro-Monat-E-Mail-Tarif von Namecheap IMAP.

    • Google Workspace beginnt bei 7 Dollar pro Monat; es ist eher unwahrscheinlich, dass Geschäftsnutzer sich für 1 oder 2 Dollar Ersparnis solche Mühe machen.

  • Ich nutze Gmail seit dem ersten Tag so, dass E-Mails per POP3 aus meinem früheren Konto geholt werden. Jetzt muss ich das wohl auf IMAP umstellen, auch wenn ich befürchte, dass selbst IMAP irgendwann eingestellt werden könnte.

  • Es wird gefragt, wie andere Offline-Backups von Mailkonten wie Gmail verwalten. Muss man immer das komplette Postfach herunterladen, oder sind auch inkrementelle Backups möglich, bei denen nur Änderungen gesichert werden?

    • Ich nutze imapsync. Man kann das Backup auf gesendete und empfangene Mails innerhalb eines bestimmten Zeitraums begrenzen. imapsync FAQ Backup Guide

    • Ich verwende ein Docker-Image von gmvault. Das Projekt wird faktisch nicht mehr gepflegt, funktioniert aber immer noch. gmvault-docker

    • isync(mbsync) ist die zuverlässigste Backup-Lösung. Damit kann man E-Mails aus mehreren Mailkonten, einschließlich Gmail, in einen Ordner holen und zusätzlich sekundär sichern.

  • Wenn nur das Abrufen von POP-Servern endet und Abruf per IMAP ohnehin nie unterstützt wurde, dann endet damit faktisch jede Form des „Abrufens“. Es wird gefragt, ob das auch für bezahlte Konten gilt und warum das so kompliziert erklärt wird.